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Nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen mit David Alaba äußert sich Hasan Salihamidzic. Der Sportvorstand des FC Bayern wird deutlich.

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Nach den gescheiterten Gesprächen über eine Vertragsverlängerung mit David Alaba hat sich Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic zu Wort gemeldet.

Der 43-Jährige schilderte dabei den Ablauf der Verhandlungen und die Folgen. Ein Verbleib des Innenverteidigers über die laufende Saison hinaus ist demnach nahezu ausgeschlossen.

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Im Leben und im Fußball gelte laut Salihamidzic: "Sag niemals nie - aber ich weiß nicht, wie wir noch mal zusammenfinden sollen. Wir haben ein Angebot vorgelegt, das wurde abgelehnt und jetzt müssen wir uns natürlich auch damit beschäftigen, dass uns David verlassen wird", sagte Salihamidzic vor der Champions-League-Partie der Bayern in Salzburg bei Sky.

Salihamidzic: "Alaba noch die ganze Saison da"

Anfragen gebe es bislang aber noch keine. "David ist ablösefrei im Sommer. Wenn so ein Spieler ablösefrei den Klub verlässt, ist das ein absoluter Super-GAU. An uns ist keiner herangetreten", sagte Salihamidzic, der zugleich einen Abgang im Winter ausschloss: "Wir sind auf dieser Position sehr gut besetzt. David ist noch die ganze Saison da."

Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte am Sonntag im BR-Fernsehen verkündet, dass der Rekordmeister das Vertragsangebot zurückgezogen hat.

"Wir haben verhandelt, wir haben David ein Angebot vorgelegt, das hat er abgelehnt", schilderte Salihamidzic die Abläufe der vergangenen Wochen. "Wir haben uns vor zehn Tagen noch mal zusammengesetzt und ein finanziell verbessertes Angebot vorgelegt, worauf wir dann doch eine Frist gelegt haben. Die ist an diesem Wochenende abgelaufen. Davor haben wir noch mal seinen Berater und David informiert, dass wir es jetzt zurücknehmen werden, wenn die Frist abgelaufen ist. Das ist die Sachlage. Wir schätzen David sehr und werden alle mit dieser Situation professionell umgehen."

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Salihamidzic: Tür für Alaba ist zu

Salihamidzic habe am Sonntag nochmals das Gespräch mit Alaba persönlich gesucht. "Ich wollte eben wissen, was los ist. Aber es kam jetzt nicht mehr viel", erläuterte Salihamidzic.

Auf die erneute Nachfrage, ob es tatsächlich keine Chance gebe, dass sich die Parteien um Alaba-Berater Pini Zahavi und die Bayern-Verantwortlichen noch mal an einen Tisch setzen, meinte Salihamidzic: "Ich habe die Sachlage noch mal ganz klar erklärt, oder?"

Ultimatum und Tausch? Salihamidzic erklärt Vorgehen

Dass die Bayern entgegen früherer Ankündigungen Alaba doch ein Ultimatum setzten, er

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klärte der FCB-Sportvorstand wie folgt: "Das war vor drei, vier Wochen. Wir wollen in so einer wichtigen Personalie Planungssicherheit haben. Irgendwann mussten wir reagieren. Wir müssen auch wissen, wie es weitergeht und dann haben wir uns dazu entschieden, alle zusammen im Klub."

Alaba hatte zuletzt auch seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass ihm ein Tauschgeschäft mit Manchester City vorgeschlagen wurde - bei dem es nach SPORT1-Informationen um Leroy Sané ging. Dazu meinte Salihamidzic: "In dieser Transferperiode als wir wussten, dass Corona uns alle finanziell sehr stark strapazieren wird, hat jeder Klub nach Ideen gesucht. Die Sache habe ich mit seinem Berater Pini Zahavi kurz diskutiert, das war aber schnell vom Tisch. Als es kein Angebot gab, war das auch schnell vergessen."

Alaba spielt seit zwölf Jahren für den FC Bayern, sein Vertrag läuft nach der Saison aus.