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Timo Werner hat das konkrete Interesse des FC Liverpool geweckt. Aber passt womöglich ein anderer Top-Klub besser zum Leipzig-Stürmer?

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Der Poker um Timo Werner wird immer heißer!

Wie SPORT1 erfahren hat, macht der FC Liverpool im Werben um den deutschen Nationalspieler ernst.

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Es gibt aber auch konkretes Interesse weiterer Top-Klubs aus England sowie mindestens eines renommierten Vereins aus Spanien.

Liverpool, Barcelona - oder bleibt er gar in Leipzig? SPORT blickt auf Werners mögliche Optionen - und wo er am besten hinpasst.

Real Madrid:

Das spricht dafür:

Karim Benzema ist unantastbar, aber weder Luka Jovic (der zuletzt zumindest besser in Schwung kommt) noch Mariano Díaz genügen bislang den königlichen Ansprüchen.

Werners Vorteil im Vergleich zu Jovic und Diaz ist, dass er auch über die Flügel kommen kann und damit an der Seite Benzemas auflaufen könnte.

Das spricht dagegen:

Im Vergleich zum großen Rivalen Barcelona ist Real mehr auf das Werner zugute kommende Umschaltspiel ausgerichtet, doch Trainer Zinédine Zidane setzt in der Sturmzentrale auf körperlich sehr präsente Spieler.

Benzema (1,85 Meter groß, 81 Kilogramm schwer) war in Madrid lange umstritten, liefert unter Zidane, mit dem er ein freundschaftliches Verhältnis pflegt, aber regelmäßig Topleistungen ab.

Auch Backup Luka Jovic (1,85 m, 85 kg) hat seinen Gegenspielern mehr entgegenzusetzen als der mit 75 Kilogramm deutlich leichtere Werner.

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FC Barcelona:

Das spricht dafür:

Bei den Katalanen neigt sich die Zeit von Luis Suarez dem Ende entgegen. Der 33-Jährige selbst hat bereits mehrfach betont, dass sich Barca Gedanken über seine Nachfolge machen muss.

120-Millionen-Mann Antoine Griezmann spielt zwar regelmäßig, kann die hohen Erwartungen bisher aber nur bedingt erfüllen.

Barcas neuer Trainer Quique Setién variiert seit seinem Amtsantritt bei der Wahl seines Systems in der Offensive, läuft mal mit Doppelspitze, mal mit Dreierreihe auf.

Vorteil Werner: Der deutsche Nationalspieler ist unter Nagelsmann noch flexibler geworden und hat nahezu jede Aufstellungs-Variante kennengelernt.

Das spricht dagegen:

Nach wie vor agieren die Gegner in Spanien gegen Barca meist sehr tief. Auch wenn das Spiel der Katalanen nicht mehr derart auf Ballbesitz ausgelegt ist, bieten sich wenig Räume für schnelle Sprints aus dem Zentrum in die Tiefe.

Etwas, das auch Griezmann erfahren musste, dem das schnelle Umschaltspiel bei Atlético zugute kam.

Barcas Offensivspieler werden dagegen sehr häufig ins Dribbling gezwungen und müssen gerade im Zentrum als Doppelpass-Partner von Messi fungieren. So wie es Luis Suarez perfekt versteht.

Werner hat sich in diesen Bereichen zwar erheblich verbessert, bis zum Dribbelkönig oder der perfekten Passmaschine ist aber noch ein Weg zu gehen.

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FC Liverpool:

Das spricht dafür:

Nach SPORT1-Informationen ist das Interesse der Reds konkret - und die Chance zum zu diesem Zeitpunkt besten Klub der Welt zu wechseln, bietet sich womöglich nur einmal im Leben.

Werner selbst hat schon mehrfach von der Premier League geschwärmt. Taktik- und England-Experte Sebastian Kneißl ist überzeugt davon, dass der 23-Jährige Liverpool gut zu Gesicht stehen würde.

"Er ist offensiv jetzt noch flexibler, insbesondere in seiner zentralen Position. Mal kommt er kurz, dann begibt er sich wieder in den freien Raum. Auch über die Außenbahnen ist er gefährlich, wenn er Geschwindigkeit aufnimmt", analysierte Kneißl bei SPORT1.

Dazu kommt der Faktor Jürgen Klopp. "Klopp mag Spieler, die schon sehr gut sind, und macht sie dann noch besser", ergänzte Kneißl.

Das spricht dagegen:

Die unglaublich starke Konkurrenz! Sadio Mané, Roberto Firmino und Mo Salah bilden derzeit die wohl beste Offensivreihe der Welt.  

SPORT1 weiß: Werner ist insbesondere vom Liverpooler Werben äußerst geschmeichelt, weiß aber um die Schwierigkeit, sich in der Startruppe zu behaupten.

"Ich muss noch viel lernen, um auf dieses Level zu kommen und dort zu spielen", hatte er unlängst nach dem Spiel der Leipziger gegen Tottenham gesagt.

Manchester City:

Das spricht dafür:

Pep Guardiola genießt als Trainer weiterhin einen ganz besonderen Ruf unter den Spielern. Kaum einer, der nicht davon träumt, mit ihm zu arbeiten.

Sollte Sergio Agüero, der immer wieder mit einer Rückkehr in seine Heimat Argentinien kokettiert, City im Sommer verlassen, stünde in Gabriel Jesus nur noch ein nomineller Stürmer im Kader. Bedarf wäre also vorhanden.

Zudem könnte Leroy Sane zum FC Bayern wechseln und Werner seine Rolle bei ManCity einnehmen. 

Das spricht dagegen:

Die Citizens sind allerdings einer der wenigen Top-Klubs, denen bisher kein Interesse an Werner nachgesagt wurde.

Zudem darf der Scheich-Klub nach jetzigem Stand in den kommenden zwei Jahren nicht an der Champions League teilnehmen.

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Sollte das Urteil rechtskräftig werden, drohen City namhafte Abgänge und Werner, sich nicht mehr auf der größten Bühne im Vereinsfußball präsentieren. Klingt nach K.o.-Kriterium.

RB Leipzig:

Das spricht dafür:

Julian Nagelsmann! Der 32-Jährige hat Werner noch einmal besser gemacht. Werner ist torgefährlicher geworden und hat sich sowohl mannschaftstaktisch als auch individuell verbessert.

Nagelsmann hat bereits angekündigt, um Werner zu kämpfen: "Die Jungs sehen, wie wir uns entwickeln und wie viel Potenzial wir noch haben. Wir lassen niemanden wehrlos weggehen, der uns hilft."

Das spricht dagegen:

Werner wollte in der letzten Saison schon weg, blieb nur wegen Nagelsmann. Jetzt hat er nochmal einen Schritt nach vorne gemacht, die Top-Klubs locken.

Die Ausstiegsklausel in Höhe von nur 30 Millionen Euro macht ihn auf dem aktuellen Markt fast schon zum Schnäppchen - und Werner vermeidet jegliches Treuebekenntnis.

Ein Abschied scheint derzeit wahrscheinlich.