Am 1. Juli beginnt in der NBA die Free Agency. Welche Begriffe sind wichtig, was ist erlaubt, welche Stars werden Free Agents? SPORT1 klärt die wichtigsten Fragen.

Ab Sonntag geht es in der NBA wieder richtig rund. Am 1. Juli startet die Free Agency und damit rückt die Entscheidung, für welche Franchise die Spieler in der nächsten Saison auflaufen, immer näher.

Mit Mega-Star LeBron James, DeMarcus Cousins, Chris Paul, DeAndre Jordan, Kevin Durant und Paul George können einige der besten Spieler der Liga Free Agent werden. James' Entscheidung hat großen Einfluss auf die weiteren Transferaktivitäten der Teams.

Der Deutsche Dennis Schröder liebäugelt trotz seines noch bis 2021 laufenden Vertrages ebenfalls mit einem Wechsel. Als mögliche neue Teams hat Schröder die Indiana Pacers und die Milwaukee Bucks auserkoren.

Wie funktioniert die Free Agency? SPORT1 erklärt die wichtigsten Begriffe und Regeln.

Was bedeutet Moratorium?

Um Mitternacht fällt am Sonntag der Startschuss. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Free Agents, also Spieler die derzeit vertragslos sind, mit den einzelnen Teams verhandeln. Verträge dürfen aber noch nicht unterschrieben werden.

Erst nach Ablauf des Moratoriums am 7. Juli ist dies möglich. Bis dahin prüft die NBA die Bilanzen der einzelnen Teams und legt den Salary Cap – also die Gehaltsobergrenze - für die nächste Saison fest. Hinter den Kulissen werden Verpflichtungen trotzdem bereits im Vorfeld in die Wege geleitet.

Zwei Arten von Free Agents

Es gibt zwei Arten von Free Agents. Die Unrestricted Free Agents können frei entscheiden, welchem Team sie sich nach Vertragsende anschließen.

Bestehende Klauseln können ihre Entscheidung beeinflussen. Auch ein nicht gedrafteter Spieler gehört zu dieser Kategorie.

Einem Restricted Free Agent kann jede Franchise der Liga ein Angebot unterbreiten (Offer Sheet). Das bisherige Team des Spielers hat aber die Option, innerhalb von sieben Tagen mit den Angeboten gleichzuziehen (matchen) und den Spieler so weiter an sich zu binden.

In der NBA kann ein Spieler unter bestimmten Voraussetzungen Restricted Free Agent werden – in der Regel sind das Spieler mit vier Jahren oder weniger NBA-Erfahrung.

Eine Franchise kann einen Spieler per Team Option - wenn diese im Vertrag verankert ist - ein weiteres Jahr an sich binden, ohne einen neuen Vertrag auszuhandeln. Im anderen Fall wird der Spieler zum Unrestricted Free Agent. Manche Profis wiederum können per Player Option ihren Vertrag verlängern.

Buyout and Sign-and-Trade

Im Zusammenhang mit der Free Agency fallen vor allem zwei Begriffe immer wieder – Buyout und Sign-and-Trade.

Buyout bedeutet, dass sich ein Team mit einem Spieler auf eine Vertragsauflösung einigt. Anschließend kann der Spieler bei einem anderen Team für weniger Geld unterschreiben.

Die bisherige Franchise muss dem Spieler zwar weiterhin sein garantiertes Gehalt zahlen, allerdings wird der Salary Cap nicht mehr belastet. Dadurch kann das Team wieder in neue Spieler investieren.

Grundsätzlich ist es in der NBA verboten, einen Free Agent eines anderen Teams unter Vertrag zu nehmen und selbigen dann direkt wieder zu traden. Allerdings kann ein Team mit seinem eigenen Free Agent verlängern, nur um diesen dann zu einem anderen Team zu schicken (Sign-and-Trade).

Dadurch kann eine Franchise für einen Spieler, der womöglich ohnehin nicht geblieben wäre, einen Gegenwert erhalten. Der Tradepartner wiederum muss sich nicht auf ein Wettbieten mit anderen Teams einlassen, sondern erhält den Wunschspieler sicher.

---

Lesen Sie auch:

So läuft der NBA-Transfermarkt 

Wie LeBron die NBA erschüttern kann