Lesedauer: 2 Minuten

München - Michael Jordan hielt sich früher aus Politik raus, aber im Zuge des Boykotts wegen sozialer Ungerechtigkeit und Polizeigewalt geht er auf die Spieler zu.

Anzeige

Der Streik der NBA-Profis in der Bubble von Orlando ist weiterhin ein sehr emotional aufgeheiztes Thema in den USA.

LeBron James und seine Los Angeles Lakers stimmten sogar für einen Abbruch der Playoffs, während US-Präsident Donald Trump - um seine schwindenden Wahlchancen besorgt - die Situation auszunutzen versucht.

Anzeige

In dieser extrem schwierigen Lage hat sich ein Mann zur Schlüsselfigur für die NBA entwickelt: Michael Jordan.

Jordan ergreift Inititative und geht auf Stars zu

Der beste und bekannteste Basketballer aller Zeiten ist zwar mit seinen Charlotte Hornets nicht mehr in Orlando vertreten, aber seines Zeichens der einzige schwarze Mehrheitseigentümer.

Durch seine herausragende Karriere hat er aber auch bei den Spielern ein Standing, dass er nun genutzt hat, um zu vermitteln und die NBA auf eine gemeinsame Linie einzuschwören.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Bayerns heißer Transfermarkt-Tanz
  • Int. Fussball / Premier League
    2
    Int. Fussball / Premier League
    Rätsel um Thiago: Klopp äußert sich
  • Fussball / Transfermarkt
    3
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Neuer Klub für Sinan Kurt
  • Fussball / 2. Bundesliga
    4
    Fussball / 2. Bundesliga
    Erste Trainerentlassung in 2. Liga
  • US-Sport / NFL
    5
    US-Sport / NFL
    Mahomes mit Rekord bei Chiefs-Sieg

Jordan soll nach ESPN-Informationen bereits vor einem Meeting der Eigner am Donnerstag Kontakt zu OKC-Star Chris Paul, Präsident der Spielergewerkschaft, aufgenommen haben.

Er wollte erfahren, was die Spieler erreichen wollen, und habe seine Hilfe angeboten. Auch mit Russell Westbrook sprach Jordan demnach über soziale Gerechtigkeit und Polizeibrutalität.

"Auch Republikaner kaufen Sneaker"

Dabei war Jordan zu seiner aktiven Zeit betont unpolitisch aufgetreten. Sein Zitat "auch Republikaner kaufen Sneaker" ist inzwischen berühmt und berüchtigt.

Nun engagiert sich der sechsmalige NBA-Champ. Die anderen Eigner überzeugte er offenbar, auf die Spieler einzugehen. "Momentan ist zuhören besser als reden", soll Jordan gesagt haben.

Letztendlich stellten sich danach alle Eigentümer solidarisch hinter die Spieler, die Saison soll nun wohl am Samstag fortgesetzt werden, denn alle Beteiligten folgten Jordans Linie, dass Spiele die größte Plattform für Veränderungen seien.

Gewaltige Spende im Zuge von Black Lives Matter

Jordan hatte bereits im Zuge von Black Lives Matter - vor den Schüssen auf Jacob Blake - gemeinsam mit seiner unter dem Nike-Dach verorteten Jordan-Marke 100 Millionen Dollar über zehn Jahre verteilt gespendet, um das Wahlrecht der schwarzen Bevölkerung zu stärken.

Der größte Basketballer aller Zeiten hat seine Stimme gefunden und ist die Schlüsselfigur der NBA im Kampf um soziale Gerechtigkeit.