Jimmy Butler (r.) ist bei den Miami Heat angekommen
Jimmy Butler (r.) ist bei den Miami Heat angekommen © Getty Images
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München - Jimmy Butler ist einer der Schlüsselspieler der Miami Heat, die im Eastern Conference Final der NBA stehen. Der Weg dorthin war für Butler kein einfacher.

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Dass Jimmy Butler im September 2020 ein gefeierter Basketball-Star ist, war 31 Jahre zuvor definitiv nicht abzusehen.

Denn der heutige NBA-Star der Miami Heat erlebte eine schwierige Kindheit. Als er noch ein Baby war, verließ sein Vater die Familie. 13 Jahre später warf ihn dann auch noch seine Mutter raus.

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"Mir gefällt nicht, wie du aussiehst. Du musst gehen", sagte sie, wie Butler ESPN verriet.

In der folgenden Zeit kam er bei verschiedenen Freunden unter, ehe ihn die Familie eines High-School-Kumpels fest bei sich aufnahm. Dennoch hegt Butler keinen Groll gegen seine Eltern - im Gegenteil: "Wir lieben uns. Das wird sich niemals ändern", sagte Butler, der noch in Kontakt zu ihnen steht, im Chicago Magazin.

Inzwischen, daran besteht kein Zweifel, werden Mutter und Vater stolz auf ihren Filius sein.

Heat schalten Bucks aus

Denn Butler steht mit den Miami Heat in den Finals der Eastern Conference. Im Ost-Halbfinale schlugen sie die Favoriten aus Milwaukee um Superstar Giannis Antetokounmpo souverän mit 4:1 - vor allem in der Deutlichkeit eine echte Überraschung. 

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Denn die Bucks hatten in der Saison eine herausragende Siegquote von 76,7 Prozent und damit eine bessere als das Meisterteam der Heat im Jahr 2012.

Ein entscheidender Faktor, um die (vermeintliche) Übermannschaft zu schlagen, war jener Butler. Der 31-Jährige dominierte die Serie auf beiden Seiten des Feldes und sorgte in Spiel 1 mit 40 Punkten für eine Bestmarke.

Bei den Bulls zum Star entwickelt

Der Sportler hat einige bewegte Stationen hinter sich, in denen er sportlich meistens überzeugen konnte, doch andere Probleme erschwerten ihm in der Vergangenheit den ganz großen Wurf.

Nach einem Jahr am Tyler Junior College und zwei in Marquette wählten die Chicago Bulls Butler im NBA-Draft 2011 mit dem 30. Pick aus. Hier entwickelte sich der Flügelspieler über die Jahre vom unbeschriebenen Blatt zum Star.

2015 wurde er als erster Spieler der Franchise-Geschichte zum Most Improved Player gewählt, erst in den Eastern Conference Finals war gegen die Cleveland Cavaliers Endstation.

Butler knackt bei Bulls Jordan-Rekord

In der Folge wurde er zum bestimmenden Spieler bei den Bulls. Er brach sogar einen alten Rekord des großen Michael Jordan, indem er Ende 2015 bei einem Sieg gegen die Toronto Raptors 40 Punkte in einer Halbzeit warf.

2017 ging es weiter zu den Minnesota Timberwolves. Doch die Zusammenarbeit mit Top-Talent Karl-Anthony Towns hob das Team nicht auf ein neues Level. Es kam zu atmosphärischen Spannungen und dem Erstrundenaus.

Bei den Sixers kam Butler mit Superstar Joel Embiid nicht zurecht
Bei den Sixers kam Butler mit Superstar Joel Embiid nicht zurecht © Getty Images

Nach nur einer Saison brach Butler seine Zelte wieder ab - und wurde Ende November 2018 nach Philadelphia geschickt. Auch dort fruchtete das Zusammenspiel mit Ben Simmons und Joel Embiid nicht wie gewünscht, wieder gab es zwischenmenschliche Schwierigkeiten.

Butler und Miami - die perfekte Symbiose

Bisweilen wurde Butler als Sündenbock ausgemacht, doch der Erfolg in Miami zeigt, dass der Routinier als Anführer sehr wohl taugt. Denn der Wechsel nach Florida im Juli 2019 stellte sich als Volltreffer für beide Seiten heraus.

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Butler fühlt sich pudelwohl in Miami, die Franchise versprüht Gewinner-Mentalität, die Teamkollegen arbeiten nach dem Geschmack des Leaders.

Butler ragt nicht immer mit Punkte-Explosionen heraus. Was ihn besonders macht, ist seine Fähigkeit, das Spiel zu kontrollieren, den Rhythmus zu diktieren.

Qualitäten als Leader

Butler hat nicht den Star-Appeal anderer, doch er ist ein Leader, ein Gewinner. Jedes Team, in dem er in seiner Karriere gespielt hat, hatte mit ihm eine bessere Siegquote vorzuweisen als ohne ihn.

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Er weiß, zu was die Heat im Stande sind. Nach der 3:0-Führung in der Serie gegen die Bucks betonte er, er sei "nicht überrascht. Ich habe das Gefühl, alle anderen sind es, aber wir nicht. Nicht, wenn du ein Heat Trikot trägst. […] Wenn du Teil dieser Franchise bist, hast du gesehen, was wir das ganze Jahr über gemacht haben."

Noch hat Butler lange nicht genug. Im Eastern Conference Finale gegen die Boston Celtics wird es wieder auf ihn ankommen. Doch "Jimmy Buckets" wird auch mit schwierigen Situationen klar kommen. Das hat er in seinem Leben bereits oft genug unter Beweis gestellt.