Timo Boll ist seit ein paar Wochen wieder die Nummer eins der Welt
Timo Boll stand bereits dreimal an der Spitze der Weltrangliste © Getty Images

Als erster Deutscher wird Tischtennis-Rekordeuropameister Timo Boll als "Spieler des Jahres" ausgezeichnet. Auch der "Trainer des Jahres" kommt aus Deutschland.

Das deutsche Tischtennis ist bei der Star-Awards-Gala des Weltverbandes ITTF in Astana bei den Wahlen für die besten Jahresleistungen der große Gewinner gewesen.

Rekordeuropameister Timo Boll (Düsseldorf) erhielt am Rande des World-Tour-Jahresfinales die Auszeichnung als "Weltspieler des Jahres" und Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf die Ehrung zum "Welttrainer des Jahres".

Erstmals kürte die ITTF damit bei der fünften Auflage der Wahlen unter Fans, Fachjournalisten und einer Expertenjury Vertreter des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB).

Boll lässt Ovtcharov hinter sich

Boll behauptete sich gegen namhafte Rivalen. Zur Liste der vier Kandidaten gehörten auch sein Nationalmannschafts-Kollege und Weltcupsieger Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg), Chinas Olympiasieger und Weltmeister Ma Long sowie Japans 14 Jahre altes "Wunderkind" Tomokazu Harimoto.

Bei den Damen siegte Olympiasiegerin und Weltmeisterin Ding Ning (China).

Seine Wahl darf Boll außer als Anerkennung für seine diesjährigen Erfolge auch als Würdigung seiner gesamten Laufbahn werten. Praktisch ununterbrochen gehört der 36-Jährige seit mehr als 15 Jahren den Top 10 der Weltrangliste an, stand in dieser Zeit dreimal an der Spitze und kletterte im ausklingenden Jahr zwischenzeitlich wieder bis auf den vierten Platz.

Titel bei Korea Open

Bei World-Tour-Turnieren 2017 holte Boll im Frühling den Titel bei den Korea Open und verlor in der zweiten Jahreshälfte erst in den Endspielen der China Open sowie der German Open gegen Ovtcharov.

Zwischen den beiden Turnieren kam der ehemalige WM-Dritte beim Weltcup in Lüttich nach zwei Titelgewinnen in früheren Jahren zum fünften Mal ebenfalls bis ins Endspiel, in dem sich der Linkshänder wiederum Ovtcharov beugen musste.

Bei der WM in Düsseldorf lieferte Boll im Viertelfinale dem Titelverteidiger und späteren Champion Ma vor seinem Aus einen beinahe epischen Kampf. Mit den deutschen Herren eroberte Boll außerdem bei der Mannschafts-EM in Luxemburg den Titel zurück.

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