München - Timo Werner von RB Leipzig könnte schon im Sommer zu einem heißen Transfer-Thema werden. Der FC Bayern wäre dann eine Option - der BVB dagegen nicht.

von Florian Plettenberg , Martin Hoffmann

Er ist hinter Marco Reus der derzeit beste deutsche Stürmer in der Bundesliga, ist entsprechend begehrt – und hält sich seine Zukunfts-Optionen bislang offen.

Timo Werner steht noch bis 2020 bei RB Leipzig unter Vertrag, der Tabellendritte möchte den Vertrag gerne verlängern, doch schon im kommenden Transfer-Sommer könnte Werners Zukunft ein großes Thema werden.

Bislang hat sich der 22 Jahre alte Nationalspieler (22 Länderspiele/8 Tore) jedenfalls noch nicht von einer vorzeitigen Vertrags-Verlängerung überzeugen lassen. Bleibt es dabei, stellt sich für die Sachsen immer drängender die Frage, ob ein Verkauf von Werner bereits 2019 Sinn ergäbe, um noch eine hohe Ablösesumme zu erzielen. Laut transfermarkt.de beträgt der Marktwert des gebürtigen Schwaben schon jetzt rund 60 Millionen Euro. 

Stünde Werner im kommenden Sommer tatsächlich zum Verkauf, wäre sicherlich mit einem Wettbieten von Europas Fußball-Großmächten zu rechnen, schließlich haben sie den pfeilschnellen Stürmer längst auf dem Zettel.

Die Sport Bild berichtet nun, dass RB sogar mit einem Vorstoß von Borussia Dortmund in Sachen Werner rechnet, der FC Bayern München sich hingegen derzeit zurückhält.

Timo Werner: Nur die Bayern interessant

Würde Werner innerhalb Deutschlands wechseln, wären für ihn nach SPORT1-Informationen allerdings nur die Bayern interessant. 

Warum die Münchner? Werner sieht beim Rekordmeister, trotz ihrer aktuellen, sportlichen Krise, die größten Chancen auf den Meistertitel. Für ihn wäre Bayern, nach seinem Werdegang bei Leipzig, der nächste logische Schritt.

SPORT1 weiß: Werner würde auch ein Wechsel in die Premier League (England) und in La Liga (Spanien) reizen. Die Serie A (Italien) und die Ligue 1 (Frankreich) sind für ihn weniger interessant.

Allerdings kann sich Leipzig auch berechtigte Hoffnung auf einen Verbleib machen. Im Oktober sagte Werner im SPORT1-Interview zu seiner Zukunft: "Für mich werden es jetzt zwei tolle Jahre, weil ich ohne Druck spielen kann. Denn egal, was danach passiert, ist es für mich ein weiterer Schritt und eine Entscheidung, mit der ich leben und zufrieden sein werde. Ob das bei RB oder anderswo ist, wird sich zeigen."

Julian Nagelsmann ist das Top-Argument von RB Leipzig

Vorteil RB: Sein aktueller Klub bietet ihm die für Werner hochspannende Gelegenheit an, ab Sommer mit dem neuen Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann (jetzt Hoffenheim) zusammenzuarbeiten.

Timo Werner hält viel von Julian Nagelsmann, dem künftigen Trainer von RB Leipzig
Timo Werner hält viel von Julian Nagelsmann, dem künftigen Trainer von RB Leipzig © Getty Images

"Wenn ich nicht vorzeitig verkauft oder rausgeschmissen werde, wäre es reizvoll, mit ihm auch noch einige Jahre zusammenzuarbeiten", sagte Werner im August dem kicker: "Er kann uns als Team und junge Spieler sehr weit bringen."

Der Poker um Werner ist jedenfalls in vollem Gange.

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