LeBron James wird bei der Niederlage gegen die Spurs zur tragischen Figur. Erst rettet er seine Mannschaft in die Overtime, dann versagen ihm die Nerven.

von Sven Sartison

Die Los Angeles Lakers finden in der NBA weiterhin nicht in die Spur und warten auch nach dem dritten Spiel immer noch auf den ersten Saisonsieg.

Bei der bitteren 142:143-Niederlage gegen die San Antonio Spurs wurde Superstar LeBron James (32 Punkte) zur tragischen Figur. Nachdem der vierfache MVP sein Team zunächst in die Overtime rettete, verpasste er es dort, wenige Sekunden vor dem Ende, die Partie zu entscheiden. (Spielplan der NBA)

Besonders im ersten Viertel bekamen die Lakers kaum Zugriff auf die Partie. Immer wieder kamen LaMarcus Aldridge und DeMar DeRozan zu einfachen Punkten und sorgten damit schon früh für eine deutliche Führung der Spurs.

Auf der Gegenseite versuchte James zwar seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene zu setzen, zu oft wurden jedoch einfache Versuche verpasst.

James rettet Lakers in die Overtime

Erst im zweiten Viertel fand Los Angeles besser ins Spiel und konnte den Rückstand nach und nach verkürzen. Vor allem Kyle Kuzma riss nun das Spiel an sich, suchte selbst den Weg zum Korb oder legte für Center JaVale McGee auf.

Angeführt vom nun immer stärker werdenden James kamen die Lakers in der Folge immer näher heran und konnten das Spiel zu Beginn des Schlussviertels ausgeglichen gestalten. Acht Minuten vor dem Ende brachte der überragende Kuzma, der am Ende auf 37 Punkte kam, seine Mannschaft erstmals seit Beginn der Partie wieder in Führung.

Doch die Spurs zeigten sich davon nur wenig beeindruckt und schlugen ihrerseits zurück. Als Aldridge San Antonio rund eine Minute vor Schluss wieder mit acht Punkten in Führung brachte, sah bereits alles nach der dritten Niederlage der Lakers in Serie aus.

Doch Los Angeles zeigte Kampfgeist. Erneut waren es McGee und Kuzma, die ihre Farben wieder in Schlagdistanz brachten, ehe James mit einem verwandelten Drei-Punkte-Wurf zwei Sekunden vor Ende die Overtime rettete.

Los Angeles verspielt Sechs-Punkte-Führung

In dieser sah es zunächst so aus, als könnten die Lakers das Momentum nutzen und entscheidend davon ziehen. Zwischenzeitlich sechs Punkte betrug der Vorsprung, ehe sich ein erneuter Krimi anbahnte.

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Die Spurs wollten einfach nicht locker lassen und kämpften sich erneut zurück ins Spiel. Als James zwölf Sekunden vor Ablauf der Uhr zwei Freiwürfe verpasste, witterten die Gäste aus Texas noch einmal Morgenluft.

Patrick Mills behielt die Nerven und verwandelte den abschließenden Wurf zum zweiten Saisonsieg der San Antonio Spurs.

"Wir werden immer besser und gehen in die richtige Richtung. Es ist ein langer Prozess. Wir hatten unsere Chancen. Ich habe zwei Freiwürfe verpasst - das ist unerklärlich", sagte ein sichtlich enttäuschter James nach dem Spiel.

Warriors fertigen Suns ab

Nur einen Tag nach der Niederlage gegen die Denver Nuggets haben sich die Golden State Warriors eindrucksvoll zurückgemeldet.

Angeführt von Stephen Curry (29 Punkte) und Kevin Durant (22 Punkte) kam der Meister zu einem ungefährdeten 123:103-Sieg gegen die Phoenix Suns. Von Beginn an ließ das Team aus Oakland keinen Zweifel daran, wer Herr in der Oracle Arena ist.

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So betrug der Vorsprung bereits zur Pause 23 Punkte. Die Suns kämpften sich zwar nach der Pause besser ins Spiel, konnten den Warriors jedoch zu keiner Zeit gefährlich werden. Im Schlussabschnitt schalteten beide Mannschaften einen Gang zurück, sodass es am Ende beim deutlichen Erfolg der Gastgeber blieb. (Tabelle der NBA)

Eine Niederlage mussten die Boston Celtics beim 90:93 gegen die Orlando Magic hinnehmen. Die Toronto Raptors wahrten gegen die Charlotte Hornets ebenso ihre weiße Weste wie die Milwaukee Bucks gegen die New York Knicks.