München - Borussia Dortmund leiht Achraf Hakimi von Real Madrid aus. Dort geriet Zinedine Zidane über ihn ins Schwärmen. SPORT1 stellt den 19-jährigen Marokkaner vor.

von Conan Furlong , Carsten Arndt , Kerry Hau

Auf diesen Neuzugang dürfen sich die Fans von Borussia Dortmund freuen.

Achraf Hakimi, 19 Jahre junger Leihspieler von Real Madrid, soll etwas königlichen Glanz in die Bundesliga bringen.

Für zwei Jahre hat sich der BVB die Dienste des Rechtsverteidigers gesichert - und Michael Zorc ist davon überzeugt, dass Hakimi seinen starken WM-Auftritten für Marokko bei der WM weitere in der Bundesliga folgen lässt.

"Achraf ist jung und sehr dynamisch. Er hat bei Real Madrid und in der Nationalmannschaft schon auf höchstem Niveau gespielt", erklärte der Dortmunder Sportdirektor die Vorzüge des Neuzuganges.

Aber wer genau ist der Backup, der den verletzungsanfälligen Lukasz Piszczek absichern soll?

Hakimi: Schnell, offensiv, ballsicher

Als Siebenjähriger wurde Achraf Hakimi in Reals Nachwuchsabteilung aufgenommen. Seitdem hat er dort sämtliche Jahrgänge durchlaufen. Im Oktober 2017 debütierte er unter Zinedine Zidane bei den Profis. Der Franzose hielt schon seit längerer Zeit große Stücke auf den Youngster - und sah sich nach dessen erstem Spiel bestätigt.

 "Achraf hat das hier im Bernabeu spektakulär gemacht - vorne und hinten. Er spielt seriös, aber auch leichtfüßig", schwärmte Zidane.

Mit schnellen Finten lässt Hakimi seine Gegner immer wieder ins Leere laufen, ist am Ball sehr sicher. Allerdings verpasst der Youngster durch seine mangelnde Erfahrung ab und an den Moment des Abspiels.

Auffällig ist sein enormer Offensivdrang, häufig sucht der Rechtsfuß den Weg nach vorne. Das dürfte Dortmunds Neu-Trainer Lucien Favre gefallen, der offensive Außenverteidiger in seinem Konterspiel braucht.

Dabei entscheidend: Hakimi geht die Luft nicht aus, er macht auch die Wege zurück in die Viererkette.

Dafür belohnt sich der junge Nationalspieler: In neun Ligaspielen für Real gelangen ihm zwei Treffer. Zum Vergleich: Sein Vorgänger Dani Carvajal, dem Hakimi laut Real-Jugendtrainer Luis Miguel Ramis ähnelt, brauchte für dieselbe Ausbeute 131 Partien.

FIFA-Sperre Tiefpunkt in Hakimis Karriere

Dass es für Hakimi jetzt zum Sprung nach Deutschland reicht, war lange Zeit nicht absehbar.

Im Herbst 2016 durfte er weder für Reals zweite Mannschaft, noch für Jugend-Teams auflaufen. Hakimi stand auf einer FIFA-Liste im Zusammenhang mit internationalen Transfers von Spielern unter dem Alter von 18 Jahren. Real hatte zu der Zeit eine Transfersperre erhalten. 

Diesen Karriere-Tiefpunkt hat Hakimi inzwischen überstanden und startet jetzt richtig durch. Nach dem 3:1 im Finale 2018 gegen Liverpool ist er der erste Champions-League-Sieger aus Marokko.

Jetzt will er auch Lucien Favre und die BVB-Fans von sich überzeugen.

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