Shkodran Mustafi ist beim FC Arsenal kaum noch gefragt
Shkodran Mustafi ist beim FC Arsenal kaum noch gefragt © Imago
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Frankfurt am Main - Shkodran Mustafi wird Arsenal zum Saisonende ablösefrei verlassen. Offenbar träumt der Weltmeister von einem Engagement in der Bundesliga - bei Eintracht Frankfurt?

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Shkodran Mustafi, im Sommer 2016 noch 41 Millionen Euro teuer, wird Arsenal in diesem Sommer nach dann fünf Jahren höchstwahrscheinlich zum Nulltarif verlassen.

Der Weltmeister von 2014 hat ein Angebot, seinen 2021 auslaufenden Vertrag zu verlängern, bislang abgelehnt. Ein Hintertürchen bleibt freilich offen, bei den Gunners kämpft er sich nach längerer Verletzungspause wieder heran. Sein Endspurt in London war gut, doch inzwischen hat sich der Klub in den hintersten Reihen millionenschwer verstärkt.

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Mustafi träumt offenbar von einer Rückkehr nach Deutschland

Englische Medien brachten Mustafi bereits mit einem Wechsel nach Italien in Verbindung. Wie SPORT1 aus dem Umfeld des Spielers erfahren hat, träumt der 28-Jährige aber durchaus von einer Rückkehr in die hessische Heimat nach Bad Hersfeld. Vater Kujtim Mustafi ließ die Zukunft seines Sohnes auf Nachfrage von SPORT1 völlig offen: "Nichts ist abwegig, wir können uns alles vorstellen, weil Shkodran im Sommer ablösefrei ist."

Englische Medien brachten Mustafi bereits mit Italien in Verbindung, da seine Frau Vjosa Kaba in der Schweiz lebt. Wie SPORT1 aus dem Umfeld des Spielers erfahren hat, träumt der 28-Jährige aber durchaus von einer Rückkehr in die hessische Heimat nach Bad Hersfeld. Vater Kujtim Mustafi ließ die Zukunft seines Sohnes auf Nachfrage von SPORT1 völlig offen: "Nichts ist abwegig, wir können uns alles vorstellen, weil Shkodran im Sommer ablösefrei ist."

Eintracht Frankfurt wäre ein Verein, der für Mustafi durchaus infrage käme. Die Hessen müssen in den kommenden Monaten und Jahren einen gewaltigen Umbruch in der Abwehr bewältigen. Kapitän David Abraham wird den Klub möglicherweise schon im Winter in Richtung argentinische Heimat verlassen, ob der inzwischen 36 Jahre alte Libero Makoto Hasebe noch einmal verlängert, ist offen.

Mustafi kann beide Positionen bekleiden, ihm ist die in Frankfurt praktizierte Dreierkette vertraut. "Ich war heute eine Art Libero, da war es meine Aufgabe, zu führen", sagte er vor Jahren nach einem Länderspiel in Spanien, als Bundestrainer Joachim Löw dieses System testete. 

Eintracht muss in der Abwehr Umbruch bewältigen 

Sollten die beiden Routiniers Abraham und Hasebe nach der Saison weg sein, müsste der Klub eine große Lücke schließen. Neuzugang Tuta ist zweifelsohne talentiert, doch sein Werdegang ist noch nicht absehbar. Evan N’Dicka zählt zum Tafelsilber der Frankfurter, ein Verkauf könnte dringend benötigtes Geld in die Kasse spülen. Und Almamy Touré ist zu unkonstant und grundsätzlich auf der rechten Verteidigerseite besser aufgehoben.

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Neben Martin Hinteregger täte ein vielseitiger Akteur wie Mustafi also gut. Ablösefrei, in die zweite Reihe abgerutscht und doch mit gewissen Qualitäten ausgestattet: Mit Amin Younes tätigte Sportvorstand Fredi Bobic in diesem Sommer einen ähnlichen Transfer. Der Offensivmann verzichtete für die zweijährige Leihe auf viel Geld, nahm die Situation inmitten der Coronavirus-Pandemie vollumfänglich an und hofft auf seinen persönlichen Restart.

Mustafi müsste bei Eintracht auf Gehalt verzichten 

Ähnliches müsste auch bei Mustafi passieren. Der Nordhesse verdient bei Arsenal geschätzt 5,5 Millionen Euro jährlich - und damit mehr als Eintracht-Topverdiener Kevin Trapp (geschätzt fünf Millionen Euro).

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Doch die Lage in Coronazeiten ist brisant, die finanzielle Situation sehr angespannt. Der Umsatz hat sich zuletzt schon auf 140 Millionen Euro halbiert, über weitere Gehaltskürzungen wird verhandelt. Ein Transfer wie der von Mustafi wäre also nur dann zu stemmen, wenn der Defensivspezialist auf viel Geld verzichtet.