Giannis Antetokounmpo und die Bucks boykottierten die Playoffs als erstes Team
Giannis Antetokounmpo und die Bucks boykottierten die Playoffs als erstes Team © Getty Images
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Die Milwaukee Bucks ziehen in das Halbfinale der Eastern Conference ein. Nach dem Sieg über Orlande spricht Giannis Antetokounmpo aber über wichtigere Dinge.

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Die Milwaukee Bucks, die am Mittwoch den Boykott aus Protest gegen Polizeigewalt in den USA gestartet hatten, kehrten indes erfolgreich auf das Feld zurück.

Der Titelkandidat setzte sich mit 118:104 gegen Orlando Magic durch und komplettiert die Playoff-Halbfinals der Eastern Conference.

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Dort treffen die Bucks auf Miami Heat. Einen großen Anteil am Erfolg der Bucks im fünften Duell der Serie (Endstand 4:1) hatte wieder einmal der griechische Superstar Giannis Antetokounmpo. 

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Der 25-Jährige kam auf 28 Punkte und steuerte 17 Rebounds und drei Assists bei.

Das Spiel hätte ursprünglich am Mittwoch stattfinden sollen, Milwaukee hatte die Partie als Reaktion auf den Fall Jacob Blake boykottiert. Der Schwarze war am vergangenen Wochenende von einem Polizisten von hinten niedergeschossen worden. 

Bucks-Stars sprechen mit Blakes Vater

Antetokounmpo berichtete nach dem Spiel, dass die Spieler der Bucks nach dem Boykott Kontakt zu Blakes Familie aufgenommen hatten.

"Was mich als Mensch wirklich bewegt hat, ist, dass man etwas erreichen kann, wenn man es wirklich will. Wir bekamen die Telefonnummer seiner Familie in 30 Minuten. Und wir sind als Team alle zusammengekommen, in einem Kreis, haben mit seinem Vater gesprochen. Und sein Vater war in Tränen und hat uns gesagt, wie stark es für ihn und seine Familie war, was wir getan haben. Und das ist für mich größer als Basketball. 

Bucks-Coach Mike Budenholzer sagte über die Aktion seiner Spieler: "Das ist ein Moment, in dem ich von meinen Spielern gelernt haben." Und weiter: "Sie haben mich besser gemacht. Sie haben mich zu einem gewissen Grad gelenkt, sie haben uns dazu gebracht, aufzustehen und zu sagen: 'Genug, wir wollen eine Veränderung'".

Der Boykott der Bucks hatte eine landesweite Protestwelle im Sport ausgelöst.

Die Major League Baseball (MLB), Major League Soccer (MLS), die Frauenbasketball-Profiliga WNBA, die NHL sowie die Tennis-Vereinigungen ATP und WTA in New York zogen nach und zeigten sich solidarisch.

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mit Sport-Informations-Dienst