Laura Lindemann wurde beim Hamburg-Triathlon Zweite
Laura Lindemann wurde beim Hamburg-Triathlon Zweite © Getty Images

Laura Lindemann verpasst beim Hamburg-Triathlon einen Überraschungssieg nur knapp. Bei den Herren feiert Mario Mola einen historischen Titel-Hattrick.

Eine Top-Ten-Platzierung war das Ziel, da brachte Laura Lindemann Rang zwei beim Hamburg-Triathlon ziemlich aus der Fassung.

"Das ist unglaublich, ich bin überglücklich. Ich habe mich immer besser gefühlt, je länger das Rennen dauerte", sagte die Potsdamerin, die mit einer überragenden Laufleistung fast die gesamte Weltelite besiegte.

Nur die Französin Cassandre Beaugrand war zu stark für die 22-Jährige, die schon im Vorjahr mit Rang drei in der Hansestadt hatte aufhorchen lassen. Diesmal ging es sogar noch einen Rang weiter nach vorne, obwohl sie bei beiden Wechseln jeweils einige Sekunden liegen ließ. "Ich weiß nicht, was da los war", sagte Lindemann, die im Ziel dennoch auch die drittplatzierte Weltranglisten-Erste Katie Zaferes (USA) hinter sich ließ.

Mola feiert historischen Titel-Hattrick

Bereits am Nachmittag hatte Mario Mola als erster Triathlet überhaupt zum dritten Mal den Hamburg-Triathlon gewonnen. Der Topfavorit aus Spanien verwies in 53:24 Minuten Vincent Luis aus Frankreich (53:29) und den Südafrikaner Richard Murray (53:32) im Schlussspurt auf die Plätze zwei und drei.

Die beiden DTU-Vertreter hatten mit dem Ausgang des hochklassig besetzten Rennens erwartungsgemäß nichts zu tun. Lasse Lührs (Alicante) kam mit 71 Sekunden Rückstand auf den Sieger als 29. ins Ziel. Der Hannoveraner Jonas Schomburg (55:00) belegte Platz 34.

"Zur Weltspitze fehlt noch ein bisschen, das hat man heute gesehen", erklärte Lührs nach dem Rennen selbstkritisch.

Noch weiter von der Weltklasse entfernt sind aktuell die deutschen Triathletinnen hinter Lindemann. Weder die Leipzigerin Bianca Bogen als 42. noch Sophia Schaller mit Rang 46 konnten mit ihrem Auftritt zufrieden sein.  

Lührs verpasst Top 10

Der starke Schwimmer Schomburg stieg zwar nach 750 Metern in der Binnenalster als Siebter aus dem Wasser, doch beim Radfahren und Laufen verlor er mehr und mehr den Anschluss. Lührs wahrte bis nach der Radstrecke seine Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung, dann jedoch wurde der 22-Jährige nach hinten durchgereicht.

Für den Weltranglistenersten Mola, der seine Führung in der WM-Wertung weiter ausbaute, war es in der norddeutschen Metropole der dritte Triumph in Serie. Bei angenehmen Bedingungen für die Triathleten säumten etwa 200.000 Menschen die Straßen der Hamburger Innenstadt.