James Harden wurde zum Most Valuable Player ausgezeichnet
James Harden wurde zum Most Valuable Player ausgezeichnet © dpa

Bei den NBA Awards tritt James Harden von den Houston Rockets die Nachfolge von Russell Westbrook an. Ein bereits entlassener Trainer wird zum Coach des Jahres.

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Es ist die Krönung einer brillanten Leistung!

James Harden wurde von der NBA zum MVP der Regular Season gewählt. Der Superstar der Houston Rockets setzte sich im Finale der letzten drei gegen LeBron James von den Cleveland Cavaliers und Anthony Davis von den New Orleans Pelicans durch.

Superstars wie Steph Curry oder Kevin Durant hatten es nicht in die Auswahl geschafft. 

Harden zum ersten Mal MVP

Für den 28-jährigen Harden ist es die erste Auszeichnung zum Most Valuable Player. "Die letzten vier Jahre habe ich immer an die Tür geklopft. Nun ist der Moment endlich gekommen, das fühlt sich richtig gut an", so der Point Guard. Zum insgesamt dritten Mal wurde damit ein Spieler der Rockets zum MVP gekrönt - und das nicht unverdient.

Harden ist nach Steph Curry, Michael Jordan und Kareem Abdul-Jabbar erst der vierte Spieler, dem es gelungen ist, im Durchschnitt 30 Punkte pro Spiel zu erzielen und sein Team zu 65 Siegen zu führen. Im Finale der Western Conference musste Harden gegen den späteren Meister Golden State jedoch eine bittere Niederlage hinnehmen.

Auf der Bühne richtete der gläubige Point Guard zuerst einen Dank nach oben, ehe er sich bei seiner Mutter, die ebenfalls mit auf der Bühne stand, bedankte. "Jetzt werde ich emotional, sie ist mein Rückhalt in guten und schlechten Zeiten", so der frischgebackene MVP.

LeBron geht leer aus

Cavs-Superstar LeBron James, der in den Finals gegen die Warriors einen Sweep hinnehmen musste, ging bei der Wahl zum MVP erneut leer aus. Zumindest durfte er sich aber über den Play of the Year Fan Award freuen.

Im letzten Jahr hatte Triple-Double-Maschine Russell Westbrook von den Oklahoma City Thunder die begehrte MVP-Trophäe abgeräumt. Die Warriors, die ihren dritten Titel binnen vier Spielzeiten gewannen, blieben weitgehend unberücksichtigt. 

Casey Coach des Jahres

Bei der Wahl zum Trainer des Jahres setzte sich Dwane Casey durch. Der 61-Jährige hatte die Toronto Raptors mit der besten Bank der Liga auf Platz eins der Eastern Conference gecoacht. Dennoch wurde er kurz danach entlassen.

Mit Beginn der neuen Saison steht Casey bei den Detroit Pistons an der Seitenlinie.

Doppelt begeistert konnten die Fans der Philadelphia 76ers sein. Zum einen wurde Ben Simmons als Rookie of the Year ausgezeichnet, zum anderen wurde bekannt, dass Teamkollege Joel Embiid das Cover des neuen NBA-Spiels von EA Sports ziert. Bei der Wahl zum besten Defensiv-Spieler scheiterte Embiid dagegen an Rudy Gobert von den Utah Jazz.

Russell zeigt Mittelfinger

Für einen der wohl lustigsten Momente der Show sorgte Hall of Famer Bill Russell. Als der 1993 zum MVP gewählte Charles Barkley Russell während seiner Rede dankte, streckte ihm dieser vor laufender Kamera den Mittelfinger entgegen.

Es war nicht das erste Mal, dass Russell diese Geste verwendete. Der frühere Center ist bereits bekannt dafür.

Die Preisträger in der Übersicht:

Most Valuable Player: James Harden (Houston Rockets)

Rookie of the Year: Ben Simmons (Philadelphia 76ers)

Defensive Player of the Year: Rudy Gobert (Utah Jazz)

Most Improved Player: Victor Oladipo (Indiana Pacers)

Coach of the Year: Dwane Casey (Toronto Raptors, jetzt Detroit Pistons)

Sixth Man of the Year: Lou Williams (Los Angeles Clippers)

Community Assist Award: Kevin Durant (Golden State Warriors)

Sportmanship Award: Kemba Walker (Charlotte Hornets)

Executive of the Year Award: Daryl Morey (Houston Rockets)

Best Style Fan Award: Russell Westbrook (Oklahoma City Thunder)

Play of the Year Fan Award: LeBron James (Cleveland Cavaliers)

Teammate of the Year Award: Jamal Crawford (Minnesota Timberwolves)

Lifetime Achievement Award: Oscar Robertson

Sager Strong Award: Dikembe Mutombo