Oklahoma City Thunder v Philadelphia 76ers
Joel Embiid (r.) und Russell Westbrook (m.) werden so schnell wohl keine Freunde mehr © Getty Images

Die Oklahoma City Thunder brauchen drei Verlängerungen, um Philadelphia niederzuringen. Zwischen den Stars Joel Embiid und Russell Westbrook fliegen Giftpfeile.

Was war das für ein Krimi! Die Oklahoma City Thunder haben eines der verrücktesten NBA-Spiele der Saison gegen die Philadelphia 76ers knapp für sich entschieden.

Dabei benötigte das Superstar-Trio um Russell Westbrook gleich drei Verlängerungen, ehe die OKC-Spieler über den 119:117-Sieg jubeln konnte (SERVICE: Spielplan der NBA).

Die Sixers hatten im Laufe der Partie einen 17-Punkte-Rückstand aufgeholt und lagen zudem drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch mit neun Punkten zurück. 

Oklahoma war gegen Ende der regulären Spielzeit völlig von der Rolle und erzielte in den letzten gut fünf Minuten nicht einen einzigen Punkt. Vor allem Westbrook enttäuschte in dieser Phase und verfehlte gleich sechs Würfe, darunter einen Dunk und offenen Layup.

Westbrook und Embiid mit irren Zahlen

Das Duell zwischen den Thunder und Sixers war auch das große Duell zwischen MVP Westbrook und dem hochtalentierten Center auf Philadelphias Seiten, Joel Embiid.

Westbrook gelang in 52 Minuten Einsatzzeit mit 27 Punkten, 18 Rebounds und 15 Assists ein Triple-Double, seine Wurfquoten ließen aber erneut zu wünschen übrig. Aus dem Feld traf er zehn von 33 Versuchen und auch von der Freiwurflinie waren es nur fünf von zwölf.

Embiid kam trotz Rückenschmerzen in 48 Minuten Spielzeit auf 34 Punkte, acht Rebounds und sechs Assists. Dabei traf er elf von 20 Versuchen aus dem Feld sowie zwölf von 13 Freiwürfen. Allerdings leistete er sich sieben Turnover.

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Embiid stichelt gegen Westbrook

Nach Spielende konnte sich Westbrook einen kleinen Seitenhieb gegen den sehr selbstbewussten Embiid nicht verkneifen, winkte ihm zum Abschied hinterher und lieferte sich noch ein kurzes Wortduell.

Embiid stichelte nach der Partie zurück: "Ok, sie haben das Spiel gewonnen. Aber der Typ hat 10 von 33 Würfen getroffen. Ich wünschte, ich hätte 33 Mal werfen dürfen. Dann hätten wir wahrscheinlich gewonnen. Aber er sagte mir, ich soll nach Hause gehen. Das ist mein Zuhause, ich gehe nirgendwo hin."

In der dritten Verlängerung hatte Embiid zuvor seinen umstrittenen Standard-Move gebracht, als er nach dem sechsten Foul - und damit dem vorzeitigen Spielende - von OKC-Center Steven Adams zum Abschied gewunken hatte.

"Ich sagte ihm, er soll nach Hause gehen. Er hat Steve-O beleidigt und bei dessen Rauswurf gewunken. So etwas ist unnötig. Aber jetzt ist es Zeit für ihn, nach Hause zu gehen", sagte Westbrook.  

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Embiid legt sich auch mit Anthony an

Embiid, der in seiner kurzen NBA-Karriere schon häufig als Provokateur mit losem Mundwerk aufgefallen ist, hatte sich während der Partie bereits ein Wortgefecht mit einem anderen OKC-Superstar geliefert: Carmelo Anthony. Zuvor hatte Embiid im 1-gegen-1 gegen Anthony gepunktet und dazu noch das Foul gezogen.

"Er sagte so etwas wie: 'Mach das nicht noch einmal mit mir.' Ich entgegnete: 'Junge, du wirst nichts dagegen unternehmen'. Leute erzählen so oft, sie würden es mir heimzahlen. Ich bin Afrikaner, also fordert mich nicht heraus", sagte Embiid.

Anthony kam wie Paul George auf 24 Punkte für OKC, bei Philadelphia glänzte neben Embiid vor allem Rookie Ben Simmons, dem zwölf Punkte, elf Assists, neun Rebounds und vier Steals gelangen. 

Durch den Sieg kletterte Oklahoma in der Western Conference auf Rang acht, die Philadelphia 76ers rutschten dagegen auf Rang zehn im Osten ab. Beide Teams haben 14 Siege nach 28 Spielen eingefahren.

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