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München - Luis Suárez trennt sich unter Tränen vom FC Barcelona. Der Stürmer spricht bei seiner Verabschiedung von unglaublichen "Dingen, die durchgesickert sind".

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Dass Luis Suárez das Ende seiner Zeit beim FC Barcelona nahe geht, wird auf seiner Verabschiedung am Donnerstag schnell deutlich. Der Stürmer, der ablösefrei zu Atlético Madrid wechselt und dort einen Zweijahresvertrag unterschreibt, kann seine Tränen schon zu Beginn der Pressekonferenz nicht mehr zurückhalten.

Er geht nach sechs Jahren, 198 Toren und 13 Titeln und wird künftig neun Millionen Euro pro Jahr verdienen.

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Nachdem er sich wieder gefangen hatte, sprach der uruguayische Nationalspieler vor allem über einen Mann Klartext: Ronald Koeman (57). Der neue Trainer von Barca hat den Star in diesem Sommer als nahezu erste Amtshandlung aussortiert.

"Ich habe es erwartet, es war schon erzählt worden, bevor er es mir selbst gesagt hat", berichtete Suárez. "Jeder Spieler hat seine Zeit. Und wenn der Klub glaubt, dass diese Zeit zu Ende geht, dann müssen wir ihn akzeptieren. Es ist schwer, aber Fußball."

Deutlich wird: Den Stürmerstar haben die vergangenen Wochen emotional mitgenommen.

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Das war schon am Mittwoch zu sehen. Der 33-Jährige hatte unter Tränen zum letzten Mal das Trainingsgelände der Katalanen verlassen. Der spanische Fernsehsender Gol zeigte Aufnahmen von der Abfahrt des Stürmers in seinem SUV, Suárez wischte sich dabei mit dem Ärmel die Tränen aus den Augen.

"Der FC Barcelona möchte Luis Suárez öffentlich für sein Engagement und seinen Einsatz danken und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft", teilte Barcelona in einer Erklärung mit. 

Suárez droht noch Ärger

Viele Gerüchte hatten zuletzt um den Star kursiert. Aktuell droht Suárez Ärger von der Polizei, weil er beim Sprachtest in Italien betrogen haben soll. Suárez äußerte sich auch dazu: "Es war verrückt. Dinge sind durchgesickert, Dinge sind erfunden worden. Es ekelt einen an, aber man muss versuchen, sich von allem fernzuhalten."

Der 33-Jährige hatte eigentlich zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin wechseln sollen, doch der Deal platzte und hat nun wohl für den Angreifer ein Nachspiel. 

Bevor der Stürmer nach der Pressekonferenz mit seiner Familie für Abschiedsbilder ins Camp Nou ging und dort mit den gewonnenen Pokalen posierte, bedankte er sich ausdrücklich bei nahezu allen Verantwortlichen des Vereins.

Atlético "sehr konkurrenzfähig" 

"Ich bin Barcelona für all die Momente dankbar, die ich erlebt habe. Der Klub hat mir vertraut, und ich gehe mit vielen Freundschaften. Hierher zu kommen ist ein Traum, der wahr geworden ist. Ich hätte mir nicht vorstellen können, diese Zahlen zu erreichen. Ich gehe stolz und zufrieden mit sechs wunderbaren Jahren."

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In Zukunft will er nun dafür sorgen, dass sein "Gegenspieler" Koeman national nicht viele nationale Titel mit Barca sammelt. "Es klingt ironisch. Aber als Barca mich auf den Markt brachte, gab es viele Anrufe, viele Angebote. Ich wollte aber eine Mannschaft, in der ich mit Barcelona und Real Madrid konkurrieren kann." 

Und das kann er als Spieler von Atlético laut eigener Einschätzung: "Ich freue mich auf ein sehr konkurrenzfähiges Team, das zuletzt immer bis zum Ende um den Ligatitel gekämpft hat."

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)