Alexander Zverev bewahrte kühlen Kopf
Alexander Zverev bewahrte kühlen Kopf © Imago
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München und Melbourne - Alexander Zverev wird von Qualifikanten Maxime Cressy mächtig gefordert, setzt sich aber souverän durch - und lässt sich auch von einem Insekt nicht stoppen.

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Mit großer Cleverness und viel Geduld zum Erfolg im Duell der Aufschlagriesen: Der deutsche Tennis-Topstar Alexander Zverev hat zum fünften Mal in Serie die dritte Runde der Australian Open erreicht (Australian Open 2021 von 8. bis 21. Februar im LIVETICKER).

Der Halbfinalist des Vorjahres zeigte gegen den starken Qualifikanten Maxime Cressy aus den USA beim 7:5, 6:4, 6:3 am Mittwoch eine reife Leistung und darf weiter in Melbourne von seinem ersten Grand-Slam-Titel träumen. 

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Zverev träumt vom Titel

"Meine Motivation ist in diesem Jahr natürlich groß. Ich war beim US-Open-Finale nur zwei Punkte von einem Grand-Slam-Sieg entfernt", sagte Zverev nach dem Match gegen den in seinen Augen "gefährlichen" Cressy: "Ich bin hier definitiv nicht der Favorit, aber ich werde mein Bestes geben."

Nächster Gegner des 23 Jahre alten Hamburgers ist der an Position 32 gesetzte Franzose Adrian Mannarino. Zverev ist im Herrenfeld der letzte deutsche Profi, nachdem Dominik Koepfer zuvor sein Zweitrundenduell gegen US-Open-Champion Dominic Thiem klar mit 4:6, 0:6, 2:6 verloren hatte.

"Er kann den Titel holen, da bin ich mir sicher", sagte Doppel-Spezialist Kevin Krawietz im neuen SPORT1-Podcast Cross Court.

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Mona Barthel kämpft in der Nacht zum Donnerstag gegen Karolina Muchova (Tschechien/Nr. 25) als letzte deutsche Frau um ein Ticket für die dritte Runde (Die ATP-Weltrangliste).

College-Boy Cressy ärgert Zverev

Zverev nahm die Rolle des klaren Favoriten ein. "Er ist der erfahrenere Spieler und muss mit breiter Brust auf den Platz gehen", sagte Boris Becker bei Eurosport. Das tat die deutsche Nummer eins und spielte konzentriert, aber auch College-Boy Cressy bot zunächst nichts an. Der Underdog, der in der Quali mit Yannick Maden und Dustin Brown zwei Deutsche ausgeschaltet hatte, spielte couragiert Serve-and-Volley. 

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Die Nummer 172 der Welt ging auch bei den zweiten Aufschlägen volles Risiko mit teilweise mehr als 200 km/h - Zverev wartete geduldig auf seine erste Breakchance, die ihm direkt den entscheidenden Vorsprung zum Satzgewinn einbrachte. 

Kakerlake lässt Zverev kalt

Der Weltranglistensiebte nimmt in Melbourne den nächsten Anlauf auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Im vergangenen Jahr verlor er das Finale der US Open nur denkbar knapp gegen Thiem und lechzt nach seiner nächsten Chance - ohne aber zu überziehen.

Er spielte aggressiv, aber stets auch mit Köpfchen. Selbst als ein größeres Insekt, offenbar eine Kakerlake, vor seine Füße lief, brachte ihn das nicht aus dem Konzept. Zverev brachte das Tier an den Rand des Spielfeldes. 

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Mit Cressy hatte er mehr Mühe, denn der dachte nicht daran, nachzulassen. Doch Zverev agierte in der Rod Laver Arena mit der Konsequenz eines Weltklassespielers und sparte am Ende auch noch Kraft für die anstehenden Aufgaben.

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