Die Toronto Raptors sind derzeit das beste Team der NBA
Die Toronto Raptors sind derzeit das beste Team der NBA © SPORT1-Grafik: Getty Images
Lesedauer: 4 Minuten

München - Die Toronto Raptors dominieren den Osten in der NBA. Vor allem ein riskanter Trade zahlt sich aus. Kevin Durant erwartet Großes von Kawhi Leonard und Co.

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Manchmal zahlt es sich aus, volles Risiko zu gehen.

Als die Toronto Raptors im Sommer DeMar DeRozan zu den San Antonio Spurs tradeten und im Gegenzug Kawhi Leonard unter Vertrag nahmen, war die Verärgerung bei Kyle Lowry spürbar.

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"Er ist mein bester Freund, unsere Beziehung ist größer als nur Basketball", sagte der Spielmacher der Raptors, nachdem Kumpel DeRozan von Kanada nach Texas verfrachtet worden war. (Die Tabelle der NBA)

Der Shooting Guard spielte seit 2009 für Toronto und bildete gemeinsam mit Lowry ein kongeniales Duo. Leonard hingegen kam aus einer langen Verletzungspause, absolvierte 2017/18 nur neun Spiele für die Spurs und hatte es geschafft, sich mit der NBA-Vorzeige-Franchise zu überwerfen.

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Leonard unterschreibt nur für ein Jahr

Trotz des gewaltigen Potenzials des Small Forwards gingen die Kanadier voller Unsicherheit in die Spielzeit, die Fans diskutierten hitzig über die Chancen ihres Teams.

Ein Problem: Leonard ist nur noch bis zum Ende der Saison sicher unter Vertrag, dann kann er per Spieleroption aus seinem Deal aus Spurs-Zeiten aussteigen und Free Agent werden, also ohne jeglichen Gegenwert weiterziehen.

Nach einem Drittel der Saison ist diese Verunsicherung jedoch kompletter Euphorie gewichen: Die Toronto Raptors haben die beste Siegquote der gesamten NBA, in der Nacht auf Donnerstag wurde Meister Golden State Warriors aus deren Halle gefegt.

Dass Leonard in diesem Spiel wegen einer Hüftverletzung fehlte, macht den 113:93-Sieg noch beeindruckender. Gegen die Warriors punktete die komplette Starting Five zweistellig, die Breite im Kader ist ein Pluspunkt der Raptors.

Grundsätzlich ist "The Claw", Meister und Finals-MVP von 2014, allerdings ein unverzichtbarer Bestandteil der Franchise.

Durant schwärmt von Raptors

Der 27-Jährige ist mit 26,1 Punkten und 8,3 Rebounds pro Partie Topscorer seines Teams und gilt als potenzieller MVP-Kandidat. Immer wiederkehrende "MVP"-Rufe der Fans dokumentieren dessen Wandel vom Invaliden zum Anführer.

Außerdem hat Leonard dem Team schon jetzt die Winner-Mentalität der Spurs übertragen.

"Sie haben echte Champions im Team. Sie haben einen neuen Coach, aber die Anführer im Team haben bereits einige Kriege bestritten", schwärmte Warriors-Superstar Kevin Durant nach der deutlichen Pleite: "Sie sind kein Team für die Zukunft, sie sind bereits jetzt voll dabei."

Nummer eins im Osten

Tatsächlich könnten die Raptors in dieser Saison bereit für den ganz großen Wurf sein. Toronto profitiert im Osten von den schwächelnden Konkurrenten Boston Celtics und Philadelphia 76ers. Zudem fallen nach dem Weggang von LeBron James die Cleveland Cavaliers als dominantestes Team der Eastern Conference weg, die Cavs belegen lediglich den 13. Platz im Osten.

Torontos Vorsprung auf die ärgsten Verfolger Milwaukee Bucks und 76ers ist bereits deutlich, der Gewinn der Eastern Conference ist realistisch.

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Das Team von Chefcoach Nick Nurse (heißer Kandidat auf den Trainer des Jahres) überzeugt sowohl offensiv als auch in der Defense, 115,6 erzielte und 107,0 gegnerische Punkte pro Partie sind jeweils Topwerte in der NBA.

Lowry kündigt Steigerung an

Zwischendurch gewannen die Raptors achtmal in Folge. Und der Hunger auf die erste Meisterschaft der Franchise-Geschichte ist riesig.

"Ich möchte mein Team immer auf ein höheres Niveau bringen. Wir hatten einige Probleme und müssen daran arbeiten, besser zu werden", erklärte Superstar Lowry nach dem deutlichen Sieg gegen die Warriors.

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Die Aussage des 32-Jährigen dürfte ganz im Sinne Leonards sein. Bleiben die Raptors weiter in der Spur, dürfte dessen Ära in Toronto länger als nur ein Jahr dauern.