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Benjamin Henrichs steht vor einer Rückkehr in die Bundesliga. SPORT1 sprach mit dem Rechtsverteidiger darüber und über sein bisheriges Leben in Monaco.

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Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Der ehemalige Leverkusener Benjamin Henrichs steht vor einem Wechsel zu RB Leipzig und einer Rückkehr in die Bundesliga.

Am Montagvormittag hieß es, der dreimalige Nationalspieler und Confed-Cup-Sieger von 2017 sei bereits auf dem Weg zum Medizincheck nach Sachsen.

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Mit SPORT1 sprach der 23-Jährige über sein aktuelles Leben in Monaco, eine Begegnung mit den Geissens und seine anstehende Deutschland-Rückkehr.

SPORT1: Herr Henrichs, von Leverkusen nach Monaco: Das ist schon ein komplett anderes Leben, oder?

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Benjamin Henrichs: Ja, das ist schon ein extremer Unterschied. Also Französisch spreche ich. Nicht perfekt, aber ich kann man hier eigentlich überall verständigen. Trotzdem ist der Unterschied natürlich enorm. Wenn ich hier rausgucke, sehe ich das Meer. Gerade am Anfang muss man fast schon aufpassen, dass man nicht denkt, man sei im Urlaub. Im Großen und Ganzen bekommst du vom Leben her als Fußballer wohl nichts Besseres. Wenn es jetzt auch noch ordentlich verlaufen wäre, ein bisschen erfolgreicher, hätte ich mich auch überhaupt nicht beschweren können.

SPORT1: Monaco besteht ja fast nur aus Hochhäusern. Wie und wo wohnen Sie?

Henrichs: Ich wohne zwei Minuten vom Strand entfernt mit Aussicht auf den Hafen. Ich wohne aber nicht in einem Hochhaus. Ich habe mir eine Wohnung im 22. Stock angeguckt, aber mit meiner Höhenangst hatte ich nicht wirklich ein gutes Gefühl (lacht).

Henrichs: "Hier sind extrem viele reiche Leute"

SPORT1: Wie kann man sich das Leben im Mekka der Schönen und Reichen vorstellen?

Henrichs: Ich glaube, hier zu wohnen ist nicht für jeden etwas. Es gibt schon extrem viele reiche Leute. Man hat hier das Casino, den Strand und die Yachten am Strand. Wenn man hier Essen geht, sieht man auch fast immer irgendeine Berühmtheit.

SPORT1: Können Sie ein Beispiel nennen?

Henrichs: Letzte Woche habe ich Robert und Carmen Geiss getroffen. Die saßen am Tisch neben mir (lacht). In Leverkusen triffst du diese Leute nicht.

Leverkusen? "Das sind alles meine Jungs"

SPORT1: Zum Sportlichen: Haben Sie in den letzten Wochen intensiv die Bundesliga verfolgt?

Henrichs: Ja, absolut. Wenn ich Leverkusen spielen sehe, das sind alles meine Jungs. Ich habe viele Freunde dort, mit denen ich lange zusammengespielt habe. Da sitzt man schon als Fan vor dem Fernseher und drückt die Daumen.

SPORT1: Leidet man auch mit?

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Henrichs: Klar, das Ende der Saison war schon bitter. Die Jungs wollen sicher alle Champions League spielen. Aber sie haben ja noch die Chance, wenn sie die Europa League gewinnen. Wenn sie wieder in einen Rhythmus kommen, sind sie nur sehr schwer zu schlagen.

SPORT1: Mit Bayer-Verteidiger Jonathan Tah verbindet Sie eine besondere Beziehung.

Henrichs: Jona ist mein großer Bruder und das bleibt so (lacht). Wir schreiben sehr oft und sprechen ab und zu auch über Facetime.

Henrichs: "Ich vermisse die Bundesliga"

SPORT1: Wir gerne würden Sie denn in die Bundesliga zurückkommen?

Henrichs: Sehr gerne. Das habe ich ja schon öfter gesagt, dass ich die Bundesliga vermisse. In erster Linie auch die Fans, da können wir uns in Deutschland echt glücklich schätzen. Ich habe in der der Bundesliga meine ersten Schritte gemacht, jetzt Auslandserfahrung gesammelt, würde aber schon gerne wieder in die Bundesliga kommen.

SPORT1: Ihr Name wird bei RB Leipzig aber auch beim FC Bayern gehandelt. Wie gehen Sie damit um?

Henrichs: Gerüchte sind normal im Fußball. Das gehört dazu. Aber ich würde mal sagen, warten wir es ab (lacht).

SPORT1: Was könnte in den nächsten Stunden oder Wochen denn passieren?

Henrichs: Es ist schwer, etwas vorauszusagen. Natürlich sind wir in Gesprächen. Ich habe auch bei meinem Trainer hier in Monaco ganz klar hinterlegt, dass ich nach Deutschland zurück will. Jetzt müssen wir gucken, dass da eine Lösung gefunden wird.