Die Texas Rangers öffnen ihre Tore wieder für ein volles Stadion
Die Texas Rangers öffnen ihre Tore wieder für ein volles Stadion © Imago
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Die Major League Baseball startet in die neue Saison. Teilweise mit vollen Stadien, obwohl Experten vor einer vierten Coronawelle warnen.

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Joe Biden wurde deutlich. "Wir befinden uns mit dem Virus in einem Rennen um Leben und Tod", sagte der US-Präsident am Montag besorgt. (NEWS: Alles zur MLB)

Angesichts der "hart erkämpften Fortschritte" der vergangenen Wochen drängte Biden die Bundesstaaten, die vielerorts umgesetzten Corona-Lockerungen zu stoppen. Doch die Warnungen des mächtigsten Mannes der Welt werden wohl wenig ausrichten, wenn an diesem Donnerstag die 30 Teams der MLB vor Tausenden Stadionbesuchern in die neue Saison starten werden.

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Nach der Sprint-Saison mit 60 Spielen, die im vergangenen Jahr nicht einmal zehn Wochen gedauert hatte, plant die MLB wieder mit 162 Begegnungen für die Klubs in der Regular Season. 

Und wie schon bei der World Series im Oktober im Globe Life Park in Arlington/Texas, als die Los Angeles Dodgers gegen die Tampa Bay Rays in sechs Spielen vor je 11.000 Zuschauern triumphierten, sind Fans in den "Ballparks" zugelassen. (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse der MLB)

MLB vor Fans - Zweifel werden laut

Bei den Detroit Tigers etwa 1000, die New York Yankees öffnen für 11.000 Zuschauer und die Texas Rangers im Globe Life Park stellen sogar die volle Kapazität von 40.300 Plätzen zur Verfügung - auch wenn Biden die Rangers zuletzt noch einmal ausdrücklich kritisierte und warnte. Der Präsident ist in dem Fall allerdings nicht zuständig, die Bundesstaaten entscheiden selbst über Lockerungen, Texas hatte diesbezügliche Einschränkungen zu Monatsbeginn aufgehoben.

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Obwohl die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen laut Experten deutlich größer ist, äußerten einige Verantwortliche gerade mit Blick auf die vollbesetzten Stadien Zweifel. "Wir glauben, es ist zu früh für große Versammlungen. Je mehr es von ihnen gibt, desto größer ist die Möglichkeit für eine verstärkte Ausbreitung", wurde Philip Huang, Direktor für Gesundheit und Soziales in Dallas, in der New York Times zitiert.

Für die Fans gilt Maskenpflicht in den Stadien, außerdem müssen sie entweder einen Impfnachweis oder einen negativen Coronatest vorzeigen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Mehr als 28 Prozent der US-Bevölkerung haben bislang eine Impfdosis verabreicht bekommen, die 7-Tage-Inzidenz beträgt 139.

Lockerungen für MLB-Stars mit Impfung

Auch die MLB setzt auf verstärkte Impfungen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten, wurden die Klubs in einer Mitteilung am Montag "dringend ermutigt", ihre Spieler und Mitarbeiter impfen zu lassen. Für diese würden dann Lockerungen im Hygieneprotokoll in Kraft treten.

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Spieler aus Teams, bei denen mindestens 85 Prozent der wichtigsten Mitarbeiter geimpft wurden, dürften sich beispielsweise wieder ohne Masken in Hotels aufhalten, gemeinsam mit dem Auto fahren, Kartenspiele im Flugzeug spielen oder in Restaurants gehen. Viele Trainer wollten ihre Spieler im Rahmen der Frühlingsvorbereitung ermutigen, sich impfen zu lassen.

Innerhalb der US-Regierung besteht angesichts der steigenden Infektionszahlen jedoch die Sorge vor einer vierten Welle. "Uns droht Unheil", sagte Rochelle Walensky, Leiterin der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC, am Montag laut der britischen Tageszeitung Guardian.

Es gebe zwar so viel Potenzial und Grund zur Hoffnung, "aber im Moment habe ich Angst". Klingt nach keiner guten Ausgangsposition für Volksfeste in Baseball-Arenen.