München - LaVar Ball leistet sich den ersten Arroganz-Anfall seit dem Wechsel von LeBron James zu den Lakers. Es dürfte nur der Beginn einer Dauer-Fehde sein.

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Großmaul LaVar Ball hat wieder zugeschlagen, das Drama in Hollywood beginnt.

Gerade einmal eine Woche ist Superstar LeBron James offiziell Spieler der Los Angeles Lakers - und schon gibt es das erste verbale Störfeuer des exzentrischen Vaters von Lonzo Ball.

In einem Interview mit Fanatic View prahlte Papa Ball, dass er den vierfachen NBA-MVP James im "Eins-gegen-Eins" locker geschlagen hätte.

"James ist zu schwach", tönte der 50-Jährige. "In meiner Blütezeit konnte mich niemand stoppen. Ich hatte 270 Pfund (ca. 122 Kilo), konnte 500 Pfund beim Bankdrücken stemmen (ca 228 kg). Alles was ich machen musste, war die Jungs wegzuschieben, damit hätte ich jeden von den Füßen geholt", prahlte Ball.

Auf die Frage, ob es denn Video-Mitschnitte aus seinen angeblichen Glanzzeiten gebe, um seine Prahlerei zu unterstreichen, antwortete er: "Ich brauche kein Video. Das ist alles in meinem Kopf."

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James Teamkollege von Sohn Lonzo

Zur genaueren Einschätzung: Ball spielte eine Saison College-Basketball an der Washington State University, in der er durchschnittlich auf 2,2 Punkte kam. James legte in der vergangenen Saison 27,5 Punkte für NBA-Finalist Cleveland Cavaliers auf.

Brisant ist, dass James ab der kommenden Saison Teamkollege seines Sohnes Lonzo bei den Los Angeles Lakers ist.

Insofern war es auch nur eine Frage der Zeit, bis jemand dem berüchtigten Lautsprecher ein Mikrofon vor die Nase hält und ihn nach dem Superstar fragt - auf Balls großspurige Aussagen konnte man sich vorbereiten.

Es dürfte ohnehin nur die erste Episode der neuen Serie "LeBron vs. LaVar" sein, die passend zu Hollywood in den kommenden Monaten bei den Lakers aufgeführt werden wird.

Schon vor dem Wechsel von "King James" nach L.A. war mit Spannung erwartet worden, wie der Superstar, der gerne die Kontrolle über seine Mannschaft, die gesamte Franchise und sein Bild in der Öffentlichkeit behält, unter dem grellen Scheinwerferlicht mit den wiederholten Arroganz-Anfällen von Ball umgehen wird.

Ball tönte: Hätte Jordan fertig gemacht

Zur Erinnerung: Ball verkündete letzte Saison unter anderem, Trainer Luke Walton habe seine Mannschaft nicht im Griff.

"Luke Walton hat die Kontrolle über das Team verloren", ätzte er im Januar: "Niemand will für ihn spielen, ich kann es sehen. Es gibt keine High-Fives, wenn sie aus dem Spiel kommen. Die Spieler wissen nicht, warum sie spielen. Er ist zu jung. Er hat keine Verbindung zu irgendeinem Spieler." 

Außerdem hat Ball in der Vergangenheit schon behauptet, er hätte Michael Jordan, den besten Basketballer aller Zeiten, in seiner Glanzzeit nicht nur bezwungen, sondern sogar vernichtet. Natürlich.

Verbal-Watschn von James

Derlei Aussagen über Teamkollegen und Trainer seines Sohnes sind ohnehin schon brisant - sobald ein Superstar wie "The Chosen One" involviert ist, wird es allerdings gefährlich. 

Bislang gibt es keine Reaktion von James zu den Arroganz-Aussagen von Ball senior. Als dieser letzte Saison allerdings über die Söhne von James sagte, sie würden Probleme mit dem Druck bekommen, wenn sie als Basketballer in die Fußstapfen ihres Vaters treten wollen, watschte der "King" seinen Widersacher schon einmal deutlich ab.

"Er sollte die Namen meiner Kinder nicht in den Mund nehmen", erklärte James: "Das sage ich von Vater zu Vater. Jetzt haben wir ein Problem."

Wie LeBron und die Balls - LaVar und Lonzo - bei den Lakers koexistieren werden, wird in jedem Fall spannend zu beobachten sein.

Obwohl Vater Ball von James' Stärke (113 Kilogramm) nicht sonderlich beeindruckt scheint, traut er ihm immerhin zu, gemeinsam mit seinem Sohn mehrere Meisterschaften für die Lakers zu holen.

So oder so wird es in Hollywood noch einige unterhaltsame Episoden zum Clash zwischen LeBron und LaVar geben.

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