Kareem Abdul-Jabbar zählt zu den besten Basketballern in der Geschichte der NBA
Kareem Abdul-Jabbar zählt zu den besten Basketballern in der Geschichte der NBA © Getty Images

Kareem Abdul-Jabbar zählt zu den besten Basketballern der Geschichte. Zum Start der NBA gibt er den Rookies wichtige Tipps und warnt vor zu großer Arroganz.

von Sven Sartison

Basketball-Legende Kareem Abdul-Jabbar hat den Neulingen der NBA einige wichtige Tipps mit auf den Weg gegeben. In einer in Briefform vom britischen Guardian veröffentlichten Kolumne wendet sich der frühere Weltklasse-Center direkt an die Rookies der NBA und warnte dabei vor zu großer Arroganz.

"Du hast nichts zu beweisen. Wenn du diesen Monat deine NBA-Karriere beginnst, denke daran, dass du einer der besten Basketballspieler des Landes bist und durch Disziplin, harte Arbeit und außergewöhnliche Leistungen hier bist", beginnt der 71-Jährige sein öffentliches Schreiben, nur um direkt zu relativieren: "Du hast alles zu beweisen. Du wirst jeden Tag gegen die anderen Rookies in deiner Mannschaft antreten müssen. Selbst wenn du sie besiegt hast, wirst du gegen die Veteranen in deiner Mannschaft um Spielzeit kämpfen müssen."

Abdul-Jabbar mahnt Rookies zur Demut

Abdul-Jabbar erinnert sich dabei auch an den Beginn seiner eigenen NBA-Karriere, die 1969 bei den Milwaukee Bucks startete. Er sei nervös gewesen, gleichzeitig aber auch bereit, sich der Herausforderung zu stellen. Dabei habe er sich zu Beginn immer persönliche Ziele gesteckt, um so dem Druck von außerhalb stand zu halten.

"Vor jedem Spiel sagte ich mir selbst, ich werde diese Anzahl an Punkten erzielen, diese Anzahl von Würfen blocken und Rebounds holen. Es spielte keine Rolle, ob ich diese numerischen Ziele tatsächlich erreicht hatte oder nicht, weil es mir dabei half, ein anderes Ziel zu erreichen: Mich innerlich ruhig zu halten."

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Wie sich zeigen sollte, führte diese Taktik zum Erfolg. Bis heute führt Abdul-Jabbar mit 38.387 Punkten die ewige Bestenliste der NBA an. Und anders als die meisten Rookies schaffte er es, sich auf Anhieb als Starter zu etablieren.

"Weil ich Starting-Center war, wurde ich nie schikaniert", erinnerte er sich zurück. "Aber das hinderte mich nicht daran, andere zu schikanieren. Als Magic Johnson neu zu den Lakers kam, brachte er mir meine tägliche Ausgabe der New York Times im Trainingslager", verriet er.

NBA-Profis mit wichtiger Vorbildfunktion für Nachwuchs

Gleichzeitig forderte er die Youngster dazu auf, sich auch während der aktiven Karriere stetig weiter zu bilden, um auch nach dem Karriereende eine Perspektive zu haben und für die Kinder ein gutes Vorbild zu sein. "Über deine glorreichen Tage zu reden ist nicht genug", verdeutlichte er die Vorbildfunktion eines Profi-Sportlers.

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"Ein Rookie zu sein bedeutet nicht nur herauszufinden, welcher Spieler du sein willst, sondern auch herauszufinden, was für ein Mann du sein willst", schloss der sechsmalige NBA-Champion seinen Brief ab.