Jadrian Clark von den New Yorker Lions hatte am Wochenende allen Grund zu jubeln
Jadrian Clark von den New Yorker Lions hatte am Wochenende allen Grund zu jubeln © football-aktuell.de/Brock

Die Berlin Rebels und die New Yorker Lions aus Braunschweig entscheiden die Spitzenspiele der GFL für sich. Die Braunschweiger bezwingen den Tabellenführer.

Berlin Rebels und New Yorker Lions aus Braunschweig hießen am letzten Wochenende die Sieger in den Spitzenspielen der GFL Nord. Dazu wahrte Aufsteiger Potsdam Royals mit einem klaren 50:21-Heimsieg über die Kiel Baltic Hurricanes ihre Chance, auf Anhieb in die Playoffs einziehen zu können.

Bis dahin ist es für die Potsdamer noch ein weiter Weg, aber die Vierer-Spitzengruppe vor ihnen ist nicht immer souverän. Der bisherige Tabellenführer Dresden Monarchs scheiterte am Samstag einmal mehr an den Ballverlusten des eigenen Angriffs, die die New Yorker Lions zu einem 44:24-Auswärtssieg in Sachsen nutzen konnten.

Monarchs nutzten Blitzstart

Den Monarchs nutzte ihr Blitzstart mit einem 60-Yard-Touchdown-Pass von Trenton Norvell auf Brice Couqin wenig, bereits in der zweiten Angriffsserie unterlief Norvell die erste Interception. Die Braunschweiger Gäste kamen durch Lennies McFerren zum Ausgleich. Und als die Dresdener wenig später einen Field-Goal-Versuch vergaben, nutzten die Lions dies zum 14:7 durch Nicolai Schumann.

Die Munich Cowboys nutzen mit Trenton Miller ihren Bitzstart
Die Munich Cowboys nutzen mit Trenton Miller ihren Bitzstart © credit: football-aktuell.de/Miladinovic

Während ihr Angriff um Quarterback Jadrian Clark damit die Kontrolle über das Spiel übernahm, gingen die Monarchs zwar zwischenzeitlich noch einmal 17:14 in Führung, doch noch vor der Halbzeit stellte Clark die Weichen endgültig auf Sieg.

Das 20:17 erlief der Braunschweiger Spielmacher selbst, zum 27:17 passte er auf Justus Holtz, nachdem die New Yorker Lions kurz vor der Halbzeit nach einem weiteren Norvell-Fehlpass noch einmal an den Ball gekommen waren.

Braunschweiger legten nach Pause nach

Nach der Pause legten die Braunschweiger mit einem Field Goal und den jeweils zweiten Touchdowns von Schumann und Clark unerbittlich nach. Nach Minuspunkten bleiben sie so Tabellenführer im Norden. Nach Pluspunkten setzten sich vorerst die Berlin Rebels an die Spitze, die nach dem Auswärtserfolg in Braunschweig in der Woche davor auch gegen die Cologne Crocodiles zu Hause die Oberhand behielten.

Das 34:13 der Berliner bedeutete die erste Kölner Saisonniederlage, die im Grunde bereits zur Halbzeit feststand. Dabei eröffneten die Rebels die Partie mit dem gleichen Spielzug wie bei ihrem Coup in Braunschweig - und demselben Resultat: Quarterback Terrell Robinson bediente Joshua Simmons beim ersten Ballkontakt der Begegnung über 60 Yards zum 7:0.

In der Verteidigung ließen die Berliner den starken Kölner Running Back Shayeen Edwards sich zwar in der Feldmitte austoben, hatten ihn aber vor der eigenen Goal Line stets im Griff. Punkte gab es für die Kölner vor der Pause so nicht, dafür legten Quarterback Robinson sowie die beiden als Tight End eingesetzten Hayden Daniels und Tim Waltner (eigentlich Offensive Lineman) drei Touchdowns zum 28:0 und damit zur Entscheidung nach.

Kieler bekommen Potsdam-Qaurterback nicht in Griff

Beim 50:21-Sieg der Potsdam Royals über die Kiel Baltic Hurricanes war das Resultat zur Halbzeit nicht so klar, zumal die Kieler kurz nach der Pause noch einmal auf 21:26 herankommen konnten. Doch schon davor hatte sich abgezeichnet, dass die Kieler Verteidigung das Passspiel von Potsdams Quarterback Austin David Gahafer einfach nicht in den Griff bekommen würde.

Die Kieler bekamen David Gahafer nicht in den Griff
Die Kieler bekamen David Gahafer nicht in den Griff © credit: football-aktuell.de/Dirk Pohl

Gahafer kam am Ende auf sechs Touchdown-Pässe: je zwei auf Frederik Myrup-Nielsen, Daniel Vöhringer und die Brüder Max und Paul Zimmermann. Kiels Angriff kassierte dagegen insgesamt fünf Quarterback Sacks und konnte so nicht verhindern, dass sich für den Vorjahreszweiten die letzten Mini-Hoffnungen auf die Playoffs in Luft auflösten.

Im Kampf gegen die Relegation wird die Luft für die Hamburg Huskies im Norden und die Stuttgart Scorpions zusehends dünner. Hamburg verlor gegen den direkten Konkurrenten in Hildesheim mit 9:23. Stuttgart kam nicht nur wie erwartet gegen Meister Schwäbisch Hall mit 0:38 unter die Räder. Gleichzeitig feierten die Munich Cowboys unter Quarterback Trenton Miller bei den Allgäu Comets mit einem 31:28 nach 20:28-Pausenrückstand überraschend ihren ersten Saisonsieg.

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