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Triathlon

Im Triathlon werden drei verschiedene Sportarten miteinander kombiniert und in direkter Abfolge im Rahmen eines Wettkampfes ausgetragen.

Im Gegensatz zum Zehnkampf werden beim Triathlon aber keine Sportarten aus verschiedenen Bereichen (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit) ausgeübt. Es handelt sich um eine reine Ausdauersportart.

Der Ablauf des Wettkampfs ist strikt festgelegt.

  • 1. Disziplin: Schwimmen
  • 2. Disziplin: Radfahren
  • 3. Disziplin: Laufen

Eine weitere Unterscheidung zu anderen Vielseitigkeitssportarten ist, dass die Zeit auch während der Unterbrechungen (z.B. Wechsel zwischen Disziplinen, Behandlungspausen, Umziehen) weiterläuft.

Geschichte des Triathlon

Der Begriff Triathlon ist eine Wortschöpfung und setzt sich aus den beiden griechischen Begriffen "trias" und "athlos" zusammen. Die wörtliche Übersetzung ist Dreikampf.

Die ersten belegten Mehrkämpfe mit Schwimmen, Radfahren und Laufen fanden in den 1920er Jahren in Frankreich statt. Allerdings entfachten diese Veranstaltungen in der damaligen Zeit noch keine große Euphorie, weshalb der Triathlon schnell wieder in der Versenkung verschwand.

Erst durch die Fitnesswelle der 1970er Jahre wurde der Mehrkampf wiederentdeckt. In dieser Zeit wurde auch erstmal der Begriff Triathlon verwendet. Der erste offizielle Wettbewerb unter dem Namen Triathlon fand am 25. September 1974 in San Diego statt. Der Mission Bay Triathlon ging über 10km Laufen, 8km Radfahren und 500m Schwimmen - damals noch in der umgekehrten Reihenfolge.

Der Triathlon wurde in der Folgezeit weltweit beliebt und etablierte sich als eigenständige Sportart. Um die bis dahin willkürlich festgelegte Reihenfolge und unterschiedlichen Distanzen zu vereinheitlichen, wurde am 1. April 1989 die International Triathlon Union (ITU) gegründet. Mit der Verbandsgründung wurde auch die Olympische Distanz für einen Triathlon festgelegt:

  • Schwimmen: 1,5km
  • Radfahren: 40km
  • Laufen: 10km

Im selben Jahr richtete die ITU auch die erste Weltmeisterschaft  in Avignon aus. Von 1991 bis 2008 wurde der Triathlon World Cup im Rahmen einer Saison veranstaltet. Seit 2009 ist die ITU World Championship Series die internationale Renn-Serie im Triathlon. 2019 bestand diese Serie aus acht Rennen, die über die ganze Welt verteilt sind. Ausgetragen werden Männer-, Frauen- und Staffelwettbewerbe. Die Gesamtführenden nach dem Grand Final werden als Weltmeister ausgezeichnet.

Bei den Olympischen Spielen ist der Triathlon seit den Spielen 2000 in Sidney vertreten. Die ersten Titel holten sich Brigitte McMahon (SUI) und Simon Whitfield (CAN).

Der Ironman

Neben der Olympischen Distanz gibt es auch weiterhin unterschiedliche Distanzen, über die Wettkämpfe ausgetragen werden. Die bekannteste Variante ist der Ironman. Der Begriff ist ein geschützter Markenname von Triathlon-Wettkämpfen, wird aber auch generell als Überbegriff für Langdistanz-Wettbewerbe verwendet. Wettbewerbe, die als Ironman bezeichnet werden, haben folgende Distanzen:

  • Schwimmen: 3,86km (2,4 Meilen)
  • Radfahren: 180,2km (112 Meilen)
  • Laufen: 42,195km (26,2 Meilen)

Der bekannteste und älteste Ironman-Wettbewerb ist der Ironman auf Hawaii. Seit 1978 werden auf Hawaii Ironman-Wettbewerbe ausgetragen und gelten damit als Geburtsstätte der Marke Ironman. Traditionell findet die offiziell als Ironman World Championship bezeichnete Veranstaltung im Oktober statt.

Bei den Frauen konnte bisher noch keine Deutsche gewinnen. Aber mit Nina Kraft (2. Platz, 2002) und Sandra Wallenhorst (3. Platz, 2008) standen schon zwei Deutsche auf dem Podest.

Bei den Männern dominieren die Deutschen die letzten Jahre. Nach Sebastian Kienles Erfolg 2014 gelangen sowohl Jan Frodeno (2015, 2016) als auch Patrick Lange (2017, 2018) zwei Siege in Folge. Zuvor waren bereits Thomas Hellriegel (1997), Norman Stadler (2004, 2006) und Faris Al-Sultan (2005) für Deutschland erfolgreich.