Finalheld Gareth Bale liebäugelt offen mit einem möglichen Abschied von Real Madrid. Der FC Bayern wird aus mehreren Gründen als Abnehmer gehandelt.

Mit seinem Doppelpack samt spektakulärem Fallrückziehertor beim 3:1-Sieg im Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool hat sich Gareth Bale in Madrid selbst ein Denkmal gesetzt - und es könnte der glanzvolle Schlusspunkt seiner Zeit bei Real gewesen sein.

"Ich muss mich im Sommer hinsetzen und ernsthaft darüber nachdenken, was ich als nächstes mache", sagte Bale nach dem Endspiel in Kiew zu seiner Zukunft: "Ich persönlich finde, dass ich jede Woche spielen sollte - und das habe ich nicht. Ich habe gute Leistungen gebracht, Tore geschossen, aber ich habe nicht so viel gespielt, wie ich es gerne würde."

Trotz eines laufenden Vertrages bis 2022 stellte der pfeilschnelle Linksfuß eindeutig klar: "Am Ende des Tages ist es meine Entscheidung."

Interessenten für den einstigen 100-Millionen Transfer dürfte es trotz einer wohl auch diesmal fälligen Mega-Ablöse einige geben. Als Favoriten gelten laut britischen Medien Manchester United, das Bale schon vor dessen Wechsel von Tottenham zu Real verpflichten wollte - und angeblich auch der FC Bayern.

Könnte Bale beim FC Bayern landen?

Aus Bales Umfeld soll es demnach heißen, dass ein Abschied aus Madrid nicht automatisch eine Rückkehr auf die Insel bedeuten würde. Vor dem Halbfinal-Duell zwischen Bayern und Real hatte der 28-jährige Waliser den deutschen Rekordmeister zudem in den höchsten Tönen gelobt.

"Der FC Bayern hat eine fantastische Mannschaft und war auch in der Vergangenheit schon immer einer der erfolgreichsten Vereine Europas", sagte Bale der Sport Bild: "Mit diesem Klub in Verbindung gebracht zu werden, ist für jeden eine Ehre. Stand jetzt bin ich aber Spieler von Real Madrid."

Daran könnte sich nun jedoch bald etwas ändern. Bleibt die Frage, ob Außenstürmer Bale der Spieler ist, der die Münchner zum ersten Transfer jenseits der 50-Millionen-Marke veranlasst.

"Wenn wir einen Spieler haben wollen und der 80, 90 Millionen kostet, dann werden wir irgendwann springen müssen. Ob das dieses oder nächstes Jahr ist, weiß ich nicht", hatte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zuletzt erklärt.