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München - Hakeem Olajuwon gelingt im März 1990 ein unglaubliches Spiel gegen die Bucks. "The Dream" glänzt dabei mit Statistiken, die ihn für immer unsterblich machen.

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Wenn es darum geht, außergewöhnliche Leistungen von Profi-Sportlern zu beschreiben, werden in den USA vor allem Statistiken aufgeführt.

James Harden, Russell Westbrook oder LeBron James sind in der NBA in den vergangenen Jahren auch deswegen zu Superstars geworden, weil sie in mindestens einer Saison von allen Spielern die meisten Punkte erzielt haben.

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Es sind aber auch andere Statistiken, die einen Superstar ausmachen: Rebounds, Assists, Triple-Doubles. Doch je mehr Daten erhoben werden, desto mehr Rekorde können gebrochen werden. Und so werden viele solcher Leistungen alltäglicher.

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Olajuwon sticht heraus

In dieser Flut von Bestleistungen stechen nur die Werte heraus, die wirklich Seltenheitswert haben. Wie diese an jenem 29. März vor exakt 30 Jahren, als sich Hakeem Olajuwon unsterblich machte.

Der gebürtige Nigerianer war im Frühjahr 1990 bereits seit sechs Jahren in der stärksten Basketball-Liga der Welt aktiv und hatte vom Debüt an fantastische Werte für seine Houston Rockets aufgelegt.

In jeder Saison kam der Center damals auf über 20 Punkte und zehn Rebounds im Schnitt. Doch dass er noch weitaus mehr konnte, demonstrierte er in jenem Spiel gegen die Milwaukee Bucks.

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"The Dream" glänzt historisch

Es sollte ein historischer Abend werden im Summit, wie die Spielstätte der Rockets damals hieß. Etwas über 15.000 Zuschauer bekamen von Olajuwon eine Show geboten, wie sie es auch in der NBA nur ganz selten gibt.

Und sie verstanden wohl nie besser als an diesem Tag, warum dieser 2,13 Meter große Hüne auch "The Dream" genannt wurde. Denn er bewegte sich trotz seiner stattlichen Größe so traumwandlerisch sicher durch die Reihen des Gegners, dass den Bucks nur die Rolle der Statisten blieb.

Am Ende war es beim 120:94-Sieg nicht die Anzahl der Punkte, die für großes Staunen sorgte. Die 18 Punkte bei einer Trefferquote von nur etwas mehr als 40 Prozent waren für Olajuwons Verhältnisse sogar unterdurchschnittlich.

Aber der damals 27-Jährige bestach umso mehr mit anderen Qualitäten: 16 Rebounds angelte er sich, zehn Assists verteilte er - und dazu blockte er unglaubliche elf Würfe.

Olajuwon schafft Quadruple Double

Zweistellige Werte in vier Kategorien! Das hatten seit Erhebung dieser Statistiken vor ihm nur Nate Thurmond von den Chicago Bulls 1974 und Alvin Robertson von den San Antonio Spurs 1986 geschafft.

Ein einziges Mal gelang dieses Kunststück nach Olajuwon noch einem anderen Spieler: David Robinson von den Spurs im Jahre 1994. Seitdem? Niemandem mehr. Nicht Michael Jordan, nicht Kobe Bryant, nicht Shaquille O'Neal.

Was Olajuwons Spiel noch beeindruckender erscheinen lässt, ist, dass er nur wenige Wochen zuvor noch denkbar knapp an der historischen Marke gescheitert war. Beim 129:109-Sieg gegen die Golden State Warriors fehlte ihm ein einziger Assist für das sogenannte Quadruple-Double.

Olajuwon wurde 1994 und 1995 mit den Rockets NBA-Champion und einmal (1994) zum MVP ernannt. 2008 folgte die Aufnahme in die Hall of Fame.

Seinen Ruhm begründet hat aber nicht zuletzt dieser eine Abend vor genau 30 Jahren.