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Timo Boll verschenkt beim Viertelfinal-Aus bei der Tischtennis-WM absichtlich Punkte. In einer wichtigen Spielsituation zeigt er wieder einmal großen Sportsgeist.

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Beim 2:4 gegen Olympiasieger und Titelverteidiger Ma Long machte Timo Boll wieder einmal seinem Ruf als Fair-Play-König alle Ehre.

Im sechsten und schließlich letzten Satz, als ihm das Spiel beim Stand von 8:7 zu entgleiten drohte - er hatte bereits 8:4 geführt -, retournierte er einen Ball absichtlich ins Aus, weil er ihn zuvor mit der Brust berührt hatte. 

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Schon im ersten Satz war Boll von den Schiedsrichtern ein Punkt zugesprochen worden, obwohl beide Stars den Ball von Ma auf der Kante gesehen hatten. Der Weltranglistenachte spielte Mas nächsten Aufschlag ins Netz und "schenkte" ihm den Punkt.

Bereits 2005 war Boll in China zum Idol avanciert, nachdem er im WM-Achtelfinale sogar einen Matchball-Punkt zurückgab und das Spiel noch verlor. "Wir betreiben Sport, weil wir ihn lieben - und eine große Liebe betrügt man nicht", hatte er damals gesagt.

Boll will weitermachen

Trotz seiner 36 Jahre denkt der ehemalige Weltranglistenerste noch nicht ans Aufhören, im Gegenteil. "Das gibt mir jetzt auch wieder Mut. Mir liegen noch ein paar schöne Jahre bevor", sagte er nach dem Spiel.

Auch Bundestrainer Jörg Roßkopf attestierte seinem Schützling einen starken Schlagabtausch gegen dessen Doppelpartner. "Schade, er hat wirklich ein gutes Turnier gespielt, er war auch in der Form, um weiterzugehen. Die Chance war heute da."