Stephen Curry (r.) punktet gegen die Chicago Bulls stark
Stephen Curry (r.) punktet gegen die Chicago Bulls stark © Getty Images

Die Golden State Warriors gewinnen dank ihrem grandios aufgelegten Guard-Duo gegen die Chicago Bulls. Paul Zipser muss das ganze Spiel auf der Bank schmoren.

von Marvin Tischler

Die Golden State Warriors haben gegen die Chicago Bulls mit 119:112 (63:66) gewonnen.

Im NBA-Spiel in der Nacht auf Donnerstag machten vor allem zwei Warriors-Akteure und ein grandioses drittel Viertel den Unterschied. (Spielplan und Ergebnisse der NBA)

Seit der Ankunft von Kevin Durant in der Bay Area sind die beiden Splash Brothers, wie Stephen Curry und Klay Thompson genannt werden, nicht mehr ganz so stark in der Offensive gefragt und rückten seit Anfang vorletzter Saison etwas in den Hintergrund.

Gegen die Bulls drehten Curry und Thompson aber wieder einmal mächtig auf. "Das war ein klassisches Splash-Brothers-Spiel", sagte Warriors-Coach Steve Kerr nach der Partie. Mit 32:12 Punkten überforderten die Warriors ihre Gegner nach der Halbzeit regelrecht.

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Klassisch war es vor allem, weil die beiden Guards über die Hälfte der Punkte ihrer Mannschaft beisteuerten und einen Dreier nach dem anderen versenkten. Am Ende kam Curry auf sechs verwandelte Dreier und insgesamt 30 Punkte, Thompson toppte ihn sogar mit sieben Dreiern und 38 Punkten.

Zipser schmort auf der Bank

Der deutsche Bulls-Spieler Paul Zipser kam gegen den amtierenden Meister dagegen gar nicht zum Einsatz. Während Zipser am Anfang der Saison noch als Starter häufig von Anfang an auf dem Parkett stand, gab ihm Coach Hoiberg in der Nacht auf Donnerstag keine Spielzeit. 

Der 23-Jährige fiel nach der Rückkehr von Bulls-Point-Guard David Nwaba komplett aus der Rotation. Dafür durfte der zweimalige Slam-Dunk-Champion Zach LaVine nach seiner schweren Knieverletzung zum dritten Mal hintereinander wieder spielen.

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In seine abgesprochenen, bisher auf 20 Minuten begrenzten, Spielzeit erzielte der athletische Guard allerdings nur fünf Punkte bei zwei von zwölf Versuchen aus dem Feld. Nach dem Spiel kündigte Hoiberg an, LaVines Situation neu zu revaluieren.

Dunn schlägt sich Zähne aus

Nicht gut lief es für Bulls-Guard Kris Dunn. Der 23-Jährige rutschte nach einem verwandelten Dunk nach einem Konter im vierten Viertel mit der Hand vom Ring ab und stürzte unschön mit dem Kopf voraus zu Boden.

Dunn verlor dabei laut den Bulls zwei Zähne und wird hinsichtlich einer Gehirnerschütterung beobachtet. Direkt nach dem Sturz zeigte der Guard allerdings keine Anzeichen dafür. 

Mit dem 14. Auswärtssieg in Folge behaupten die Warriors weiterhin souverän die Spitze der Western Conference, während die Bulls keinen entscheidenden Schritt aus den unteren Rängen der Eastern Conference machen. (Alle Tabellen der NBA im Überblick)