Jörg Rosskopf (r.) ermuntert die Tischtennis-Stars wie Timo Boll (l.) zum Protest
Jörg Rosskopf (r.) ermuntert die Tischtennis-Stars wie Timo Boll (l.) zum Protest © Getty Images
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Bundestrainer Jörg Roßkopf ermuntert die Tischtennis-Stars zu konzertierten Protestaktionen. Zuvor kritisiert Timo Boll die Terminflut im Tischtennis.

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Nach der Kritik von Rekordeuropameister Timo Boll (Düsseldorf) an der Terminflut im internationalen Tischtennis hat Bundestrainer Jörg Roßkopf die Stars der Szene zu konzertierten Protestaktionen ermuntert.

Der Weltverband ITTF zeigt sich in der Debatte über den ausufernden Turnierkalender mit seinen neuen Bedingungen für die Teilnahme an wichtigen Turnieren inzwischen kompromissbereit.

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"Die ITTF lässt nur wenig Raum für Lösungen. Ich sage den Spielern schon länger, dass sie die Macht haben und sich zusammenschließen müssen, um etwas zu sagen, wenn es zu viel wird", sagte Roßkopf dem SID vor der DM am Wochenende in Wetzlar zu Bolls künftigen Verzicht auf nationale Titelkämpfe: "Wenn einmal alle Topleute bei einem wichtigen Turnier fehlen, wird sich vielleicht auch einmal etwas ändern."

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"Änderungen bis Olympia 2020 schwierig"

Bei der ITTF stellte der deutsche Präsident Thomas Weikert (Limburg) allerdings auf SID-Anfrage mittelfristig Korrekturen an der Turnierstruktur in Aussicht: "Änderungen bis Olympia 2020 werden schwierig. Aber wir haben die zum Teil berechtigte Kritik sehr wohl verstanden. Das Programm ist zu voll. Wir müssen gemeinsam etwas tun und den Kalender entschlacken."

Boll tritt in Wetzlar zum letzten Mal bei einer DM an. Die Weltranglistenfünfte begründete seinen Verzicht auf künftige DM-Starts mit den gestiegenen Belastungen durch internationale Verpflichtungen.