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Julia Görges braucht keine große Party zum Ende ihrer Tenniskarriere. Sie hat auch schon Ideen, wie es nach der Karriere weitergehen könnte.

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Julia Görges ist nach ihrem Abschied vom Tenniszirkus mit sich und der Welt im Reinen. Eine große Fete zum Ende ihrer erfolgreichen Karriere brauchte sie nicht, wie sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung verriet.

Stattdessen gab es mit den Eltern "einen Haselnuss-Schnaps. Den hatte ich noch zufällig zu Hause", sagte Görges (31): "In mir lief eine kleine innere Party ab. Ich habe absolut den Abschied gekriegt, den ich mir vorgestellt habe."

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Die Entscheidung zum Aufhören fiel laut Görges erst vor Kurzem. "Das war am Donnerstag vorletzte Woche. Ich habe trainiert, und ich spürte einfach: Das ist nicht mehr das, was ich mir für mich vorstelle und was ich möchte", sagte sie. Die Coronakrise trug ihren Teil zu Görges' Entschluss bei.

"Die Umstände dieses Jahres haben sicher dieses Gefühl verstärkt. Aber nach 15 Jahren denkt man wohl auch etwas anders über seinen Beruf", sagte die einstige Top-10-Spielerin: "Zum Profidasein gehören auch Dinge, die weniger angenehm sind und an einem zehren. Als ich nach der Corona-Pause das erste Mal im Hotel war, habe ich mich richtig unwohl gefühlt."

Görges mag Fitnesstraining und Yoga

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Vor dem Leben nach der Tennistour hat Görges keine Angst, auch wenn sie noch nicht genau weiß, wie es weitergeht. "Mal gucken, was sich eröffnet. Es gibt immer Türen, die sich schließen, und Türen, die sich öffnen", sagte Görges, die sieben Turniere gewonnen und 2018 in Wimbledon das Halbfinale erreicht hatte: "Ich hab Spaß an Fitnesstraining entwickelt, an Yoga, diese Dinge möchte ich intensivieren und in diese Richtung gehen."

Den Tennisschläger habe sie "lange genug in den Händen gehalten" - und sich trotz aller Konkurrenz auf der WTA-Tour viele Freundinnen gemacht.

Nach ihrem Abschiedsbrief in den Sozialen Netzwerken wurde Görges auch von früheren Gegnerinnen mit viel Liebe überschüttet. "Es ist schön zu sehen, wie die Leute über mich denken. Respekt zu zeigen, war mir stets wichtig, und dass dieser Wert so anerkannt wird von so vielen, bedeutet mir viel", sagte Görges: "Ich denke jetzt auch, dass ich etwas Positives hinterlassen habe."