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Nach seinem Rücktritt spricht NBA-Legende Dirk Nowitzki über seine Zukunftspläne, einen Job bei den Dallas Mavericks und sein Vorbild für die Zeit nach der Karriere.

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NBA-Legende Dirk Nowitzki hat über sein neues Leben nach dem Rücktritt aus der NBA gesprochen.

Erstmals seit 21 Jahren ist er über Weihnachten in Europa - ein Umstand, den er genießt. "Da werden wir so viel reisen, dass ich gar keine Zeit habe, die Spiele (Christmas Games, Anm. d. Red.) zu verfolgen, zumal es hier Nacht ist, wenn sie drüben stattfinden", erklärte Nowitzki seine Pläne für die Feiertage in der Süddeutschen Zeitung.

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Auch mehrere Monate nach seinem Karriereende hält er dies noch immer für die richtige Entscheidung, auch wenn "das Kribbeln schon noch da" sei. "Wenn man die Spielsysteme sieht, denkt man: Was würdest du in dieser Situation machen? Das ist schwer, und das wird auch schwer bleiben", schilderte Nowitzki. 

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Nowitzki: "Das ist abgehakt"

Doch "der Umstand, dass ich noch ein paar Probleme habe mit meinem Fuß" helfe ihm ein bisschen, ergänzte Nowitzki. Sein Fazit fällt daher eindeutig aus: "Es ist gut, dass ich nicht aufgehört habe und denke: Ich könnte eigentlich noch zwei, drei Jahre spielen. Das ist abgehakt."

Seit seinem Rücktritt habe er nur wenig Sport getrieben. "Jetzt hab ich langsam wieder angefangen, aber alles ohne Ball", sagte Nowitzki. Eine gewisse Workout-Routine werde er "für den Rest meines Lebens einhalten müssen. Die Knochen haben viel mitgemacht, man muss etwas Spannung auf den Muskeln halten, und bei meiner Größe muss was für den Rücken und für die Bauchmuskeln machen, sonst tut gleich alles weh."

Eine Leere ohne den Basketball hat Nowitzki nach dem Ende in der NBA bisher noch nicht verspürt. "Es war immer was los. Ich musste nach China zur WM, da war ich als Botschafter des Weltverbandes Fiba. Und im September war in Dallas das Tennisturnier für meine dortige Stiftung. Es war schön, bei allem dabei zu sein, mitzuwirken, mitzugestalten. Auch mit meinen Kids war auch immer was los, die sind ja noch ziemlich klein."

Für die Zukunft "liegt natürlich nahe, dass ich auch für die Mavericks etwas mache, sie liegen mir am Herzen", meinte der NBA-Champion von 2011. Doch es habe noch keine Gespräche gegeben, weil er erst einmal Abstand gebraucht habe. Aber sein zukünftiger Job werde "schon mit Basketball zu tun haben, weil das mein Fachgebiet ist", erklärte Nowitzki.

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In diesen Ländern wird Nowitzki nicht erkannt

Als Vorbild beim Übergang zwischen Sport und Beruf nennt er Lakers-Legende Magic Johnson "businessmäßig" als Vorbild, der durch ein Investment bei Starbucks Erfolg hatte. 

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Momentan genießt er aber die Zeit ohne Verpflichtungen und will sich nach 30 Jahren wieder auf Skier wagen.

Durch seine Erfolge wird Nowitzki aber nahezu überall auf der Welt erkannt. Auf die Frage, wo auf der Welt er sich unerkannt bewegen kann, antwortete Nowitzki: "Als ich in Australien mit Holger Geschwindner unterwegs war. Oder in England, da geht's auch. Das sind natürlich die Länder, in denen Basketball nicht so eine große Rolle spielt. Oder Schweden jetzt. Wenn wir da oben sind, denkt jeder bloß, ich bin einfach ein übergroßer Schwede." Nowitzkis Frau Jessica stammt aus Schweden. 

"Ich schätze, dass der Rummel irgendwann nachlässt", sagte der 41-Jährige: "Teilweise kennen mich ja schon heute die Kids nicht mehr. Da sagen die Eltern: Hey, schau mal, das ist doch Dirk Nowitzki. Und die Kinder: Hä? Wer? Die kennen nur noch den Luka (Doncic, d. Red.)."