Lesedauer: 3 Minuten

München - Der FC Liverpool soll "hart pushen", David Alaba vom FC Bayern an die Anfield Road statt zu Real Madrid zu locken. Wo aber würde er sich sinnvoll einfügen?

Anzeige

Real Madrid gegen den FC Liverpool. Zinédine Zidane gegen Jürgen Klopp. Der Champions-League-Sieger von 2016 bis 2018 gegen den von 2019.

Das Rennen um David Alaba, das hinter den Kulissen gerade im Gang sein soll, ist ein Kampf der Giganten. Welche Wahl auch immer der Verteidiger des FC Bayern München am Ende treffen wird auf der Suche nach einer neuen und lukrativen Herausforderung: Es kann keine schlechte sein.

Anzeige

Nach SPORT1-Informationen hat Real die besseren Chancen, den 28-Jährigen nach Ablauf seines Vertrags in diesem Sommer zu verpflichten. Über dieselbe Tendenz berichtet nun der britische Guardian - der aber trotzdem den Blick noch einmal verstärkt auf das andere Szenario lenkt.

Liverpool würde ebendieses "hart pushen", meldet das nicht als sensationslüsterne bekannte Medium. Der Klub sei in Kontakt mit Alabas Agenten Pini Zahavi und hoffe, ihn noch überzeugen zu können.

Eine passende Verbindung? SPORT1 leuchtet aus, wie Alaba sich bei den "Reds" einfügen könnte.

Jürgen Klopp findet David Alaba "fantastisch"

Ein Punkt, auf den Alaba sich in Liverpool auf jeden Fall verlassen könnte: Er träfe dort einen Trainer, bei dem er höchste Wertschätzung genießt. Als "fantastischen Spieler" bezeichnete Klopp Alaba schon, als er noch Coach des nationalen Rivalen Borussia Dortmund war.

Auch interessant

Die andere Frage ist jedoch: Hat Klopp in seinem System auch Platz für den österreichischen Nationalspieler, mit dem ihm auf persönlicher Ebene auch seine Religiosität verbindet?

Auf Alabas langjähriger Position als Linksverteidiger spielt in Liverpool der Schotte Andrew Robertson - ein Hochkaräter! Der 26 Jahre alte Robertson und Trent Alexander-Arnold hinten rechts gelten als eines der besten Außenabwehr-Duos der Welt, wenn nicht das beste. Dass Alaba es mit seiner Ankunft sprengen würde: keineswegs garantiert.

Werde Deutschlands Tippkönig! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Eine größere Baustelle ist bei Liverpool die Innenverteidigung, wo sich Alaba mittlerweile auch auf Weltklasse-Niveau etabliert hat.

FC Liverpool hat hinten eine Baustelle

Durch den Kreuzbandriss von Virgil van Dijk hat Klopp in dieser Saison seinen defensiven Pfeiler verloren - und schon vorher hatte Klopp oft mit den Optionen Joel Matip (oft verletzt), Joe Gomez und Fabinho (eigentlich Mittelfeldspieler) rotieren müssen.

Bei der Niederlage gegen Ralph Hasenhüttls FC Southampton musste zuletzt Jordan Henderson nach hinten rücken, eine Woche zuvor in Newcastle hatte Klopp mit dem einstigen Stuttgart-Leihspieler Nathaniel Phillips experimentiert.

Eine arrivierte Kraft wie Alaba würde da in jedem Fall für mehr Stabilität sorgen - wobei der Konkurrenzdruck andererseits auch wieder größer werden wird, sobald van Dijk kommende Saison wieder fit sein wird.

Eine andere Option für Alaba in Liverpool wäre das defensive Mittelfeld, wo im Kampf um Einsatzzeiten aber auch Gedränge herrscht. Unter anderem träfe Alaba in Liverpool auf den Triple-Gefährten Thiago, der schon bei Bayern einer derjenigen war, die dem Gedankenspiel Alaba im Mittelfeld im Weg standen.

Real Madrid mit attraktiverer Rolle?

Den Anspruch, sich bei einem Topklub wie Liverpool durchzusetzen, muss ein Spieler wie David Alaba trotz allem haben. Im Zweifel könnte aber eben doch den Ausschlag geben, dass er bei Mitbieter Real eine andere Situation vorfinden wird.

Dort wird die Ära des langjährigen Abwehrleaders Sergio Ramos, 34, früher oder später ausklingen. Für den sechs Jahre jüngeren Alaba bietet sich daher die Chance, im Abwehrzentrum ein historisches Vermächtnis anzutreten.

Das kann Klopp Alaba so nicht bieten.