Simona Halep (l.) sah gegen Iga Swiatek kein Land
Simona Halep (l.) sah gegen Iga Swiatek kein Land © Getty Images
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München - Die 19 Jahre alte Iga Swiatek erlebt bei den French Open eine Sternstunde und wirft die an Nummer 1 gesetzte Simona Halep mit 6:1, 6:2 raus.

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Das polnische Top-Talent Iga Swiatek hat bei den French Open ihren bisher größten Triumph gefeiert - und wie!

Im Achtelfinale von Paris besiegte die ungesetzte Swiatek die an Nummer 1 gesetzte Rumänin Simona Halep. Die aktuelle Weltranglisten-Zweite, French-Open-Siegerin 2018 und Wimbledon-Champion 2019, ging gegen die 19-Jährige praktisch völlig unter, unterlag am Ende mit 1:6, 2:6. Es ist in der Geschichte der French Open die höchste Niederlage einer topgesetzten Spielerin. Swiatek trifft im Viertelfinale auf die Qualifikantin Martina Trevisan aus Italien, der mit einem 6:4, 6:4 gegen die an 5 gesetzte Kiki Bertens (Niederlande) ebenfalls eine Überraschung gelang.

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In der dritten Runde hatte Swiatek schon die wieder erstarkte Eugenie Bouchard aus dem Turnier geworfen, dieser Coup bewegt sich aber noch einmal auf einer anderen Ebene.

Iga Swiatek nach Sieg über Halep "selbst überrascht"

"Ich bin von mir selbst überrascht", sagte Swiatek nach dem Match mit zitternder Stimme: "Ein Traum ist wahr geworden." Sie beeindruckte die an Position eins gesetzte Halep mit einem Feuerwerk im ersten Satz und schlug 17 Winner. Halep geriet auch im zweiten Durchgang schnell ins Hintertreffen, immer wieder hatte Swiatek Breakbälle. Halep kämpfte, fand aber kein Rezept gegen ihre Gegnerin.

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Damit ist die Ukrainerin Elina Switolina in Paris die letzte verbliebene Spielerin aus den Top 5 der Weltrangliste. Die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien) hatte für Paris ebenso abgesagt wie US-Open-Siegerin Naomi Osaka (Japan), die an Nummer zwei gesetzte Karolina Pliskova (Tschechien) war in der zweiten Runde gescheitert.

Als letzte deutsche Spielerin kämpft Laura Siegemund am Montag gegen die Spanierin Paula Badosa um einen Platz im Viertelfinale.

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Swiatek Tochter eines Olympia-Ruderers

Swiatek, Tochter des polnischen Ruderers Tomasz Swiatek - bei Olympia 1988 in Seoul Teil des polnischen Doppelvierers -, hatte sich auf Junioren-Ebene als große Verheißung hervorgetan. Unter anderem gewann sie 2018 die Nachwuchskonkurrenz in Wimbledon.

Iga Swiatek gewann 2018 bei den Junioren in Wimbledon
Iga Swiatek gewann 2018 bei den Junioren in Wimbledon © Imago

Die Australian Open 2019, bei denen sie als Qualifikantin Runde 2 erreichte, waren ihre Premiere auf der WTA-Tour. Bei den French Open 2019 schaffte sie es schon bis ins Achtelfinale - wo sie damals noch an Halep gescheitert war, mit 1:6, 0:6. Trotzdem war ihre Premierensaison so erfolgreich, dass sie gleich in die Top 50 der Weltrangliste vorstieß.

Vor Ausbruch der Corona-Pandemie lag sie auf Rang 48, Tendenz klar steigend. Auch beim Fed Cup war sie für ihr Land schon dabei. Die Lehrstunde, die sie Halep nun erteilt hat, lässt darauf schließen, dass von ihr noch einiges mehr zu erwarten ist.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)