Lesedauer: 3 Minuten

München - Oliver Bierhoff kann sich Kai Havertz gut bei Real Madrid vorstellen. Als Favorit gilt aber der FC Chelsea, nachdem Bayern abgesagt hat.

Anzeige

Kai Havertz könnte Bayer Leverkusen noch in diesem Sommer verlassen.

Nach SPORT1-Informationen plant der deutsche Nationalspieler immer noch einen Sommerwechsel, hat sich aber noch für keinen Verein entschieden.

Anzeige

Die Sport Bild berichtet, der Jungstar werde Bayer zeitnah um seine Freigabe bitten.

Chelsea heißer Kandidat für Havertz

Doch wo könnte Havertz, der in Leverkusen noch einen Vertrag bis 2022 hat, landen?

Angeblich soll der FC Chelsea bereit sein, die von Leverkusen geforderten 100 Millionen Euro für den 21-Jährigen zu bezahlen.

Chelsea hat für die neue Saison schon Nationalspieler Timo Werner von RB Leipzig für 53 Millionen Euro verpflichtet.

Der Londoner Klub um Abwehrchef Antonio Rüdiger ist nach der in diesem Sommer auslaufenden Transfersperre gewillt, groß zu investieren.

Teammanager Frank Lampard hatte den 21-Jährigen bei einer Pressekonferenz vor zwei Wochen als "Top-Spieler" bezeichnet, aktuelle Gespräche über eine Verpflichtung aber verneint.

Bierhoff sieht Havertz bei Real

DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht Havertz allerdings bei einem anderen Verein. "Er ist ein Spieler für Real Madrid", sagte der ehemalige Stürmer im Interview mit der Marca.

"Er ist ein sehr junger Spieler, aber er hat alles. Er hat viel Talent, Technik, einen guten Körperbau", lobt Bierhoff.

Havertz sei "ein sehr kompletter Spieler, der für uns sehr wichtig sein wird. Er ist einer der Spieler, die einen begeistern, aber er muss weiter wachsen."

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Champions League
    1
    Fussball / Champions League
    Flick: Das hat sich Kovac gewünscht
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Briten zweifeln an Sancho-Bekenntnis
  • Fussball / Transfermarkt
    3
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Özil spricht über Zukunft
  • Tennis / WTA
    4
    Tennis / WTA
    Wie Graf und Agassi Bouchard helfen
  • Fußball / Champions League
    5
    Fußball / Champions League
    Pressestimmen: Atalanta wie Bayern

Ein Top-Talent wie Havertz würde prinzipiell zu Real passen, der Sportbuzzer berichtete im Juni bereits von einem angeblichen Angebot.

Allerdings sind die Königlichen beispielsweise mit Isco oder Marco Asensio im offensiven Mittelfeld gut besetzt und haben die ausgeliehenen Talente Martin Odegaard und Takefusa Kubo in der Hinterhand.

Bayern entscheidet sich gegen Havertz-Kauf

Auch der FC Barcelona oder Manchester United sollen an Havertz interessiert sein, der FC Bayern wurde ebenfalls immer wieder mit dem Offensivspieler in Verbindung gebracht.

Allerdings entschied sich der Klub (vorerst) gegen eine Verpflichtung des Nationalspielers.

"Ich sage es ganz klar: Das wird uns finanziell in diesem Jahr nicht möglich sein", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zuletzt bei SPORT1.

Bayern sieht sich nicht in der Lage, eine Ablösesumme im dreistelligen Millionenbereich zu zahlen.

Leverkusen will Havertz halten

Rummenigge wünscht sich dennoch einen Verbleib des 21-Jährigen in der Bundesliga: "Das ist eine Entscheidung, die muss Bayer Leverkusen und der Spieler treffen. Wenn ich ehrlich bin, würde ich Rudi Völler auch wünschen, dass Havertz zumindest noch ein Jahr in Leverkusen bleibt. Denn wir haben Interesse an Konkurrenz."

Das ist prinzipiell auch Leverkusens Plan.

"Wir haben die Hoffnung und würden uns wünschen, dass er auch in der nächsten Saison bei uns spielt", sagte Sportdirektor Simon Rolfes im Juni im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1.

Rudi Völler ergänzte zuletzt im kicker: "Es ist für keinen ein Geheimnis, dass es Interessenten gibt. Aber jetzt laden erstmal alle ihre Akkus auf, danach geht es in die Vorbereitung für die Europa League. Wir wollen alles tun, da erfolgreich zu sein."

Havertz wird auch im Falle eines Wechsels beim Heim-Finalturnier dabei sein, das unterstrich der Sportchef nochmals. Und auch seine Aussage zur Mega-Ablöse steht: "Es gibt keinen Corona-Rabatt!"