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München - Sie waren Champions-League-Sieger, Deutscher Meister und Vize-Weltmeister. Doch nun scheint sich kein Klub mehr für sie zu interessieren. Die Stars auf Jobsuche.

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Fast drei Monate hatten wechselwillige Spieler im gerade abgelaufenen Transferfenster Zeit, sich einen neuen Verein zu suchen.

Bei einigen von ihnen hat aber auch die wegen der Corona-Folgen verlängerte Periode nicht gereicht. Sie blieben auf der Strecke und sind jetzt vereinslos.

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Darunter finden sich nicht nur abgestürzte Wunderkinder, sondern auch mehrere Champions-League-Sieger und Vize-Weltmeister.

SPORT1 nennt die bekanntesten Namen aus diesem illustren Kreis.

Mario Mandzukic

Der Kroate war einer der Garanten des ersten Triple-Triumphs der Bayern 2013. Beim 2:1-Sieg im Finale der Champions League gegen Borussia Dortmund erzielte der mittlerweile 34-Jährige das 1:0.

Zuletzt war er in Katar bei Al-Duhail aktiv, wo er seinen Vertrag aber im Juli auflöste. Anschließend stand für den WM-Finalisten von 2018 ein Wechsel zu Lok Moskau im Raum, der jedoch zumindest fürs Erste geplatzt ist.

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Daniel Sturridge

Gleich zweimal hat der 31 Jahre alte Engländer die Königsklasse gewonnen: 2012 mit dem FC Chelsea im Finale gegen die Bayern und 2019 mit dem FC Liverpool.

Von den Reds wechselte der Stürmer im vergangenen Jahr zu Trabzonspor in die Türkei. Als er wegen unerlaubter Wetten vom englischen Verband bis Juni 2020 weltweit gesperrt wurde, zogen die Türken die Reißleine und setzten ihn im März vor die Tür. Seitdem sucht er einen neuen Klub.

Alexandre Pato

Nicht nur in Brasilien galt Pato Ende der 2000er Jahre als legitimer Nachfolger von Kaká. Auch beim AC Milan, der ihn 2007 für 22 Millionen Euro holte und zum bis dato teuersten U17-Spieler machte, sollte er das Erbe seines berühmten Landsmannes antreten.

Der Stürmer aber konnte seitdem nur sehr selten die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen. Zuletzt war er in seiner brasilianischen Heimat für den FC Sao Paulo aktiv. Wie es weitergeht, ist unklar.

Shinji Kagawa

Mit dem Japaner verbinden viele BVB-Fans noch Erinnerungen an die glorreichen Zeiten unter Jürgen Klopp. 2011 wurde er mit Borussia Dortmund Meister, 2012 folgte gar der Double-Gewinn.

Diese Zeiten sind lange vorbei. Seitdem er Dortmund im vergangenen Jahr ein zweites Mal verließ, versuchte er sein Glück bei Besiktas und zuletzt bei Real Saragossa in der 2. Liga Spaniens. Der Vertrag dort wurde aber im Sommer aufgelöst.

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Antonio Valencia

Zehn Jahre lang beackerte der Ecuadorianer in insgesamt 339 Spielen die rechte Seite bei Manchester United, ehe er im vergangenen Sommer zurück in seine Heimat zu LDU Quito wechselte.

Ein Jahr später steht der mittlerweile 35-Jährige ohne Verein da. Ob er noch einmal für einen anderen Klub spielt, ist ungewiss.

Ezequiel Garay

Der Argentinier stand 2014 mit seiner Nationalelf im Finale gegen Deutschland, erlebte das entscheidende Tor von Mario Götze aus nächster Nähe mit.

Während der Deutsche mit dem PSV Eindhoven am Dienstag noch einen neuen Verein gefunden hat, wartet Garay noch auf eine neue Herausforderung. Beim FC Valencia war nach vier Jahren Schluss.

Danny Welbeck

Wie Mario Götze ist auch Welbeck schon so lange im Fußball dabei, dass man gar nicht glaubt, dass er noch keine 30 Jahre alt ist.

13 Jahre lang spielte der Stürmer in der Premier League und gewann mit Manchester United 2013 den Titel. Mit dem FC Arsenal holte er anschließend noch zweimal den FA-Cup, ehe er im vergangenen Jahr zum FC Watford wechselte. Dort wurde der Vertrag erst vor wenigen Tagen aufgelöst.

Nathaniel Clyne

Unter Jürgen Klopp ist Clyne in der vergangenen Saison aufs Abstellgleis geraten. Ausgerechnet in der ersten Meistersaison der Reds seit 30 Jahren stand für den Rechtsverteidiger kein einziger Einsatz zu Buche.

Im September stand eine Rückkehr zu seinem Jugendklub Crystal Palace im Raum. Daraus ist aber (noch) nichts geworden.

Jack Wilshere

Mit wenigen Unterbrechungen spielte Jack Wilshere von 2001 bis 2018 beim FC Arsenal, schaffte den Sprung als aus der Jugendakademie des Klubs bis zu den Profis.

Vor zwei Jahren verlängerte er seinen Vertrag bei den "Gunners" nicht mehr, unterschrieb stattdessen bei West Ham United bis 2021. Nach nur zwei Jahren aber wurde der Vertrag vorzeitig aufgelöst.