München - Der Kader des FC Bayern könnte bis zum Saisonstart noch ausgedünnt werden. Sportdirektor Hasan Salihamidzic kündigt Änderungen an.

Das Training beim FC Bayern unter dem neuen Coach Niko Kovac läuft zwar schon seit über einer Woche, doch im Kader des Rekordmeisters könnte es durchaus noch Bewegung geben.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic ließ deutlich durchblicken, dass die Bayern gewillt sind, sich noch von dem einen oder anderen Spieler zu trennen.

"Es sei die Pflicht des Vereins, dem Trainer einen Kader zur Verfügung zu stellen, in dem keine Unzufriedenheiten vorprogammiert sind", sagte der Sportdirektor der Münchner der Süddeutschen Zeitung, "und wir haben Stand jetzt neun mehr oder weniger zentrale Mittelfeldspieler."

Vidal bei Atletico im Gespräch

Neben Rückkehrer Renato Sanches sowie Javi Martinez dürfen sich auch die WM-Fahrer Sebastian Rudy, Leon Goretzka, Thomas Müller, Corentin Tolisso, Thiago und James Rodriguez angesprochen fühlen. Dazu kommt der Chilene Arturo Vidal. 

Vidal wird schon länger als möglicher Abgang gehandelt, nach SPORT1-Informationen beschäftigt sich unter anderem Atletico Madrid mit dem 31-Jährigen, der sich derzeit von einer Knieverletzung erholt.

Die Zukunft des Spaniers Thiago ist ebenfalls noch nicht final geklärt. Zwar sagte Salihamidzic der SZ, man plane mit dem Spielmacher, allerdings werde es "mit neun Mittelfeldspielern ein sehr interessanter Konkurrenzkampf."

Sanches soll dagegen von Kovac wieder aufgebaut werden, ihn abzugeben steht derzeit nicht zur Debatte.

Boateng-Zukunft weiter offen

Weit klarer stellt sich die Situation bei Juan Bernat dar. Der Linksverteidiger kam bei Bayern nie wirklich in Tritt, zuletzt wurde ihm als Backup von David Alaba sogar der Brasilianer Rafinha, der vornehmlich auf der rechten Seite zuhause ist, vorgezogen.

"Juan hat sich in vier Jahren bei uns nicht richtig durchsetzen können. Ich denke, dass er das auch so wahrnimmt, und es wird in diesem Jahr nicht leichter für ihn", machte Salihamidzic deutlich. Zuletzt wurde der VfL Wolfsburg als möglicher Nachfolger gehandelt.

Ein Verein der Größenordnung Wolfsburg dürfte Jerome Boateng nicht zufriedenstellen. Zwar hieß es zuletzt, dass der Nationalspieler doch zu einem Verbleib in München tendiere, Bayerns Kaderplaner ließ die Tür für mögliche Interessenten aber weit offen: "Stand heute ist, dass wir mit Jérôme in die Saison gehen. Aber Jérôme hat bekanntlich bestimmte Vorstellungen geäußert, und sollte es ein seriöses Angebot für ihn geben, werden wir uns das anhören", so Salihamidzic.

In den nächsten Wochen dürfte einiges an Arbeit auf ihn zukommen.