Kurz vor Beginn der Playoffs ist in der GFL noch alles offen. Diverse Teams kämpfen um die Spitzenplätze. Zwischen Dresden, Berlin und den Lions geht es heiß her.

von Football Aktuell

Letzter Spieltag in der GFL vor den am 22. September startenden Playoffs: Vier der sieben Partien am 8. und 9. September könnten noch Auswirkungen auf die kommende Endrunde haben.

Kurios ist die Situation an der Spitze der GFL Nord: Die Berlin Rebels haben zwar den direkten Vergleich gegen die New Yorker Lions ebenso gewonnen wie gegen die Dresden Monarchs, können aber maximal Zweiter hinter einem der beiden werden. (SERVICE: Alle News zur GFL)

Denn Lions und Monarchs treffen in Braunschweig zum entscheidenden Duell aufeinander, der Sieger dieser Partie wird Erster, ganz egal, was die Rebels in ihrem zeitgleichen Heimspiel am Sonntag gegen die Hildesheim Invaders machen.

Verlierer fällt auf Rang drei

Der Verlierer von Braunschweig fällt jedoch auf Rang drei hinter die Berliner zurück, wenn die Rebels ihrer Favoritenrolle gegen Hildesheim gerecht werden sollten, was für das Viertelfinale statt eines Heimspieles gegen die Allgäu Comets die Reise zu Samsung Frankfurt Universe bedeutet - ein ziemlicher Unterschied.

Wie groß er aktuell ist, zeigt sich im dritten am Sonntag um 15 Uhr parallel laufenden Spiel, wenn die Comets in Frankfurt zu Gast sind. Das Hinspiel gewannen die Frankfurter in Kempten mit 66:7, sodass sie selbst nach dem Punktabzug von vier Zählern, der gegen Universe Anfang der Woche wegen Fehlern im Lizenzierungsverfahren verhängt wurde, den zweiten Platz im Süden behaupten sollten.

Unsicherheit für Berlin

Ungemütlich für die Berliner: Für sie besteht selbst bei einem Sieg gegen Hildesheim noch die Gefahr, auf Rang drei zurückzufallen. Wenn nämlich Braunschweig und Dresden unentschieden gegeneinander spielen, bleiben die New Yorker Lions vorn, und Dresden behält Platz zwei. Das Hinspiel in Dresden gewannen die Braunschweiger mit 44:24 recht souverän und gehen vor eigenem Publikum nicht nur deswegen als Favorit an den Start.

Braunschweig und Dresden treffen am Wochenende aufeinander
Braunschweig und Dresden treffen am Wochenende aufeinander © football-aktuell.de/Brock

Dresden allerdings hat an seinen besten Tagen in jedem Fall das Zeug dazu, die Braunschweiger, die unter anderem bei ihren beiden Saisonniederlagen gegen Berlin längst nicht mehr so sattelfest wirkten wie sonst in den letzten Jahren, zu bezwingen.

Monarchs kassieren viele Interceptions

Das Problem der Monarchs sind allerdings ihre schwächeren Tage. Was sich vor allem im Angriff zeigt, wo den rund 300 Yards aus Pässen von Trenton Norvell pro Spiel eben auch eine sehr hohe Fehlerquote von 18 Interceptions aus 13 Partien gegenübersteht.

Ob man in Braunschweig Erfolg haben kann, hängt für die Sachsen also davon ab, welchen der beiden Norvells man in dieser entscheidenden Partie zu sehen bekommt: den, der mit fünf Touchdown-Pässen im Zusammenspiel mit Receiver Mitchell Paige ein Spiel an sich reißen kann, oder den, der mit zwei, drei Fehlwürfen alle Planungen über den Haufen wirft.

Dresden in der Verteidigung stark

Wichtig für die Dresdner aber auch, dass sie - unter anderem dank GFL-Top-Tackler A.J. Wentland aus den USA - in der Verteidigung dieses Jahr gut aufgestellt sind und in dieser traditionellen Braunschweiger Domäne zum Rekordmeister aufgeschlossen haben.

A.J. Wentland ist einer der wichtigsten Spieler für die Dresden Monarchs
A.J. Wentland ist einer der wichtigsten Spieler für die Dresden Monarchs © football-aktuell.de/Miladinovic

Hinter dem Top-Trio werden die Cologne Crocodiles nach ihrem 31:18 gegen Potsdam aus der Vorwoche das Play-Off-Quartett des Nordens komplettieren. Sie müssen im Viertelfinale zum Meister Schwäbisch Hall Unicorns, der im letzten Heimspiel gegen Kirchdorf vor der Vollendung der nun schon dritten Perfect Season in Folge in der Punktrunde steht.

Munich Cowboys mit guten Karten

In der GFL Süd gibt es dafür um Rang vier einen ähnlichen Dreikampf wie im Norden um die Spitze: Die besten Karten haben die Munich Cowboys, die am Samstag ab 16 Uhr die letzte Spielwoche gegen die als Letzter schon feststehenden Stuttgart Scorpions eröffnen. Gewinnen die Cowboys, ziehen sie ins Viertelfinale ein.

Nur wenn Stuttgart, das sich vor allem auf die anstehende Relegation gegen die Ravensburg Razorbacks vorbereitet, überraschen könnte und zumindest ein Unentschieden holt, käme es später am Samstagabend in Ingolstadt zu einem „Endspiel“ zwischen den Ingolstadt Dukes und den Marburg Mercenaries, dessen Sieger München in der Tabelle dann doch noch überholen würde.

SPORT1 baut GFL-Kooperation aus

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