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München - LeBron James wäre mittlerweile bereit, die NBA-Saison ohne Fans in der Halle zu beenden. Die Coronakrise könnte ihn den Titel mit den Lakers kosten.

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25,7 Punkte, 10,6 Assists, 7,9 Rebounds - NBA-Superstar LeBron James agiert auf absolutem MVP-Nivau, seine Los Angeles Lakers sind das beste Team im Westen und ein ganz heißer Titelkandidat. Dann kam Corona.

Die Pandemie und als ihre Folge die Unterbrechung, möglicherweise sogar ein Abbruch der NBA-Saison - der 35-Jährige könnte machtlos sein, wenn ihm die Krönung als König von L.A. verwehrt bleibt.

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"Ich weiß nicht, ob ich damit abschließen kann", sagte "King James" in einer Videokonferenz auf die Frage, wie er sich fühlen würde, wenn die NBA-Saison nicht fortgesetzt wird.

Seine Meinung zu Geisterspielen hat der Superstar mittlerweile geändert - dabei dürfte auch das Bangen um seine Meisterschaftschance eine Rolle gespielt haben.

LeBron James bereit zu Geisterspielen

Nachdem er kurz vor der Unterbrechung Spiele ohne Zuschauer noch rigoros abgelehnt hatte ("Wenn keine Fans da sind, spiele ich nicht"), erklärte er nun: "Wenn das Ganze mal unter Kontrolle ist und sie uns erlauben, auf irgendeine Weise wieder zu spielen, dann würde ich mich freuen, wenn die Saison fortgesetzt wird. Ich glaube, dass wir um eine Meisterschaft kämpfen können."

Dafür werde man auch einige Einschnitte in Kauf nehmen. "Wenn es einen einzelnen, isolierten Ort gibt, ob in Las Vegas oder sonst wo, der uns aufnehmen kann und die beste Chance gibt, sicher zu sein - nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits - dann werden diese Gespräche geführt und eine Lösung gefunden werden", meinte James am Mittwoch, auf den Tag genau vier Wochen nach dem letzten NBA-Spiel.

Frühestens im Mai will die NBA über das weitere Vorgehen entscheiden.

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Starke Lakers Saison überrascht James

Vor der Unterbrechung sah "The Chosen One" seine Lakers auf einem sehr guten Weg.

"Ich finde ein bisschen Genugtuung darin, was unser Team jetzt schon erreicht hat in diesem Jahr. Mit einem Trainer im ersten Jahr, einem neuen System, komplett neuem Trainerstab, so vielen neuen Spielern… Ich habe ganz ehrlich nicht erwartet, dass wir so schnell so gut zusammenfinden würden. Ich dachte, dass das viel länger dauern würde. Aber ich lag falsch, ich lag sowas von falsch", berichtete James.

Mit 49 Siegen und 14 Niederlagen führen die Lakers die starke Western Conference an. Nur die Milwaukee Bucks haben einen noch bessere Bilanz als die Lakers, die im Sommer unter anderem Superstar Anthony Davis geholt hatten.

Erst der Tod von Kobe Bryant, jetzt Corona

Die starke Lakers-Saison macht den Superstar auch deshalb so stolz, weil die Franchise von mehreren Widrigkeiten gebeutelt wurde. Neben dem Wirbel um abgesagte Vorbereitungsspiele in China warf vor allem der Tod von Legende Kobe Bryant das Team aus der Bahn.

"Alles, was wir diese Saison durchgemacht haben, diese Achterbahnfahrt, alles was wir ertragen mussten, es war so viel", blickte James zurück: "Von Zufriedenheit könnte ich nicht sprechen, aber ich bin stolz darauf, was wir zu diesem Zeitpunkt schon erreicht haben. Ich kann zurückblicken und sagen: Ok, wir haben in dieser kurzen Zeit etwas Besonderes geschafft."

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Nun gelte es aber - nicht nur für ihn und die Lakers - die riesige Herausforderung zu meistern, die das Coronavirus darstellt.

"Es ist wie eine Straßensperre für uns alle", meint James, "nicht nur als Amerikaner, sondern als gesamte Welt. Ein Test für uns alle, unseren Geist, unseren Glauben, ein Test für alles. Wir haben uns so an unser bequemes Leben gewöhnt und jetzt ist es Zeit, eine Pause einzulegen."