Heat und Celtics setzen politisches Statement
Heat und Celtics setzen politisches Statement © AFP/GETTYIMAGES/SID/Michael Reaves
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Nach der Erstürmung des Kapitols in Washington haben die Boston Celtics mit Daniel Theis und Gegner Miami Heat ein politisches Statement gesetzt.

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Los Angeles (SID) - Nach der Erstürmung des Kapitols in Washington durch Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump haben die Boston Celtics mit dem deutschen Nationalspieler Daniel Theis und Gegner Miami Heat ein politisches Statement gesetzt. Vor dem knappen 107:105-Sieg der Celtics in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA knieten beide Mannschaften während der Nationalhymne auf dem Parkett nieder.

Zuvor hatten die Teams ein gemeinsames Statement abgegeben, in der sie nicht nur auf die chaotischen Ereignisse in Washington reagierten, sondern auch auf die Entscheidung der Staatsanwälte in Wisconsin am Dienstag, den weißen Polizisten nicht anzuklagen, der dem Schwarzen Jacob Blake in Kenosha im August mehrfach in den Rücken geschossen hatte. Der Familienvater überlebte, ist seitdem aber gelähmt.

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"Wir spielen die heutige Partie mit einem schweren Herzen nach der gestrigen Entscheidung in Kenosha und im Wissen, dass die Demonstranten im US-Kapitol unterschiedlich von der politischen Führung behandelt werden, je nach dem welcher Seite sie angehören", hieß es in dem Statement.

"Der drastische Unterschied zwischen der Art und Weise wie Demonstranten im vergangenen Frühling und Sommer behandelt wurden und der Unterstützung, die Demonstranten bei der offensichtlich illegalen Kapitol-Stürmung erhielten, zeigt, wie viel mehr Arbeit vor uns liegt." Zuvor waren beide Mannschaften bis zwanzig Minuten vor dem Spielbeginn erst gar nicht zum Aufwärmen auf dem Court erschienen.

Sportlich entschied Rookie Payton Pritchard die Partie 0,2 Sekunden vor Schluss. Theis avancierte mit 13 Punkten zum drittbesten Celtics-Scorer des Abends. Überragender Akteur auf dem Parkett war Jayson Tatum mit 27 Zählern. Ohne die deutschen Nationalspieler Isaac Bonga und Moritz Wagner kassierten die Washington Wizards hingegen im achten Saisonspiel bereits die sechste Niederlage. Die Wizards unterlagen den Philadelphia 76ers 136:141 trotz einem glänzend aufgelegten Bradley Beal, der 60 Punkte für Washington erzielte.

Am Sitz des US-Parlaments hatten sich am Mittwoch beispiellose Szenen abgespielt: Aufgebrachte Trump-Anhänger überwanden die Sicherheitsbarrieren und schlugen Fenster ein, einige schafften es in den Sitzungssaal des Senats. Unter zunächst unklaren Umständen wurde eine Frau im Kapitol erschossen. Eine Sitzung des Parlaments, bei welcher der Wahlsieg des künftigen Präsidenten Joe Biden formell bestätigt werden sollte, musste unterbrochen werden.