Dirk Nowitzki (r.) und Kristaps Porzingis trafen in der NBA bereits oft aufeinander
Dirk Nowitzki (r.) und Kristaps Porzingis trafen in der NBA bereits oft aufeinander © Getty Images
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Der Trade von Kristaps Porzingis zu den Mavs erschüttert die NBA, spielen kann der All-Star aber dennoch nicht. Der Deal könnte weitreichende Folgen haben.

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Mit diesem Trade hätten nicht einmal die größten NBA-Experten gerechnet.

Am Donnerstagabend gaben die New York Knicks bekannt, dass All-Star und Toptalent Kristaps Porzingis in Zukunft das Trikot der Dallas Mavericks tragen wird. Beide Franchises hatten sich auf den Mega-Trade verständigt.

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In dieser Saison kann Porzinigs seinem neuen Team aber wohl nicht mehr helfen. Gegenüber ESPN gab Mavs-Owner Mark Cuban zu, dass der 23-Jährige in der laufenden Spielzeit vermutlich nicht mehr das Parkett betreten wird. 

Vor rund einem Jahr hatte sich der Power Forward einen Kreuzbandriss zugezogen. Hoffnungen auf eine Rückkehr im Februar zerschlugen sich aber.

Porzingis verlässt New York - Nowitzki freut sich

Mit den Worten "New York wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben" verabschiedete sich der Lette indes bei Twitter von seinem Ex-Team.

Dirk Nowitzki freute sich über den unerwarteten Neuzugang. "Wenn du die Chance hast, einen Spieler solchen Kalibers zu holen, musst du es tun", sagte der deutsche Superstar.

Wie ESPN berichtet, soll Porzingis die Verantwortlichen des Teams am Donnerstagmorgen getroffen und mit ihnen über seine Frustration gesprochen haben.

Der 23-Jährige war demnach unzufrieden mit seiner Rolle im Team und der generellen Ausrichtung der Franchise. Die Knicks hatten zuvor seinen Vertrag nicht verlängert. Laut Spotrac.com möchte Porzingis bei den Mavs eine Qualifying Offer unterschreiben, andernfalls würde er Unrestricted Free Agent werden. Sein Vertrag läuft im kommenden Jahr aus.

Der Power Forward Porzingis wurde vergangenes Jahr ins All-Star-Team der NBA gewählt und 2016 ins All-Rookie First-Team. Er wurde 2015 von den New Yorks an vierter Stelle gedraftet.

Knicks bekommen Matthews, Smith Jr. und Jordan

Im Gegenzug erhalten die Knicks Wesley Matthews, Dennis Smith Jr., DeAndre Jordan und zwei zukünftige Erstrunden-Picks.

Neben Porzingis sichern sich die Mavs auch Tim Hardaway Jr., Courtney Lee und Trey Burke. 

Mit Porzingis und Luka Doncic haben die Mavs zwei der größten Toptalente der NBA im Team - der Meister von 2011 ist bereit für die Ära nach Dirk Nowitzki.

Mit dem Mega-Trade stellen sich die Mavs für die Zukunft neu auf. "Wir halten Porzingis für ein großartiges junges Talent, in vielen Bereichen ist er Dirk sehr ähnlich", wird Mavs-Coach Rick Carlisle von ESPN zitiert. Der Nachfolger von Nowitzki, der vermutlich seine letzte Saison in der NBA absolviert, scheint also gefunden.

Porzingis soll darüber hinaus ein großer Fan von Doncic und Nowitzki sein.

Beendet der Deutsche nach der Spielzeit wie erwartet seine Karriere und kommt Porzingis nicht früher als erwartet zurück, scheint gemeinsame Zeit auf dem Parkett dennoch ausgeschlossen. 

Verträge laufen aus - kommt Durant?

Interessant gestaltet sich die Vertragssituation bei den neuen Spielern der Knicks: Denn Jordan und Matthews haben beide auslaufende Arbeitspapiere. Das bedeutet, dass die Franchise aus New York City im Sommer eine Menge Cap Space, also Geld für Spielergehälter, zur Verfügung hat.

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Experten schätzen das Salary Cap auf 71 Millionen Dollar - Höchstwert der gesamten Liga. Damit könnten zwei Maximum-Salary Free Agents verpflichtet werden.

Bereits seit längerem wird in den US-Medien spekuliert, dass Kevin Durant im Sommer zu den Knicks gehen könnte. Diese Spekulationen erhalten damit neue Nahrung.

Der Mega-Star gilt bei den Golden State Warriors als Abschiedskandidat, da es immer wieder Streitigkeiten mit Teamkollegen wie Draymond Green gegeben haben soll.

Auch Leonard und Irving Kandidaten

Auch die Namen Kawhi Leonard (Toronto Raptors) und Kyrie Irving (Boston Celtics) sollen in der Personalplanung der Knicks eine Rolle spielen.

Dennis Smith Jr., der durch den Trade ebenfalls nach New York wechselte, besitzt aktuell noch einen Rookie-Vertrag - und kostet die Franchise deshalb wesentlich weniger Geld als Matthews und Jordan.

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Joel Embiid reagiert auf Monstertrade

Der erste NBA-Star, der auf den Mega-Transfer in der Liga reagiert hat, ist Joel Embiid von den Philadelphia 76ers. Der 24-Jährige schrieb auf Twitter "LOLOLOL". Was genau er von dem Trade hält, ließ er offen.

Auch andere NBA-Stars meldeten sich später zu Wort.