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David Alaba wird den FC Bayern im Sommer allem Anschein nach verlassen. Mit dem Neujahrstag darf nun fröhlich verhandelt werden.

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Der "Piranha" will gefüttert werden!

Das Jahr 2021 hat begonnen - und damit auch das Rennen um David Alaba. Ab sofort darf bei Pini Zahavi, Alabas Berater und von Uli Hoeneß im Doppelpass als "geldgieriger Piranha" tituliert, auch offiziell durchgeklingelt werden.

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Ab dem 1. Januar können Spieler, deren Vertrag am 30.06.2021 ausläuft, offiziell mit interessierten Klubs verhandeln oder sogar schon bei einem neuen Verein unterschreiben, ohne Rücksicht auf den aktuellen Arbeitgeber nehmen zu müssen.

Heißt: Das Wettbieten um Alaba ist eröffnet - und dem FC Bayern sind die Hände gebunden.

Bayern-Boss glaubt nicht an Alaba-Verbleib

"Wir haben alles in die Waagschale gelegt, was möglich war. Aber dann muss man einfach akzeptieren: Es hat nicht gereicht", hatte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge Ende Dezember im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 verlauten lassen.

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Sollten Alaba und Zahavi nicht noch einmal einen Schritt auf die Verantwortlichen zugehen, dürfte die Zeit des zweimaligen Triple-Siegers in München im Sommer nach 13 Jahren zu Ende gehen.

Wo der 28-Jährige dann aufschlagen wird? Nach SPORT1-Informationen wird sich Alaba-Berater Zahavi alle Offerten anhören. Der gewiefte Israeli, als harter Verhandlungspartner bekannt, weiß um den Marktwert seines Klienten.

Alabas neuer Klub muss keine Ablöse zahlen. Dementsprechend höher könnten Gehalt und Handgeld des Österreichers ausfallen - und damit auch Zahavis Provision.

Das vom FC Bayern angebotene Salär für eine Verlängerung entsprach zuvor offenbar nicht den Vorstellungen der Alaba-Seite.

"Wir haben David Alaba den roten Teppich ausgerollt und sind an unsere Grenzen gegangen", erklärte unlängst FCB-Vorstand Oliver Kahn der Sportbild. "David und speziell sein Berater Pini Zahavi sind nicht über diesen roten Teppich gegangen." 

Der CHECK24 Doppelpass mit Rudi Völler und Sandro Wagner - am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Liverpool heiß auf Alaba?

Nun darf also die Konkurrenz ihr Glück versuchen. Und potenzielle Interessenten gibt es viele. Die frischeste Meldung aus der Gerüchteküche Alaba hat ihren Ursprung in England.

Das für gewöhnlich gut informierte englische Portal The Athletic berichtet von einem "großen Interesse" des gerade im Defensivverbund arg gebeutelten FC Liverpool. Währenddessen soll sich Liverpools Erzrivale Manchester United aus dem Poker zurückgezogen haben. Nicht nur der FC Bayern hat allem Anschein nach Schwierigkeiten mit Alabas Gehaltsforderungen.

Allerdings strebt der Münchner Abwehrchef, der von Hansi Flick vom Links- zum Innenverteidiger umfunktioniert wurde, nach SPORT1-Informationen ohnehin bevorzugt einen Wechsel nach Spanien an. Das Land der Tapas und Flamenco-Tänzer steht seit geraumer Zeit ganz oben auf Alabas Liste. (SERVICE: Bundesliga-Spielplan)

Angesichts seiner Qualitäten und seiner Vita lässt sich Alabas potenzieller Arbeitgeber in Spanien auf zwei Klubs beschränken: Den FC Barcelona und Real Madrid.

Seit geraumer Zeit verdichten sich die Anzeichen, dass die Königlichen das Rennen machen könnten. Die spanische Sportzeitung Marca mit Sitz in Madrid verkündete unlängst, Alabas Unterschrift sei bereits "im Ofen" und müsse nur noch fertiggebacken werden.

Hat Barca im Alaba-Poker ein Ass im Ärmel?

Aber auch Barca hat womöglich noch ein heißes Eisen im Feuer. Berater Zahavi verbindet eine sehr enge Freundschaft zu Joan Laporta, dem früheren Präsidenten Barcelonas (2003 bis 2010), der Ende Januar erneut für das Präsidentenamt des Vereins kandidiert.

Schafft Laporta die Rückkehr als Vereinsoberhaupt, könnte Zahavi einen neuen Vorstoß in Richtung eines Barcelona-Wechsels planen. Ein Modell, dass die Alaba-Seite nach SPORT1-Informationen bereits im vergangenen Sommer diskutiert hat.

Noch ist nicht final geklärt, welches Trikot Alaba in Zukunft tragen wird. Klar ist aber mit dem 1. Januar mehr denn je: Der Piranha will gefüttert werden.