München - Kevin Durant überragt beim Sieg der Golden State Warriors gegen die Cleveland Cavaliers - LeBron James ärgert sich allerdings über ungeahndete Fouls.

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Er war der überragende Mann des heißen NBA-Gipfels am ersten Weihnachtsfeiertag - aber hinterher auch der am meisten diskutierte.

In Abwesenheit des verletzten Steph Curry prägte Kevin Durant von den Golden State Warriors das Duell mit LeBron James und seinen Cleveland Cavaliers.

Vor allem seine Defensivleistung (fünf Blocks!) stellte den 99:92-Triumph in der Neuauflage der NBA-Finalserie sicher (SERVICE: Spielplan der NBA).

Am Ende aber blieb die Frage, ob Durant in der heißen Schlussphase auch etwas Hilfe von den Schiedsrichtern bekam (SERVICE: Tabellen der NBA).

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LeBron James: "Er hat zweimal gefoult"

"Er hat mich zweimal gefoult", klagte Gegenspieler James über eine Szene in der Schlussminute, in der er beim Stand von 92:95 zum Korb zog und von Durant geblockt wurde.

Der Superstar schob zwar schnell hinterher: "Was soll's, was will man machen?" Aber seine Meinung war in der Welt – und heizte die Debatte an, die in den sozialen Medien ohnehin längst intensiv geführt wurde.

Cleveland Cavaliers v Golden State Warriors
Kevin Durant stellte mit diesem Block gegen LeBron James den Sieg der Warriors sicher © Getty Images

Durant verspottet Twitter-Nutzer

Durant wurde nach dem Spiel auch damit konfrontiert, dass viele Twitter-Nutzer seine Aktion als Foul sahen.

"Es hat sich sauber angefühlt", antwortete Durant. Und er schob noch ein paar spöttische Töne hinterher (und kostenlose Werbung für eine Fitnesskette): "Das ist dieselbe Art von Spielzug, über den diese Typen auf Twitter streiten, wenn sie selber Basketball bei 24 Hour Fitness spielen. Und wenn das bei ihnen als Foul gepfiffen wird, werden die sich auch aufregen. Lasst diesen Mist bei Twitter."

Dass James sich den Twitter-Nutzern anschloss? Durant winkte ab und befand, dass so eine Beschwerde eigentlich unter der Würde von "King James" wäre: "Dafür ist er zu groß. Das war kein Foul."

Das späte Duell mit LeBron war nicht die einzige umstrittene Szene mit Durants Beteiligung: Schon kurz vor der umstrittenen letzten Szene blieb ein foulverdächtiger Hüft-Kontakt mit dem dribbelnden und dann zu Boden fallenden James ungeahndet. Und im ersten Viertel forderte James gar einen Platzverweis für ihn.

Durant am Rand des Platzverweises

Durant - der zu diesem Zeitpunkt bereits ein technisches Foul auf dem Konto hatte - hatte Jose Calderon mit dem Ball angestupst, nachdem der mit einem taktischen Foul gegen ihn ein Fastbreak unterbunden hatte.

Die Unparteiischen ließen Durant davonkommen, statt ein zweites technisches Foul zu pfeifen und Durant zum Duschen zu schicken. Auch James hatte Durant mit den Worten "Das war Nummer zwei!" ("That's two!") bei Schiri Gary Zielinski angeklagt.

Auch darüber amüsierte sich Durant nach der Partie: "Die wollten mich doch gar nicht wirklich raus haben. So hätten sie doch nicht gewinnen wollen. Das braucht man nicht ernst zu nehmen."

Cavs-Offensive zahnlos

Durant sammelte neben seinen fünf Blocks am Ende 25 Punkte, sieben Rebounds, drei Assists und zwei Steals. James hatte am Ende 20 Punkten, sechs Rebounds und sechs Assists auf dem Konto, löste aber auch sieben Turnover aus.

Generell gelang es Durant und Co. bemerkenswert gut, die Cavs-Offensive auszuschalten: Zum ersten Mal nach 26 Spielen punktete Cleveland nicht dreistellig, ihre Trefferquote aus dem Feld war mit 31,8 Prozent die schwächste der Saison.

Titelverteidiger Golden State hat nach dem Sieg im Weihnachts-Topspiel eine Bilanz von 27 Siegen und 7 Niederlagen und ist damit das beste Team der Liga. Die Cavaliers (24:10) sind aktuell drittbestes Team in der Eastern Conference hinter Toronto (23:8) und Boston (27:10).

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Die 11. Woche der NBA LIVE bei SPORT1

Mittwoch, 27. Dezember

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Donnerstag, 28. Dezember

Atlanta Hawks - Washington Wizards (1.30 Uhr)
Oklahoma City Thunder - Toronto Raptors (2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US)
Golden State Warriors - Utah Jazz (4.30 Uhr)

Freitag, 29. Dezember

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Samstag, 30. Dezember

Toronto Raptors - Atlanta Hawks (1.30 Uhr)
Oklahoma City Thunder - Milwaukee Bucks (2 Uhr)

Sonntag, 31. Dezember

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Utah Jazz - Cleveland Cavaliers (2 Uhr)
Washington Wizards - Chicago Bulls (21.30)

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