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München - Die Mavericks setzen mit dem Sieg gegen die Clippers ein Ausrufezeichen. Mehrere Gründe sprechen dafür, dass sie zum großen Favoritenschreck werden können.

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"Es fehlen nur noch drei", stellte Luka Doncic nach dem 127:114-Sieg der Dallas Mavericks gegen die Los Angeles Clippers im zweiten Spiel der Best-of-Seven-Serie fest.

Drei Siege, um den großen Favoriten aus L.A. zu stürzen und in die nächste Runde der NBA-Playoffs einzuziehen. "Ich denke, wir können gegen sie bestehen. Wir haben immer den Glauben an den Sieg. Wenn du nicht daran glaubst, hast du hier nichts verloren", erklärte der 21 Jahre alte Superstar der Mavs selbstbewusst.

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Zwar steht es nach der enttäuschenden Auftaktpleite der Mavericks im Duell mit den Clippers erst 1:1, doch die Franchise aus Dallas hat allen Grund zur Zuversicht.

Schließlich hat das Team von Coach Rick Carlisle die Clippers in der zweiten Halbzeit wahrlich überrollt, und das ohne die Unterstützung Doncic'.

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Doncic wegen Foulproblemen auf der Bank

Der Point Guard saß nach der Pause wegen Foulproblemen die meiste Zeit auf der Bank, lediglich neun Minuten kam er noch zum Einsatz. Was dem Spiel der Mavs jedoch keinen Abbruch getan hat: Mit einem 14:4-Lauf stellte Dallas noch im dritten Viertel auf 98:85 und baute die Führung in den letzten zwölf Minuten auf 18 Zähler aus. 

Angeführt von Trey Burke und Seth Curry erzielten 17 der 20 Punkte im vierten Durchgang Dallas' Ersatzspieler. Zwar sorgten die Clippers in dieser Saison für die meisten Punkte von Reservisten in der Liga, in Spiel zwei hatten die Mavs jedoch mit 47:37 Punkten die Nase vorn. 

Mit Burke (16 Punkte), Curry (15 Punkte) und Center Boban Marjanovic (13 Punkte) punkteten gleich drei Ersatzspieler der Mavericks zweistellig.

"Ihre Bank hat unsere Bank und unsere Starter übertrumpft", brachte es Clippers-Trainer Doc Rivers, Currys Schwiegervater, auf den Punkt. Und auch Mavs-Coach Carlisle betonte die Bedeutung seiner Reservisten: "So werden wir Spiele gewinnen müssen. Unser breiter Kader wird ein großer Teil davon sein."

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Doncic stellt NBA-Rekord auf

Ohne Frage bleibt Doncic trotzdem Dallas' entscheidender Faktor: In nur 28 Minuten erzielte der Slowene 28 Punkte, acht Rebounds und sieben Assists.

Die ersten beiden Viertel dominierte er nach Belieben, war an jedem Punkt des 15:2-Laufs der Mavs zu Beginn des Spiels beteiligt - entweder versenkte er selbst oder war Assistgeber.

70 Punkte legte der MIP-Kandidat bis dato in seinen ersten beiden Playoff-Spielen auf und löste damit Kareem Abdul-Jabbar als besten Scorer in den ersten zwei Karriere-Playoff-Partien ab - damit hält Doncic nun den NBA-Rekord in dieser Kategorie.

Das Kunststück von 70 Zählern oder mehr gelang in der Geschichte der NBA bislang nur Hall-of-Famer George Mikan im Jahr 1949 (75 Punkte), allerdings noch in der Vorgängerliga BAA (Basketball Association of America).

Sieg gegen Clippers für Mavericks "Schritt in richtige Richtung"

Können die Mavericks den großen Clippers wirklich die Stirn bieten?

Ein genauerer Blick auf Spiel eins steigert die Zuversicht noch. Denn bevor der Big Man und zweite Mavs-Superstar Kristaps Porzingis nach einer umstrittenen Entscheidung wegen einer Rangelei mit Marcus Morris disqualifiziert worden war, führte Dallas noch mit fünf Zählern.

"Wir wussten schon nach dem ersten Spiel, dass wir auf den Punkt da waren und uns mit einem der Favoriten messen können", sagte Porzingis, der in Spiel zwei 23 Punkte und sieben Rebounds verbuchte, und fügte an: "Wir waren vorbereitet."

"Einen Schritt in die richtige Richtung", nannte Carlisle den klaren Sieg über die Clippers. "Es ist wichtig, zu spüren, wie sich ein Sieg anfühlt."

Nun müsse sein Team allerdings die Spannung auf einem hohen Niveau halten, was nach einem Sieg in einem Playoff-Spiel immer hart sei. "Selbst in einer Situation wie dieser, in der keine Fans anwesend sind, bekommt man ein überschwängliches Gefühl. Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Es ist jetzt eine Fünf-Spiele-Serie."