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München - Die Boston Celtics scheitern in Spiel 6 an den Miami Heat und verpassen so die Finals der NBA-Playoffs. Daniel Theis bleibt blass, beim Sieger trumpft Bam Adebayo auf.

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Schluss, Aus, vorbei! Der Traum von der ersten Finals-Teilnahme in den NBA-Playoffs ist für Daniel Theis jäh geplatzt.

Der deutsche Basketballnationalspieler verlor mit den Boston Celtics gegen die Miami Heat Spiel 6 der Eastern Conference Finals mit 113:125 und kassierte damit das 2:4 der Best-of-Seven-Serie Serie. (Spielplan der NBA-Playoffs).

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Ausschlaggebend für die Niederlage war das letzte Viertel, in dem die Kelten einen 26:6-Run des Gegners zuließen und schließlich nichts mehr entgegenzusetzen hatten.

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Theis, in den bisherigen Spielen einer der Garanten für Bostons Defense und in Spiel 5 noch mit einem Double-Double unterwegs, blieb wegen Foulproblemen unauffällig, verbuchte in 22 Minuten 6 Punkte und 7 Rebounds.

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Besonders bitter: Eine 6-Punkte-Führung verspielten die Celtics nur kurz nach Beginn des letzten Spielabschnitts, weil unter anderem der deutsche Power Forward keine Mittel fand, Bam Adebayo bei einem krachenden Dunk zu stoppen.

Theis blass bei Celtics, Adebayo glänzt bei Heat

Der Big Man war es auch, der mit einem Career-High von 32 Punkten, 14 Rebounds und 5 Assists zum Matchwinner der Heat avancierte, die erstmals seit 2014 wieder die Finals erreichten und dort nun auf die Los Angeles Lakers um Superstar LeBron James treffen, die die Denver Nuggets ausgeschaltet hatten. (Spiel 1 der Finals am Do., 3 Uhr MESZ)

Bemerkenswert dazu: Vor sechs Jahren war es noch James, der Miami (damals an der Seite von Christ Bosh und Dwyane Wade) in die Finals geführt hatte, dort dann aber den San Antonio Spurs unterlag (2:4).

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Nun stahl Adebayo allen die Show, neben dem für die Heat auch Jimmy Butler (22 Zähler, 8 Assists bei, Tyler Herro (19 Punkte, davon 11 im Schlussviertel), Andre Iguodala (15) und Duncan Robinson (15) glänzten.

Tatum und Walker zu wenig bei Boston

Für die in der Cruchtime auseinander fallenden Celtics dagegen blieben selbst vier vier Spieler mit 20 oder mehr Punkten zu wenig, wie die Statistiken von Jayson Tatum (24 Punkte, 11 Assists und 7 Rebounds), Jaylen Brown (26), Marcus Smart (20) und Kemba Walker (20) dokumentierten.

"Als Adebayo sich entschieden hat, zum Korb zu ziehen, hat uns das die Fesseln angelegt mit den vielen Schützen, die sie haben", kommentierte Celtics-Coach Brad Stevens die Szene des Spiels gegen Theis. "Wir hatten nicht genug über ihre Physis gesprochen. Sie sind das beste Team im Osten."

Auch Walker adelte Matchwinner Adebayo: ""Bam... er ist ein Star! Und er hat wie einer gespielt!"

Butler wiederum dachte bereits an die nächsten Aufgaben: "Noch vier weitere Siege. Wenn eine Truppe das schaffen kann, dann sind das wir."

Celtics brechen in Crunchtime auseinander

Boston hatte einen schwachen Start erwischt, doch auch die Heat-Offense lahmte zunächst. Dennoch ging Miami als Sieger aus dem ersten Viertel (33:27) und danach dank zwölf Punkten von Tatum in die Halbzeit (62:60)

In der Folgezeit geriet die Partie zu einem echten Schlagabtausch: Boston konterte einen 8-Punkte-Rückstand mit einem 10:2-Lauf, ging mit 86:88 in das letzte Viertel. Als Brown dann per Steal und Fastbreak-Layup gar für eine 6-Punkte-Führung, wähnten sich die Celtics und Theis bereits auf Siegkurs.

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Doch dann erhöhten die Heat nochmals die Schlagzahl - und brockten dem Deutschen dessen sechstes Foul an. Die Folge: Theis musste auf die Bank, Robinson traf unter anderem per Dreier, und Miami ging mit 15 Punkten vorentscheidend auf und davon. 

Miami steht damit zum sechsten Mal in der Finalserie. Die erst 1988 gegründete Franchise gewann den Titel bislang 2006, 2012 und 2013, die letzten beiden Male gehörte auch James zum Kader.

Die Lakers wiederum, die ihre ersten Meisterschaften zwischen 1947 und 1960 als Minneapolis Lakers gewonnen hatten, könnte mit einem Sieg in der Finalserie mit Boston gleichziehen: Beide hätten dann 17 Titel gewonnen.