Darius Robinson von den New Yorker Lions Braunschweig sorgte für zahlreiche Ballverluste der Potsdamer
Darius Robinson von den New Yorker Lions Braunschweig sorgte für zahlreiche Ballverluste der Potsdamer © credit: football-aktuell.de/Zelter
Lesedauer: 4 Minuten

Die New Yorker Lions untermauern gegen Potsdam ihre Titel-Ambitionen, Kicker Tobias Goebel schreibt Geschichte. Marburg schlägt sich trotz Quarterback-Chaos achtbar.

Anzeige

Der Aufstand der "Kleinen" in der GFL ist gestoppt - vorerst jedenfalls. In den Spielen der elften Spielwoche 2018 hatten nicht nur die Marburg Mercenaries bei Meister Schwäbisch Hall Unicorns kaum eine echte Chance.

Auch bekamen die bisher gerade gegen Favoriten so beherzt auftretenden Teams aus Potsdam, Köln und Kirchdorf deutlich ihre Grenzen aufgezeigt.
Die Potsdam Royals hatten mir ihrem EFL-Bowl-Gewinn vor einigen Wochen zwar dafür gesorgt, dass ihr erstes Aufeinandertreffen mit dem Eurobowl- und German-Bowl-Rekordmeister New Yorker Lions in Braunschweig zum Duell zweier amtierender europäischer Titelträger wurde.

Anzeige

Die Partie selbst hielt mit einem eindeutigen 45:14-Sieg der New Yorker Lions diesem Anspruch dann aber nicht stand. Nur den ersten Touchdown der Braunschweiger nach Pass von Jadrian Clark auf Nicolai Schumann beantworteten die Potsdamer im Gegenzug durch den Touchdown von Max Zimmermann.

(SERVICE: Alle News zur GFL)

Braunschweig: Goebel stellt Vereinsrekord ein

Danach spielten praktisch nur noch die Gastgeber, für die ihr Robinson-Duo in der Verteidigung (Darius und Tissi) für einen Ballverlust der Potsdamer nach dem anderen sorgte. Mit einem 35:7 zur Halbzeit war alles entschieden, nach der Pause war das insgesamt 98. Field Goal von Tobias Goebel und die damit verbundene Einstellung des Braunschweiger Vereinsrekords der eigentliche Höhepunkt der Partie.

Auch in Köln war beim 58:27-Auswärtssieg der Dresden Monarchs zur Pause bereits alles klar. Wann immer die Monarchs sich im Angriff nicht durch eigene Ballverluste im Weg stehen, sind sie praktisch nicht zu stoppen. Gegen die Crocodiles kam zu den bisher 20 Dresdener Turnovers der Saison nun kein einziger hinzu, von Beginn an waren die Sachsen so auf dem Weg zu einem Kantersieg.

Quarterback Trenton Norvell feuerte sechs Touchdown-Pässe ab, drei davon gleich im ersten Viertel. Mike Schallo und Mitchell Paige fingen je zwei der Endzonenwürfe von Norvell, und Paige legte zum Abschluss im letzten Viertel noch einen 100-Yard-Kickoff-Return drauf.

GFL Süd: Quarterback-Chaos bei Marburg

In den beiden Spielen der GFL Süd wehrten sich die Underdogs ein wenig länger, aber ebenso vergeblich. Immerhin mit nur fünf Punkten Rückstand gingen die Marburg Mercenaries bei den Schwäbisch Hall Unicorns ins letzte Viertel, doch mit zwei Touchdowns binnen zwei Minuten sorgte der Meister kurz danach für den 38:19-Endstand.

Angesichts der Turbulenzen um den Marburger Quarterback-Posten war das für die Mercenaries noch ein Achtungserfolg. Nach der Verletzung von Stammspielmacher Alex Thury hatten die Hessen zunächst kurzfristig den US-Amerikaner Robert Webber engagiert. Der gab in Stuttgart ein gelungenes GFL-Debüt - verblüffte danach aber mit seiner Bitte, den Vertrag wieder aufzulösen.

Marburgs Präsident Carsten Dalkowski: "Fakt ist, dass es seitens des Spielers keinerlei Bemühungen gegeben hat, sich zu integrieren. Die übereilte und aus unserer Sicht grundlose Abreise hat für viel Ärger gesorgt." Denn sie kam kurz vor Ende der GFL-Deadline für Neuverpflichtungen am 30. Juni.

Gerade rechtzeitig fanden die Marburger in Zac Cunha noch eine Alternative, doch nicht mehr rechtzeitig genug für die Reise nach Schwäbisch Hall. Dort musste Allrounder Silas Nacita nun erst einmal Quarterback spielen - fehlte damit aber natürlich als gefährlichste Anspielstation. Für Meister Unicorns war es da ein Leichtes, den Marburger Angriff in Schach zu halten.

Wildcats mit zu vielen Fehlern

Die Defense der Kirchdorf Wildcats hatte das gleiche Kunststück gegen die Marburger ebenfalls vor einigen Wochen vollbracht, und so waren die Hoffnungen in Kirchdorf vor dem Gastspiel der Allgäu Comets insgeheim groß.

Aber nur in einer kurzen Phase vor der Halbzeit gelang es, mit Turnovers die Pass-Offense der Kemptener zu stoppen. Nach der Pause bremste sich dagegen der Wildcats-Angriff mit eigenen Ballverlusten aus, und die Allgäuer kamen zu einem unangefochtenen 33:17-Erfolg. Justin Sottilare warf fünf Touchdown-Pässe, drei davon auf Jordan Paul und zwei auf Martin Emos.

Die GFL auf SPORT1 - powered by Football Aktuell

Football-Aktuell
Football-Aktuell © Football-Aktuell