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München - Zion Williamson erlebte ein schwieriges erstes Jahr in der NBA - mit einigen Höhepunkten. Nun ist das Phänomen fitter denn je - und bereit, die NBA zu erobern.

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Endlich frei!

So oder so ähnlich dürfte sich Zion Williamson in dieser Saison fühlen.

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Nach einer Debüt-Saison, in der das Basketball-Phänomen von den New Orleans Pelicans von einer Knieverletzung und einem Minutenlimit gebremst wurde, will er in seinem zweiten NBA-Jahr angreifen. (Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

Denn unter dem neuen Coach Stan van Gundy soll er laut eigener Aussage keine Restriktion bei der Spielzeit erhalten. "In der neuen Saison wird [...] alles ganz anders", erklärte der erste Pick von 2019.

Limit frustriert Williamson

Als Rookie hatte Williamson wegen eines Meniskusrisses die komplette erste Saisonhälfte verpasst. Anschließend wurde der Forward von den Verantwortlichen um Ex-Trainer Alvin Gentry behutsam aufgebaut - was ihn zunehmend nervte - und erhielt in insgesamt 24 Spielen nur knapp 28 Minuten pro Partie. Bei Experten schwangen Zweifel am Gewicht und an der Gesundheit immer wieder mit.

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"Du machst Reha, dann kommst du auf das Feld und darfst immer nur drei, vier Minuten am Stück spielen", meinte Williamson. Er habe "versucht, das Beste aus der Situation und machen und ich denke, das ist mir auch gelungen."

So erzielte er bei seinem Debüt am 22. Januar 22 Punkte in 18 Minuten, davon 17 in Folge! Durchschnittlich waren es in 24 Partien Mut machende 22,5 Punkte, 6,3 Rebounds und 2,1 Assists.

Williamson will mit New Orleans in die Playoffs

In der leicht verkürzten Spielzeit 2020/21 will der 20-Jährige nicht nur persönlich den nächsten Schritt machen.

"Verlieren macht keinen Spaß, auch wenn es dir hilft, besser zu werden", sagte er nach einer Bilanz der Pelicans von 30-42, die nicht für die Playoffs reichte. Diese Erfahrungen solle das Team nun "in positive Energie umwandeln." (Tabellen der NBA)

New Orleans verspricht mit Williamson, Lonzo Ball, Brandon Ingram und den Veteranen Steven Adams, J.J. Redick und Eric Bledsoe besonders in der Offensive ein Spektakel, das der Nummer-1-Pick des Vorjahres anführen soll. Der Weg in die Playoffs ist im starken Westen aber eine Mammutaufgabe.

Williamsons Wandel lässt die Konkurrenz fürchten

Bereits im vergangenen Jahr ließ Williamson seine Qualitäten immer wieder aufblitzen. Mit voller Fitness könnte er direkt zum Anwärter auf die Auszeichnung für den Most Improved Player gelten.

Er sei "in großartiger Verfassung" zum Trainingscamp gekommen und habe beim Fitnesstest beeindruckt. Besonders bei der Kondition scheint Williamson einen Sprung gemacht zu haben.

Laut Brian Windhorst von ESPN soll der Athlet, der zu Beginn der vergangenen Saison mit etwa 130 Kilogramm gelistet wurde, seit der Bubble-Phase in Orlando sogar 25 Pfund (etwa 11 Kilo) verloren haben, was seiner Gesundheit und Beweglichkeit (weiter) helfen sollte. Die Vorstellung eines fitten und womöglich noch explosiveren Williamson ist für den Rest der NBA jetzt schon beängstigend.

"Ich verlasse mich auf Instinkte und den IQ. Letztes Jahr konnte ich mich nur auf den IQ verlassen und mein Körper war nicht in der Lage, bestimmte Dinge zu tun", sagte Williamson: "Jetzt habe ich wieder beides. Ich denke, das wird ein großer Unterschied sein."

Williamson ist bereit, die NBA zu erobern.