Kryie Irving fand offene Worte
Kryie Irving fand offene Worte © Getty Images
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Im Sommer verließ Kyrie Irving die Boston Celtics in Richtung Brooklyn Nets. Nun gesteht der Guard, bei seinem Ex-Team Fehler gemacht zu haben.

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Kyrie Irving galt als großer Hoffnungsträger in Boston, als er sich 2017 den Celtics anschloß. Der Point Guard sollte die Franchise zurück zu alten Erfolgen führen.

Die erfolgsverwöhnten Boston Celtics, mit 17 Meisterschaften Rekordchampion der NBA, warten seit 2010 auf den nächsten Titel.

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Mit Irving sollte dies gelingen, um den All-Star wurde eine schlagkräftige Truppe aufgebaut. Doch in zwei Jahren mit Irving reichte es nicht für die Finals.

Während es 2018 noch bis in die Eastern-Conference-Finals ging, war 2019 bereits ein Runde zuvor Endstation. Mit 1:4 war man gegen die Milwaukee Bucks chancenlos.

Tod des Großvaters als Auslöser

Vor allem Irving wurde dies angelastet, der Aufbauspieler war ein Schatten seiner selbst. Auch, weil sein Großvater starb.

"Basketball und der Spaß, den er mir bereitete, waren wie weggeblasen", gab Irving nun laut ESPN beim Media Day der Brooklyn Nets, denen er sich nach seinem Abgang von den Celtics im Sommer anschloss, zu.

Hilfe von Mannschaftskollegen oder Außenstehenden lehnte er ab. "Ich hatte das ganze Jahr so einen Gesichtsausdruck. Habe niemandem erlaubt, mir nahe zu kommen. Ich hielt es nicht für nötig, Schritte zu unternehmen, mir Beratung zu suchen oder eine Therapie zu machen, um damit fertig zu werden, dass jemand gestorben ist, der mir nahe steht. Sowas musste ich vorher noch nie durchmachen."

Irving spaltete das Team 

Die innere Zerrissenheit Irvings färbte auf den Job ab, auch auf die Stimmung in der Celtics-Kabine. Die Spaltung zwischen dem Team und ihrem Superstar war längst auch für die Öffentlichkeit ersichtlich.

"Ich habe auf eine Weise reagiert, die untypisch ist", schildert Irving, "für einige der Konflikte im Teamumfeld war ich schlicht nicht bereit."

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Und der 27-Jährige geht noch weiter: "Ich habe bei diesen Jungs versagt, weil ich Ihnen nicht alles gegeben habe, was ich gekonnt hätte während der Saison. Ein Anführer in diesem Umfeld zu sein und die Leute zusammenzubringen - da habe ich versagt."

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Nun wagt Irving den Neuanfang in Brooklyn. Bei den Nets trifft er auf einen seiner besten Freunde: Kevin Durant.

Der droht die Saison aufgrund eines Achillessehnenrisses zu verpassen. Trotzdem glaubt Irving an seine neue Franchise, die mit Center DeAndre Jordan einen weiteren Topspieler nach Brooklyn lotste.

"Es war offensichtlich, was diese Leute hier aufbauen", so Irving über seinen ersten Interessensaustausch mit den Nets-Verantwortlichen.  

Irving erhebt schwere Vorwürfe gegen Warriors

Dass Durant aber zugunsten des sportlichen Erfolges zu früh zurückkommt und erneut eine schwere Verletzung riskiert, will Irving mit aller Macht verhindern.

Er wirft Durants Ex-Team Golden State Warriors vor, durch den Einsatz des angeschlagenen Superstars in den Finals dessen Achillessehnenverletzung billigend in Kauf genommen zu haben.  

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"Wir wissen alle, dass Kevin nicht bereit war, zu spielen", glaubt Irving, "Wir alle wissen das, ob die Leute es zugeben oder nicht. Er fehlte 31 Tage und man bringt ihn in den Finals, um ein Produkt zu verkaufen, das über Kevin als Person steht."

In Brooklyn werde er das nicht zulassen. "Ich bin hier, um das zu verhindern. Und ich werde das ganze Jahr der Beschützer vor all dem sein und es nicht erlauben, dass irgendjemand diesen Kreis durchbricht."