Lesedauer: 3 Minuten

München - Dwight Howard kann den Tod von Kobe Bryant noch immer nicht begreifen und berichtet von bewegenden Szenen. Vor allem ein Versprechen sei für ihn "herzzerreißend".

Anzeige

Der ehemalige Teamkollege von Kobe Bryant, Dwight Howard, hat mit bemerkenswerten Worten geschildert, wie er den Tod des Superstars aufgenommen hat.

Der Lakers-Profi saß mit seinen Teamkollegen im Flugzeug, als er durch eine Nachricht auf seinem Handy vom Helikopter-Absturz erfuhr. Nachdem er die Schreckensmeldung schweren Herzens an die Lakers-Profis weitergegeben hatte, zog sich der 34-Jährige auf die Toilette zurück, um alleine und in Ruhe zu weinen.

Anzeige

"Ich habe wahrscheinlich so heftig geweint wie schon lange nicht mehr", gab er im Gespräch mit ESPN zu. "Nicht, weil wir enge Freunde waren, sondern - Mann, ich dachte einfach niemals, dass es Kobe erwischen könnte."

Howard spielte in der NBA-Saison 2012/13 gemeinsam mit Bryant für die Lakers. Beide hatten jedoch immer wieder Streitigkeiten untereinander, sodass sich der sieben Jahre jüngere Howard nach einem Jahr den Houston Rockets anschloss. Der Center setzte sich dabei immer wieder gegen die Annahme zur Wehr, dass er und Bryant sich nicht leiden könnten.

DAZN gratis testen und die NBA live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Bryant wollte am Dunk-Contest teilnehmen

"Es gab Zeiten, da haben wir uns einfach nicht verstanden und ich habe nicht die Chance bekommen, ihm zu sagen, wie sehr ich unsere gemeinsame Zeit geschätzt habe und wie dankbar ich bin, wieder in L.A. zu sein. Das war der schlimmste Moment", teilte Howard sein Bedauern mit.

Während eines Lakers-Matches im November umarmten sich die beiden an der Seitenlinie. Howard erklärte zudem, dass Bryant mit ihm gemeinsam während des All-Star Wochenendes Mitte Februar am Dunk-Contest teilnehmen wollte.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / DFB-Team
    1
    Fussball / DFB-Team
    Schweinsteiger kann Löw gefährden
  • Fussball / Champions League
    2
    Fussball / Champions League
    DFB-Rückkehr? Hummels wird deutlich
  • Int. Fussball / Premier League
    3
    Int. Fussball / Premier League
    Klopp: Rührende Botschaft an van Dijk
  • SPORT1 VIP Loge
    4
    SPORT1 VIP Loge
    Contentos Frau hilft Bayern-Talenten
  • Motorsport / Formel 1
    5
    Motorsport / Formel 1
    F1-Teamchef bricht Lanze für Vettel

"Er wollte für mich etwas beim Dunk Contest tun, was ziemlich herzzerreißend ist", meinte Howard. "Das ist jeden Tag in meinen Gedanken. Ich kann es nicht glauben. Ich bin immer noch geschockt. Es tut weh. Es ist hart. Ich habe nie gedacht, dass so jemand weg sein kann."

Wenn du hier klickst, siehst du Instagram-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von Instagram dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit, alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
Alle Akzeptieren
Einmal Akzeptieren

"Ich habe mich in den Schlaf geweint"

Howard hatte Bryant nach einem Spiel bei den New York Knicks zum Dunk-Contest eingeladen. Sowohl der Vize-Präsident der Lakers, Rob Pelinka, als auch Howards Berater Charles Briscoe hatten diesem erklärt, dass die "Black Mamba" die Einladung annehmen würde.

Wenige Tage später kamen der 41-Jährige, seine Tochter Gianna und sieben weitere Menschen bei einem Helikopterabsturz ums Leben.

"Ich habe nicht in einer Million Jahren erwartet, dass wir über Kobes Tod sprechen. Es war sehr traurig. Ich habe mich in den Schlaf geweint und es tut heute immer noch weh. Es ist hart, darüber zu sprechen, weil ich diese überwältigenden Gefühle davon bekomme", erklärte Howard. "Aber er hat den Leuten viel bedeutet, wie man an all der Liebe sehen kann, die die ganze Welt geschickt hat. Jeder war verletzt. Ich glaube, die Leute waren tief traurig."

Howard konnte Gedenkstätte nicht besuchen

Der Center hat es trotz aller Trauer nicht über sich gebracht, zur Gedenkstätte am Staples Center in Los Angeles zu gehen, sondern ist zu einer kleineren Kapelle außerhalb der Stadt gefahren.

Jetzt aktuelle NBA-Fanartikel kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE

Zum Abschluss gab Howard den Rat, jede Person zu respektieren und gegenüber niemandem Hass oder Ärger zu verspüren, weil man nicht wisse, was mit ihnen passiert. "Das war eine sehr wertvolle Lektion. Ich will den Leuten jeden Tag erzählen, wie dankbar ich für sie bin und wie sehr ich sie schätze."