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Außergewöhnliche Szene in der NBA. Nach einem Kopfstoß gegen Moritz Wagner fliegt Giannis Antetokounmpo vom Parkett. Dem MVP droht eine Sperre zum Playoff-Start.

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Droht NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo eine Sperre zum Playoff-Auftakt?

Im Spiel zwischen den Milwaukee Bucks und den Washington Wizards wurde der aktuelle MVP des Parketts verwiesen. Grund dafür war ein Kopfstoß gegen den Deutschen Moritz Wagner. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

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Diese könnte dem "Greek Freak" nun teuer zu stehen kommen, denn Wizards-Coach Scott Brooks rechnet fest damit, dass der Grieche nach seiner Kopfnuss "ein paar Spiele" verpassen wird. "Für solch ein Verhalten gibt es keinen Platz. Leider war es Giannis, vor dem ich großen Respekt habe. Die Liga wird sich das sicherlich anschauen und eine Entscheidung treffen. Glücklicherweise für ihn war es noch kein Playoff-Spiel", so der Trainer weiter.

Kopfstoß gegen Wagner

Allzu lange dauert es bis zu den Playoffs aber nicht mehr. Die Bucks haben nur noch ein reguläres Saisonspiel, am Donnerstag gegen die Memphis Grizzlies. Danach geht es mit der Erstrundenserie der Playoffs gegen die Orlando Magic weiter. Sollte Antetokounmpo also für mehr als ein Spiel gesperrt werden, fällt er zum Playoff-Start aus.

Im zweiten Viertel waren in der Nacht erst drei Minuten gespielt, ehe es zu der verhängnisvollen Szene kam.

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Zunächst war es zwischen dem 25-Jährigen und Wagner mehrere Male zu direkten Duellen gekommen. Nach einem Rebound kam es dann zu einem Gerangel, ehe ein Offensivfoul gegen den Griechen gecallt wurde - womit weder er selbst, noch sein Team einverstanden waren. 

Noch während die dazugehörige Challenge lief, brannten beim Greek Freak dann die Sicherungen durch und er verpasste Moe Wagner einen Kopfstoß. Eine Aktion, die ihm ein Flagrant-2-Foul und damit gleichbedeutend den Ausschluss vom Spiel einbrachte.

Antetokounmpo entschuldigt sich

Nach der Partie entschuldigte sich der MVP jedoch umgehend beim Deutschen. (Spielplan der NBA)

"Wenn ich die Uhr zurückdrehen und die Szene wiederholten könnte, würde ich es nicht mehr machen. Aber wir sind alle menschlich und machen Fehler. Ich denke, dass ich das ganze Jahr über einen guten Job gemacht habe, meine Nerven im Griff zu behalten und mich auf das Spiel zu fokussieren. Ich muss davon lernen, nach vorne schauen und weiter guten Basketball spielen", sagte Antetokoumpo.

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"Ich glaube nicht, dass ich frustriert wegen Wagner war. Ich habe nichts gegen ihn. Ich habe nicht nachgedacht. Jetzt muss ich damit leben", so der 25-Jährige weiter.

Sein Trainer Mike Budenholzer nahm den Übeltäter sogleich in Schutz. "Giannis muss sich seit einer langen Zeit damit auseinandersetzen. Die Gegner testen seine Grenzen aus und heute hatte er einen Ausrutscher. Es könnte eine der besten Sachen sein, die passieren konnte und ein Lernmoment sein", hofft der Head Coach.

Wagner reagiert gelassen

Wagner reagierte indes gelassen auf den Vorfall: "Er ist ein wirklich guter Spieler. Ich will ihn natürlich aus dem Spiel haben. Ich versuche nicht absichtlich, ihm unter die Haut zu gehen. Ich versuche nur, hart zu spielen, mir den Arsch aufzureißen, ehrlich."

Doch obwohl der Grieche große Teile des Spiels fehlte, gefährdet war der 123:113-Sieg der Bucks dennoch nicht. Mit 24 Punkten durfte sich Brook Lopez beim Führenden der Eastern Conference Topscorer nennen, bei den Wizards erzielte Rui Hachimura mit 20 Punkten die meisten Zähler.

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Wagner kam von der Bank aus auf sechs Punkte. Isaac Bonga, der in der Starting Five stand, brachte es auf zehn Zähler.

Suns feiern nächsten Sieg

Neben den Bucks haben auch die Phoenix Suns ihren nächsten Sieg gefeiert. Gegen die Philadelphia 76ers siegten die Suns mit 130:117 und sind mit sieben Siegen in sieben Spielen in der NBA-Bubble weiterhin ungeschlagen. Die Playoff-Hoffnungen in Phoenix bleiben damit auch weiterhin am Leben.

Devin Booker schwang sich mit 35 Zählern zum Topscorer der Suns auf, bei den Sixers, die ohne die verletzten Joel Embiid und Ben Simmons auskommen müssen, war Alec Burks mit 23 Punkten bester Werfer. (Tabelle der NBA)

Die Suns liegen aktuell mit der gleichen Differenz wie die Memphis Grizzlies auf Rang neun der Western Conference, die zur Qualifikation am Play-In-Tournament berechtigt. Der Tiebreaker geht jedoch an die Grizzlies. Philly ist bereits für die Playoffs qualifiziert.