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Jeremy Lin von den Brooklyn Nets trägt seit kurzem Dreadlocks. Dass gefällt dem Ex-Nets-Spieler Kenyon Martin überhaupt nicht - er behauptet Lin wolle "schwarz sein".

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Jeremy Lin von den Brooklyn Nets ist dafür bekannt, dass er einen Abschluss von der Eliteschule Harvard hat – was für einen NBA-Profi eher ungewöhnlich ist.

Seine neue Frisur passt auch nicht so wirklich zu dem bisherigen Image des Basketballers taiwanesischer Herkunft, das findet zumindest Ex-Nets-Spieler Kenyon Martin. Lin trägt seit neuestem Dreadlocks. Das passte Martin nicht.

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Auf Instagram veröffentlichte Martin ein Video, in dem er behauptete Lin wolle "schwarz sein". Das würden seine Dreadlocks beweisen.

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"Muss ich diesen verdammten Junge daran erinnern, dass sein Nachname Lin ist?", fragte Martin, der 15 Jahre in der NBA gespielt hatte, in die Kamera. "Komm schon, Mann. Lass uns damit aufhören, Mann, mit diesen Leuten, Mann. Es ist unmöglich, dass er es in eines unserer Teams geschafft hätte mit diesem Sch*** auf seinem Kopf. Komm schon, irgendjemand muss ihm sagen: 'Alles klar, Mann. Wir verstehen es. Du willst schwarz sein.' Wir verstehen es, aber dein Nachname ist Lin."

Lin hatte in Players' Tribune geschrieben, dass er seine Frisur regelmäßig im Verlauf seiner Karriere verändert hätte, um seine "Wohlfühlzone" zu verlassen.

Lin will Gesellschaft verändern

Martins Aussagen konterte der 29-Jährige auf Instagram. "Du musst meine Frisur sicher nicht mögen und darfst deine eigene Meinung haben", schrieb Lin. "Eigentlich bin ich dir wirklich dankbar, dass du sie geteilt hast. Am Ende des Tages schätze ich, dass ich Dreads habe und du chinesische Tattoos, weil ich glaube, dass das ein Zeichen für Respekt ist."

Lin schrieb dann, dass er auf einen Effekt auf die Gesellschaft hofft. "Und ich glaube, je mehr wir als Minderheiten die Kulturen des anderen schätzen, desto mehr beeinflussen wir die Mainstream-Gesellschaft."

Am Ende bedankte sich Lin für "alles, das du für die Nets und Basketball gemacht hast … Ich hatte dein Poster an der Wand". Die Worte von Lin beeinflussten Martin offenbar, der sich in einer zweiten Nachricht versöhnlicher gab und behauptete, sein erste Video sei ein Scherz gewesen.

"Der Mann ist erwachsen, der Mann kann jede Frisur tragen, die er will", sagte Martin, konnte sich einen kleinen Seitenhieb aber nicht verkneifen. "Das heißt aber nicht, dass ich sie mögen muss oder damit einverstanden sein muss."