Die Berlin Rebels (schwarz) müssen in den Playoffs zuerst in Frankfurt ran
Die Berlin Rebels (schwarz) blieben gegen die New Yorker Lions aus Braunschweig standhaft © football-aktuell.de/Dirk Pohl

Zum zweiten Mal in dieser Saison schlagen die Berlin Rebels die New Yorker Lions aus Braunschweig. Die Dresden Monarchs besiegen die Cologne Crocodiles.

von Football Aktuell

Zum zweiten Mal in diesem Jahr verblüfften die Berlin Rebels die New Yorker Lions aus Braunschweig: Auch das Rückspiel gewann der Tabellendritte der GFL Nord gegen den Rekordmeister, diesmal mit 23:14. Für die Berliner rückt damit ein Heimspiel im Viertelfinale in diesem Jahr näher, gegen Braunschweig und auch Dresden haben sie nun den direkten Gesamtvergleich dieser Saison gewonnen.

Weil sie sich selbst aber im Lauf des Jahres mit Niederlagen gegen Potsdam und Kiel eine günstigere Ausgangssituation verbauten, bleibt der Weg zum Gruppensieg wohl versperrt.

Stattdessen bekommen die Dresden Monarchs nach ihrem 24:7-Heimsieg gegen die Cologne Crocodiles unverhofft noch die Chance, die New Yorker Lions vom Thron stoßen zu können: Am letzten Spieltag am 9. September können sie mit einem Sieg in Braunschweig jetzt Rang eins erobern. (SERVICE: Alle News zur GFL)

Rebels: Sean Richard als Berlin-Motor

Bedanken dürfen sie sich in Berlin besonders beim Holländer Sean Richard, der unermüdliche Motor des Rebels-Angriffs war. Zunächst steuerte Richard die frühe Führung zum 7:0 und im letzten Viertel die Vorentscheidung zum 21:14 beim Sieg über den Rekordmeister bei.

Auf dem Weg zum zweiten Touchdown hatte Richard mit seinen Läufen fast die gesamte Angriffsserie der Rebels allein geprägt, ohne dass die sonst so starke Lions-Defense seinen Vorwärtsdrang stoppen konnte.

Die Braunschweiger selbst versuchten im Angriff vieles, bissen sich aber an der Rebels-Verteidigung die Zähne aus. Am Ende belohnte die Berliner Abwehr sich noch mit einem Safety zum 23:13-Endstand für ihre Bravourleistung, nachdem zuvor ein Punt von Phillip Friis Andersen die Braunschweiger zum Start ihrer letzten Angriffsserie von der 4-Yard-Linie verdammt hatte.

Tim Haver-Droeze fängt den Ball für die Düsseldorf Panther
Tim Haver-Droeze fängt den Ball zum Touchdown für die Düsseldorf Panther © football-aktuell.de/Tillmann

Hamburg Huskies verlieren erneut

Während das Rennen um Rang eins in der GFL Nord damit wieder offen ist, wurde der achte Tabellenplatz endgültig vergeben: Die Hamburg Huskies kamen auch unter dem zum Head Coach beförderten Ex-Meistercoach Kirk Heidelberg nicht zum ersten Saisonsieg. Gegen die Hildesheim Invaders lagen sie gleich nach dem ersten Viertel mit 0:21 zurück und verloren am Ende mit 21:31.

Hamburgs Gegner für die Relegation steht ebenfalls seit diesem Wochenende fest: Mit den Düsseldorf Panthern versucht sich der älteste deutsche Football-Verein im 40. Jahr seines Bestehens an der Rückkehr ins Oberhaus. Die Düsseldorfer gewannen in der GFL 2 Nord bei den Rostock Griffins mit 21:3 und sind damit mit sechs Punkten Vorsprung in der Tabelle nicht mehr einzuholen.

Michael Madkins und zweimal Tim Haver-Droeze sorgten in Rostock für die Touchdowns, vor allem aber die starke Verteidigung der Panther, die in der zweiten Liga nur wenig mehr als zehn Punkte pro Spiel zuließ, dürfte den Hamburg Huskies den Klassenerhalt sehr schwer machen.

Stuttgart Scorpions schlagen Marburg Mercenaries

Verschoben ist die Entscheidung über die Besetzung der Relegation im Süden: Die Stuttgart Scorpions klammern sich weiter an einen kleinen Strohhalm. Während Kirchdorf erwartungsgemäß beim 7:31 gegen Samsung Frankfurt Universe keine Chance hatte, setzten die Schwaben sich in einem munteren Spiel mit mehreren Führungswechseln bei den Marburg Mercenaries mit 43:36 durch.

Die Marburger fielen damit erstmals in diesem Jahr auf Rang fünf außerhalb der Play-Off-Zone zurück, Stuttgart könnte mit zwei weiteren Siegen noch Platz sieben erreichen.

Michael Eubank (M.) und die Stuttgart Scorpions hoffen weiter auf Rang sieben im Süden
Michael Eubank (M.) und die Stuttgart Scorpions hoffen weiter auf Rang sieben im Süden © football-aktuell.de/Baumert

Auch die Meisterschaft in der GFL 2 Süd ist noch nicht entschieden: Die Saarland Hurricanes schafften es in Neunkirchen, Tabellenführer Ravensburg Razorbacks mit 42:35 die erste Saisonniederlage beizubringen. Beide Aufstiegsanwärter bauen anders als Düsseldorf im Norden vor allem auf ihren starken Angriff.

Am nächsten Sonntag sollte es beim Rückspiel im Lindenhofstadion in Weingarten also gleich ein zweites Mal hoch hergehen - die Saarland Hurricanes müssen auch dort gewinnen, um weiter vom sofortigen Wiederaufstieg in die GFL träumen zu dürfen.

SPORT1 baut GFL-Kooperation aus

Noch mehr American Football auf SPORT1: Deutschlands führende 360°-Sportplattform und die German Football League (GFL) bauen ihre im Frühjahr begonnene Kooperation aus.

Vor der exklusiven Free-TV-Liveübertragung des German Bowls XL am 13. Oktober, des Endspiels um die 40. Deutsche Meisterschaft im American Football, wird SPORT1 ab August jeden Mittwoch "Kick Off – Das GFL-Magazin" im Free-TV ausstrahlen.

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